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Grußwort von DIE LINKE. Kreisverband Essen

Liebe Freundinnen und Freunden,
 
DIE LINKE. Kreisverband Essen grüßt Euch herzlich zu Eurer Mitgliederversammlung, für die wir Euch solidarisches Streiten und gutes Gelingen wünschen.
 
Noch immer wird "Umwelt" gerne gegen die vermeintlichen "Interessen" der Arbeiterschaft in Stellung gebracht. Durch (fast) alle Parteien zieht sich der Konflikt von Umwelt- und sozialer Gerechtigkeit. Da wird von den "Abgehängten" da und den "grün-urbanen Milieus" da schwadroniert. Doch dieser Konflikt entpuppt bei näherem Hinsehen rasch als Schimäre, denn es geht immer sowohl um Klassen- als auch um Gattungsfragen. Diese Position ist seit mindestens 40 Jahren fester Bestandteil links-emanzipatorischer Kritik.
 
Dass Parteien, die sich mit dem Etikett "grün" schmücken, reichlich elastisch sind hinsichtlich sozialer Problemlagen wissen wir nicht erst seit der Schröder-Fischer-Regierung und der Agenda 2010. Wenn heute die "unteren" 40% der Bevölkerung in Deutschland real weniger in der Tasche haben als vor 20 Jahren, die Einkommen und Vermögen der "oberen" 10% aber immer neue Rekorde erklimmen, dann steht zweifelsfrei fest, dass es ein massives Problem in dieser kapitalistischen Gesellschaft gibt.
 
Es wäre falsch, dies zu ignorieren. Dieser fundamentale Konflikt muss Kern jeder links-emanzipatorischer Agenda bleiben.
 
Es wäre jedoch genauso falsch, die klimatischen und insgesamt ökologischen Folgen kapitalistischen Wirtschaftens zu ignorieren. "Dummerweise" reicht es hier nicht, den Finger auf die eigentlichen Verursacher zu richten. Tatsächlich basiert unser Konsummodell essentiell auf der Ausbeutung von Mensch und Natur. Der ökologische Fußabdruck der allermeisten Menschen in Deutschland ist zu groß und widerspricht unserer Überzeugung einer gesunden Welt auch für unsere Kinder und Enkel.
 
Natürlich ist dieser Fußabdruck umso größer je größer die finanzielle Leistungsfähigkeit ist. Menschen mit höherem Einkommen - grünes Gewissen hin, Bio-Essen her - verursachen deutlich mehr CO 2 Emissionen als Menschen mit geringerem Einkommen. Aber das Partywochenende auf Malle für alle kann kein Ziel links-emanzipatorischer Politik sein. Es muss um faire, d.h. ökonomisch und ökologisch nachhaltige Partizipation jenseits einer kapitalistischen Gesellschaft gehen.
 
In diesem Sinne freuen wir uns auf eine schlagkräftige und parteiübergreifende Politik, die an der Überwindung der Klassenspaltung arbeitet, ohne die grundsätzliche Gattungsfrage aus dem Auge zu lassen.
 
Solidarische Grüße


Bilder Ortsgruppe Essen

Bilder Demo unteilbar Berlin

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