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200501a Kundgebung GE

Das war die beste 1.Mai-Kundgebung, die eindrucksvollste, die ich je erlebt habe“, sagten Teilnehmer nach der vor Gericht mit Eilantrag durchgesetzten Kundgebung, gegen das anfängliche Verbot der Stadt. Alle Gesundheitsmaßnahmen wurden diszipliniert eingehalten: 70 Teilnehmer auf dem Platz und mehr als weitere 70 am Rand. Ein breites Bündnis brachte kämpferische lebendige Beiträge zu vielen aktuellen brennenden Themen, gegen Ausbeutung und Unterdrückung, mit Blick auf die drängenden Fragen in der ganzen Welt, für eine Perspektive in einem echten Sozialismus. Auch die Umweltgewerkschaft brachte einen Redebeitrag zum Zusammenhang von Corona und Umweltzerstörung und auch mit Bezug zu unserem Kampf gegen die regionale Volksvergiftung.

Probst Pottbäcker von der katholischen Kirche sandte einen Gruß an die Teilnehmer. Gänsehaut bekam man durch die Ansprache von Alassa, dem Vertreter der Flüchtlinge, in seiner Empörung über die menschenunwürdigen Zustände in Flüchtlingsunterkünften hierzulande und in den Flüchtlingslagern in Griechenland. Kampfgeist und Solidarität wurden bei allen durch diesen 1. Mai gestärkt.

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Hier die Rede der Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen-Bottrop-Gladbeck:

Herzlichen Glückwunsch, dass dieser 1. Mai regelrecht erkämpft worden ist, gegen den Versuch, demokratische Rechte und Freiheiten auszuhebeln.

Wir erleben zur Zeit, wie in wenigen Wochen weltweit Billionen staatlicher Mittel aufgebracht werden können, hauptsächlich für die sooo notleidenden großen Konzerne – aber eine Vorbereitung auf eine solche weltweite Virus-Pandemie gab es praktisch nicht. Das ist menschenverachtend! – Obwohl es lange vorher genaue Szenarien für eine solche globale Virus-Infektion gab.

Im Gegenteil: Hunderte von Krankenhäusern, Tausende von Betten fielen allein in Deutschland in den letzten 20 Jahren der Privatisierung und der Profitorientierung zum Opfer. Aber das erste, was die Bundesregierung sagte: „wir sind auf die Pandemie bestens vorbereitet“. So eine Lüge!

In vielen Ländern leiden die Menschen sogar unter einer katastrophalen Gesundheitsversorgung. Es ist genau richtig, dass heute am 1. Mai weltweit die Arbeiterbewegung und die Umweltbewegung gemeinsam eine Abrechnung mit dem System des Kapitalismus machen. Mit der Ausbeutung von Mensch und Natur muss endlich Schluss gemacht werden!

Mittlerweile mehren sich immer mehr Hinweise, dass der Corona-Virus nicht einfach vom Himmel fiel. Er hängt eng mit der globalen Umweltzerstörung zusammen:

*mit der Vernichtung ganzer Ökosysteme wird der Lebensraum von Wildtieren eingeschränkt, die Nähe zum Menschen wächst, und damit auch die Gefahr, dass Viren überspringen können,

*durch die zunehmende Luftverschmutzung können sich Viren und Giftstoffe an Feinstaubpartikel binden und leichter in den menschlichen Körper eindringen,

*und die ganze Vergiftung von Luft, Boden, Wasser führt zu immer mehr chronischen Vorerkrankungen und zu weniger Abwehrkräften, was dann bei einer solchen Virus-Pandemie besonders dramatisch wirkt.

In Gelsenkirchen und Umgebung haben wir diese Vergiftung besonders stark. Deshalb kämpfen wir als Umweltgewerkschaft aktiv mit für saubere Luft:

gegen die BP-Ölpellet-Verbrennung und das Abfackeln bei BP, gegen die gefährliche Zechenflutung und gegen die Zentraldeponie Emscherbruch.

Und natürlich auch mit der Jugend gegen die dramatische Klimaerwärmung. Gerade wenn mit Corona alles verdeckt wird, müssen wir dringend über die dramatische Umweltzerstörung, und auch die bestehende Weltwirtschaftskrise, aufklären.

Wir haben mit der Corona-Krise auch große Solidarität erlebt: wie Belegschaften gemeinsam die Gesundheitsmaßnahmen erkämpft haben oder auch die Produktion stillgelegt haben. Wie die Nachbarschaftshilfe gewachsen ist. Welch großen Einsatz die Beschäftigten im Gesundheitswesen, oder die Verkäuferinnen und die vielen anderen leisten. Für diese Solidarität einen ganz großen Beifall. – Aber mit den Herrschenden gibt es keine Zusammenarbeit, wenn sie die Krisenlasten auf die Arbeiterfamilien und die Bevölkerung abwälzen werden! Wir zahlen nicht für die Krise. Stärken wir unsere Organisiertheit, um erfolgreich zu kämpfen! Werdet Mitglied in der Umweltgewerkschaft!

 

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