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Wir  brauchen  MEHR  Wald!

Grumsin Buchenurwald01

Ganz entsetzt von den Plänen Vattenfalls in Berlin, die Wärmegewinnung von der Kohleverbrennung auf Holzverbrennung umzustellen, machte die 0rtsgruppe Berlin im Juli einen Ausflug in das UNESCO Weltnaturerbe „Buchenwald Grumsin“. Das liegt ca. 1 Stunde nördlich von Berlin in der Uckermark. Zu Recht ist die Region Stolz auf das Siegel „UNESCO Weltnaturerbe“, weil es heute noch einen Buchen-Urwald vorzuweisen hat, der einst zwei Drittel der Landfläche ausmachte. Heute sind es gerade noch 2%, die aber andererseits beweisen, dass eine große Waldfläche der Normalzustand sein müsste

Das Siegel zeigt, dass die Erkenntnisse über die Bedeutung der Wälder vorliegt. Der Wald speichert CO2, kühlt die Temperaturen herunter, ist wichtiger Lebensraum für Flora und Fauna und die Gesundheit der Menschen. Seine Zerstörung trägt maßgeblich zur Veränderung des Klimas bei – seine Wiederaufforstung kann helfen, es zu retten.

Und dennoch, ob Vattenfall oder Tesla, die ihre Methoden grün anstreichen, der weltweite Raubbau geht weiter.

Das dürfen wir nicht zulassen – das hat uns das „Walderlebnis“ sichtbar, hörbar und fühlbar gemacht. Vielen Dank an unseren engagierten Naturführer des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin, wozu der Grumsin-Urwald gehört. Das Dankeschön kam aber auch zurück an die 16 Teilnehmer des Ausflugs, die sich mit der Umweltgewerkschaft engagieren.

Grumsin Buchenurwald03

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Hiroshima Kundgebung 6 8 2022 Berlin Moabit 03

Berlin aktiv gegen Weltkriegsgefahr!

Unter diesem Banner versammelten sich am Hiroshima-Jahrestag 60 bis 80 Kriegsgegner für 2 Stunden an der „Friedensstatue“ in Berlin-Moabit. Mit Plakaten und Flyern und vielen persönlichen Gesprächen war dafür in den Wochen zuvor geworben worden. Vielfältige Rede- und Musikbeiträge klärten über die akute Gefahr eines Atomkriegs auf und griffen die Kriegstreiberei sowohl Russlands als auch der USA/NATO im Ukraine-Krieg an. Beiträge von Gewerkschaftskollegen (IGM, VERDI, IGBAU) gaben einen Einblick in die Antikriegs-Stimmung in der Arbeiterbewegung und die wachsende Empörung über Inflation, Preistreiberei und viel zu niedrige Lohnforderungen. Auch wurde von den wegweisenden Antikriegs-Aktionen und Streiks italienischer und griechischer Hafenarbeiter berichtet.

Höhepunkt war die einstimmige Verabschiedung einer „Moabiter Erklärung gegen wachsende Atomkriegsgefahr“ (siehe Foto), die sich besonders gegen den kürzlich beschlossenen Atombomber-Kauf der Bundesregierung richtete.

). Hiroshima Kundgebung 6 8 2022 Berlin Moabit 01

Die Berliner Ortsgruppe der Umweltgewerkschaft hatte zur Kundgebung aufgerufen. Die Umweltgewerkschaft ist auch eine der 41 Trägerorganisationen des „Internationalistischen Bündnisses gegen Rechtsentwicklung, Faschismus und Krieg“, welches schon seit seiner Gründung 2016 fortschrittliche Organisationen auf überparteilicher Grundlage gegen die zunehmende Gefahr imperialistischer Kriege zusammenschließt.

Alles in allem ein ermutigender Tag für den Aufbau einer neuen Friedensbewegung - und ein Signal gegen die sehr verbreitete Unterschätzung der Weltkriegsvorbereitungen aller imperialistischer Staaten.

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Hiroshima Kundgebung 6 8 2022 Berlin Moabit 04

Hier Titelseite und Vorwort der neuen Broschüre. Bestellbar per email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder der Postadresse der Umweltgewerkschaft (siehe auf der Homepage oben "Über uns"/"Kontakt")

UG Broschüre2022 Anti AKW Titelseite

UG Broschüre2022 Anti AKW Vorwort

Karrikatur 100Prozen EE Spinnerei

Quelle: "Mester/Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV)"

Hinweis: Diese und andere Umwelt-Karikaturenvon Gerhard Mester sind laut Autor/SFV für Veröffentlichungen in sozialen Medien, Homepages oder auch in Druckerzeugnissen unter 1000er Auflage frei verwendbar, sofern obenstehende Quellenangabe dabeisteht. Die Umweltgewerkschaft bedankt sich herzlich!

