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umweltgewerkschaft

Bild: Akademie Ehrenamt / die Verreiser, Chemnitz

Am 19.3.2021 fand 15:00 anlässlich des globalen Klimastreiks eine Kundgebung in Chemnitz am Neumarkt statt. Etwa 50 Personen fanden sich trotz rauen und stürmischen Wetters unter Einhaltung der Coronamaßnahmen zusammen. Unter den Teilnehmern waren neben der Umweltgewerkschaft auch Fridays-, Scientists- und Parents-for-Future vertreten, es gab zahlreiche Redebeiträge. Auch die Umweltgewerkschaft beteiligte sich mit einem wissenschaftlichen Redebeitrag, in dem gezeigt wurde, dass die bisherigen Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz unzureichend sind. Dass die Regierung nicht nur in diesem Bereich untätig ist, zeigt auch die Corona-Krise, die mit der Klimaerwärmung zusammenhängt. Artübergreifende Virusinfektionen nehmen wegen der Klimaerwärmung zu, Warnungen vor potenziellen Virus-Pandemien seit 2003 wurden ignoriert und keinerlei Gegenmaßnahmen getroffen. Statt eines oder wenigen kurzen harten Lockdowns, wie Experten von gefordert, eiert die Regierung seit einem Jahr herum, lässt die Großindustrie offen trotz nachweislich vieler Infektionen am Arbeitsplatz und verteilt noch Geldgeschenke trotz Milliardengewinnen, während viele kleinere Unternehmen nicht überleben. Gleichzeitig sind Großkonzerne für 2/3 der weltweiten Treibhausemissionen verantwortlich. Die Regierung weicht aus, zum einen gibt sie die Verantwortung ab ("Die Verbraucher entscheiden", "Jeder Einzelne muss etwas fürs Klima tun" ...), zum anderen verspricht sie viel, lässt aber keine Tatsachen folgen. Den Ausbau der erneuerbaren Energien behindert sie seit einigen Jahren aktiv, obwohl es bereits heute technisch möglich ist, die Elektroenergie zu 100% erneuerbar zu erzeugen. Auch aus den Redebeiträgen der anderen Teilnehmer zeichnete sich der Konsens ab: "system change, not climate change" - mit der bisherigen Art zu Wirtschaften ist offenbar eine Bewältigung globaler Probleme unmöglich. Die Argumente gegen Klimaschutz folgen in der Regel immer gleichen Mustern: 1. "Die anderen zuerst", 2. "Einschneidender Wandel ist nicht nötig", 3. "Veränderung wird uns schaden", 4. "Wir können sowie nichts mehr tun" (Quelle: Studie Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH) Eine gute Übersicht findet sich unter:

https://www.mcc-berlin.net/fileadmin/data/C18_MCC_Publications/210112_Klima-Ausreden_DE_MCC.pdf

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