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Pressemitteilung 02.11.2020

Das Schiff mit hochradioaktivem Reaktor-Müll wird am Morgen (ca. 6 Uhr) in Nordenham ankommen. Die darauf befindlichen Castor-Behälter sollen per Zug nach Biblis gebracht werden. Eine mögliche Strecke führt über Bremen.

Hier wird für alle ersichtlich, dass der Ausstieg aus der Atomtechnik nicht vollzogen wird.

Vielmehr ging in Sellafield die Produktion von Atomwaffenmaterial weiter, die Reste werden in ein Zwischenlager verschoben, wo sie nicht für immer bleiben können. Die Suche eines sog. Endlagers wird mit solch banaler Akribie betrieben, dass alle Einsprüche aus der Bevölkerung oder von Antiatom-Initiativen dabei zermürben mögen.

Vielmehr wurden andere Sorten Atommülls wieder aus Gronau nach Russland verschoben, um der Weltmarktproduktion für noch mehr Atom-"Brennstoff" in Gronau und Lingen Platz zu verschaffen.

Vielmehr setzt sich der oberste Polizist Seehofer über jegliche Bedenken hinweg, die der strahlenden Fracht und der unvorbereiteten Gesellschaft gewidmet wurden.

Vielmehr stellen sich Politiker*innen auf Landes- und Kommunalebene für ein paar Wochen tot, um nicht zur Verantwortung gezogen zu werden: weder zu derjenigen Verantwortung, die einem unnützten Atomtransport zu verhindern versucht, noch einer Verantwortung, die angesichts der vielen Katastrophen und Unfälle der Atomtechnik nur scheitern muss.

Ohne Frage werden auch wir (als Zusammenhang verschiedener Antiatom-Gruppen) keine Verantwortung übernehmen (können): weder für mehr Sicherheit, noch für weniger Verkrebsung und Strahlenkrankheit. Weder für den Wahnsinn der Politiker*innen und Ingenieure, noch für die resignative Apathie der Gesellschaft.

Stattdessen versuchen wir weitere Versehrungen der Menschheit zu verhindern, indem wir in den Betrieb eingreifen, wo wir können. Ein Anhalten der Maschinerie, um ihre Zweck- und Menschenwidrigkeit zugleich mit der Möglichkeit des Bruchs mit dieser Maschinerie aufscheinen zu lassen.

In diesem Sinne bleiben die hiesiegen Antiatom-Initiativen mit bundesweiter Unterstützung dabei, den Zug in Oldenburg-Bremen zu stoppen.

Auch Montag und Dienstag dient eine Mahnwache auf dem Bahnhofsvorplatz in Bremen als Treffpunkt für Protestwillige und Mahnung in der Bremer Öffentlichkeit.

Bloc Castor!

P.S.

Viele werden aktiv, siehe

https://castor-stoppen.de/ticker/

https://castor-stoppen.de/aktuelles/

 

P.P.S.

für Activistxs: Stop Castor! - Wie?

- Direkte Aktion: links zu Aktionsvorschlägen oder Ausführungstips

https://we.riseup.net/stopcastor/wie

 

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