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Umweltgewerkschafter und weitere Antifaschist*innen von Neonazis in Göttingen bedroht und angegriffen

Göttingen, 13.11.2016

Im Nachgang zu den Protesten gegen Nazi Kundgebungen in Göttingen und Duderstadt kam es am Abend des am 12. November unter den Augen der Polizei zu Übergriffen auf den Umwelt­gewerkschafter und Kreistags­abgeordneten Mohan Ramaswamy und seiner Familie sowie zu Körper­verletzung an Anti­faschist*innen.

Schon während eines Rede­beitrags des Neonazis Mario Messerschmidt bei einer Nazikundgebung des sogenannten “Freundes­kreises Niedersachsen­/­Thüringen“ in Duderstadt bedrohte dieser die Familie Ramaswamy. Nachdem die Neonazis in Duderstadt ihre von Protesten begleitete Nazikundgebung abgehalten hatte, begaben sich einige der 18 Kundgebungs­teilnehmer*innen nach Göttingen.

Pressemitteilung Umweltgewerkschaft Göttingen

Umweltgewerkschaft fordert: Abgasfreien Nahverkehr für Göttingen

Die Umstellung der Göttinger Busflotte – Anfangs auf Erdgasbasis, nun ist Elektromobilität im Gespräch - ist einer der Maßnahmen, die die Stadt Göttingen ankündigte, als zum wiederholten Male die Feinstaubbelastung weit über den ohnehin unzureichenden Grenzwerten lag. Göttingen befindet sich unter den niedersächsischen Städten immer noch unter den Spitzenreitern, was Feinstaubbelastung und Stickoxidbelastung anbelangt. Im Jahr 2015 lag die Stickoxidbelastung in 9 Monaten über dem zulässigen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, die Feinstaubgrenzwerte wurden im Jahr 2014 an 24 Tagen überschritten (www.goesis.de).

 

Die Umweltgewerkschaft Göttingen fordert von der Stadt Göttingen die sofortige und vollständige Umrüstung der Göttinger Stadtbusse auf zukunftsorientierte Elektro- oder Wasserstoffantriebssysteme ohne gesundheitsschädliche Emissionen und einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs auf Basis erneuerbarer Energien. Jährlich sterben bundesweit rund 10.000 Menschen in Deutschland an Feinstaubbelastung durch Verkehr. Feinstäube entstehen gesetzmäßig bei der Verbrennung in Benzin- und Dieselmotoren. Unterhalb eine Partikelgröße von 100 Nanometer gibt es bis heute keine funktionierende Filtertechnik. Der Rückbau des PKW Verkehrs in der Innenstadt basierend auf Verbrennungsmotoren wäre daher nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für den Schutz der Gesundheit der Menschen und der Förderung der Lebensqualität eine Zukunftsinvestition.

 

Die Umweltgewerkschaft setzt sich darüber hinaus gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen auch für die Umstellung auf Elektro- und Wasserstoffantriebe in den Autokonzernen ein. Die Krise um den VW Konzern macht deutlich, dass Profit über Leichen geht. Jahrelanger weltweiter Betrug auf Kosten der Gesundheit der Menschen kann ebenso wenig akzeptiert werden, wie dass die Lasten der Krise auf die Arbeiter*innen oder die öffentlichen Haushalte der VW Region abgewälzt wird. Mit aller Macht hält der VW Konzern am Individualverkehr fest und hat dabei die volle Unterstützung der Bundesregierung. Während der Autokonzern in den USA Milliarden Dollar Entschädigung zahlen, ist der jahrelange Betrug in Deutschland noch nicht einmal eine Ordnungswidrigkeit. Zum Vergleich, falsch parken oder bei Rot über eine Ampel gehen ist eine Ordnungswidrigkeit. Das Verursacherprinzip muss gelten: Die Vorstände und Konzerneigner sollen für den aufkommenden Schaden Haften.

 

Die Umweltgewerkschaft Göttingen hat eine Petition aufgestellt. Darin fordert sie

Sofortige und vollständige Umrüstung der Göttinger Stadtbusse auf zukunftsorientierte Elektro- oder Wasserstoffantriebssysteme ohne gesundheitsschädliche Emissionen!!

Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs auf Basis erneuerbarer Energien!!

Solidarität mit dem Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten der VW Krise auf die Arbeiter*innen und die Haushalte der Kommunen!!

Unentgeltliche Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs!!

 

Online ist die Petition unter folgendem Link verfügbar:
https://www.openpetition.de/petition/online/abgasfreier-nahverkehr-auf-basis-erneuerbarer-energien


 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

die Umweltgewerkschaft Gruppe Harz-Leine in Göttingen trifft sich an dem jeweils zweiten Mittwoch des Monats um 19:00 bei den Naturfreunden in Göttingen im Naturfreundeweg/auf dem Hagen in der Weststadt.

Jeder und Jede, die Interesse hat, uns und unsere Arbeit kennen zu lernen, ist herzlich eingeladen.

Wir diskutieren über die aktuelle Umweltpolitik anhand von Schwerpunkten, bilden uns und planen unsere gemeinsame Praxis.

Wir freuen uns auf viel Besuch!

 

Werdet Mitglied in der Umweltgewerkschaft, sagen wir den Herrschenden den Kampf an! Für eine breite Einheit von Umweltbewegung und Arbeiterbewegung!