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Ganz bewusst hatte die Umweltgewerkschaft den Kundgebungsplatz des diesjährigen Weltklima-Aktionstags in Sichtweite des Vattenfall-Kohlekraftwerks an der Grenze der Stadtteile Moabit und Wedding gewählt.

„Rasche Abschaltung des Kohlekraftwerks Moabit und Aufbau einer neuen Strom- und Wärmeversorgung auf Basis von 100% erneuerbarer Energie! Zusätzlich Bau einer Pilotanlage für Kryorecycling von Elektroschrott und Altplastik auf dem Kraftwerksgelände, unter Nutzung der bisherigen Kohle-Schiffsverladeanlagen für den ökologischen An- und Abtransport! Dafür wird die ganze Kraftwerksbelegschaft mit ihrem Knowhow gebraucht!“

Kämpferischer Zusammenschluss von Umwelt- und Arbeiterbewegung zur Rettung des Planeten vor dem Kollaps! - das war ein durchgängige Grundtenor der Kundgebung.

Weltklima Aktionstag Berlin2020 01

Mit einem halben Dutzend Redebeiträgen á 3-5 Minuten hatten wir gerechnet, am Ende wurden es 16!  Darunter auch Redner*innen von Organisationen und Belegschaftsvertreter, von Siemens, Charité, Scientists-For-Future, Jugendverband REBELL+Kindergruppe „Rotfüchse“, Umweltspielplatz Moabit, Initiative Ökologischer Wiederaufbau Rojava, Solidarität International, Arbeiterplattform im Interbündnis, MLPD Berlin.

Weltklima Aktionstag Berlin2020 04

Die Vielfalt der behandelten Umwelt-Themen - persönlichen Selbstveränderung, konkrete Kämpfe in Berlin, internationale Umweltbewegung, Kampf für eine befreite Gesellschaft - das war ein Markenzeichen der Kundgebung. Dazu trugen auch die musikalischen Kulturbeiträge und der interessante Büchertisch des Kulturvereins „people-to-people“, unser eigener UG-Infotisch und die „Stencil“-Aktion des REBELL bei. Etwa 60 dauerhafte und an die 100 zeitweilige Zuhörer*innen sowie viele weitere Spaziergänger und Radfahrer haben die Kundgebung mitbekommen.Weltklima Aktionstag Berlin2020 02Weltklima Aktionstag Berlin2020 03Weltklima Aktionstag Berlin2020 05Weltklima Aktionstag Berlin2020 06

Gabi vom Ortsvorstand hatte sich darauf konzentriert, Passanten am Rande der Kundgebung anzusprechen. Sie berichtet:

Man konnte sehr gut mit den Passanten reden. Die Schließung des Kohlekraftwerkes finden viele richtig, eine brennt darauf, dabei mit zu arbeiten. Viele junge Leute haben Interesse an dem Thema gezeigt. Besonders der Aspekt des Zusammenschlusses der Arbeiter- und der Umweltbewegung hat vielen gefallen. Luftverschmutzung und Corona - auch ein wichtiger Zusammenhang. Von Kryorecycling hatte noch niemand was gehört. Ort und Zeit (14-16 Uhr) haben sich als gut geeignet erwiesen. Immer wieder blieben Menschen stehen - auch längere Zeit - um zu zuhören.“

7 neue Interessenten-Adressen und 1 neues Mitglied für die Umweltgewerkschaft waren vielleicht das wichtigste Ergebnis des Tages.

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