Nähere Infos auf der SFV-Homepage:  https://sfv.de/publikationen/karikaturen

 

 

„VATTENFALL auf dem Holzweg!?“

Gut 20 Leute kamen am 22.4. zur Diskussionsveranstaltung der Umweltgewerkschaft ins SprengelHaus im Berliner Wedding. Das VATTENFALL-Kohlekraftwerk im benachbarten Stadtteil Moabit soll 2026 umgebaut werden. Die bisherige Kohleverbrennung soll aufhören – was gut ist – stattdessen soll allerdings Holz verbrannt werden – was ganz und gar nicht gut ist. Das sah der eingeladene Vertreter von VATTENFALL naturgemäß anders und bewarb die Holzverbrennung als nachhaltige und ökologische Alternative.

UG Berlin Veranstaltung Kraftwerk Moabit Umbau 22.4.2022

Der Einleitungsbeitrag der Umweltgewerkschaft umriss den Zusammenhang zur globalen Situation und schärfte den Blick gegen eine Verharmlosung und Unterschätzung, wenn

● von Klima-Wandel gesprochen wird statt von Klima-Krise,

● wenn nur die Klima-Krise gesehen wird und nicht die gesamte Umwelt-Krise,

● wenn von einer gleichmäßigen Entwicklung ausgegangen wird statt von einer Beschleunigung der Zerstörungsprozesse,

● wenn der Umschlag allmählicher Prozesse in plötzliche Sprünge, Kipp-Punkte, nicht in Betracht gezogen wird.

Hervorgehoben wurden Rolle und Fähigkeiten der weltweit verbundenen Konzernbelegschaften im Kampf gegen diese heraufziehende globale Umweltkatastrophe. Ebenso, dass der Ukrainekrieg und die verstärkte Hochrüstung diese Entwicklung enorm verschärft, und die Umweltbewegung Teil einer neuen Friedensbewegung werden muss.

Die Kritik an der Holzverbrennung eröffnete das Verlesen einer gemeinsamen aktuellen Petition der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der Baumschutzorganisation ROBIN WOOD, und dem bekannten Förster und Publizisten Peter Wohlleben vom 20.4. unter dem Titel: „Vattenfall plant nicht nur in Berlin Wälder zu verfeuern!“

Biomasseheizkraftwerk Obrigheim text

In der anschließenden engagierten Diskussion schälten sich folgende Hauptkritikpunkte heraus:

● das Verbrennen von Holz setzt das darin durch die Bäume in einem langen Prozess gespeicherte Treibhausgas CO2 sofort frei. Die Klimakrise wird nicht ent-schärft sondern ver-schärft;

● industriell betriebene Holzverbrennung entzieht den Wäldern immer weiter Biomasse und wirkt so der langfristigen CO2-Speicherung durch Humusbildung in den Böden entgegen;

● jeder gefällte gesunde Baum hat heute besonderes Gewicht: um seine CO2-Speicherfähigkeit und Sauerstoffproduktivität wieder zu erreichen braucht ein neu wachsender Baum hundert und mehr Jahre. „Schnellumtriebsplantagen“ die alle 7 bis 9 Jahre abgeholzt und verheizt werden sind dafür nicht ansatzweise ein Ausgleich.

● für großindustrielle Energieerzeugung durch Holzverbrennung reichen „Restholz“, „Grünschnitt“ oder abgestorbene Bäume bei weitem nicht aus. Holzschnitzel und Holzpellets müssen und müssten vermehrt importiert werden – ein durch EU-Subventionen profitables Geschäft, das im kapitalistischen Markt nach Ausweitung schreit: Berichte über das Abholzen ganzer Waldgebiete in USA, Kanada, China, Polen häufen sich. (Ungläubiges Kopfschütteln über Vattenfalls Bemühungen, „Buschholz“ aus Namibia zu importieren und das auch noch als ökologische Maßnahme zum Erhalt der Savanne zu kennzeichnen).

    Insgesamt war die Veranstaltung für uns ein erster Schritt, das relativ neue Problem großindustrieller Holzverbrennung zur Energieerzeugung ins Bewusstsein - auch der Vattenfall- und Siemens-Energy-Belegschaften - zu rücken und das „grüne Mäntelchen“ ein Stück weit zu lüften. Weitere Aktivitäten sollen folgen.

WoodChips Lagerplatz Biomassekraftwerk in USA

  (Bild: Lagerplatz eines "Biomasse"-Kraftwerks in den USA. Nur "Restholz"??)

 

Aktiv gegen Weltkriegsgefahr UG Plakat2022 DIN A4 210x294

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