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Marler Bürgerversammlung gegen Verfüllung und Flutung der Zeche Auguste Victoria

LANDESREGIERUNG GIBT GRÜNES LICHT FÜR ZECHENFLUTUNG – WIDERSTAND GEGEN TRINKWASSERVERGIFTUNG IST HERAUSGEFORDERT

Am 05.09.2018 hat NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart (FDP) dem Unterausschuss für Bergbausicherheit beim Landtag sogenannte
„Ergebnisse gutachterlicher Untersuchungen zum Thema PCB im Rahmen der Abschlussbetriebsplanung für das Bergwerk Auguste Victoria“ vorgelegt. Damit gibt die Landesregierung grünes Licht für die von der Ruhrkohle AG (RAG) geplante Zechenflutung. Das Bergamt soll jetzt den Abschlussbetriebsplan für Auguste Victoria (AV) genehmigen. Doch darüber ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie hier eine regionale Umweltkatastrophe heraufbeschworen wird! Würde es nach der RAG gehen, dann wären die Schächte 3/7 von AV bereits seit 20 Monaten verfüllt und das Grubenwasser auf 600m angestiegen. Bis heute muss jedoch in 1.200m Tiefe gepumpt werden, wozu etwa 200 Kumpel und Monteure täglich auf dem Bergwerk anfahren. Ihre Arbeitsplätze und der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen gehören für uns zusammen. Verdanken ist das allein den Protesten von Bergleuten und Anwohnern, die maßgeblich von der kämpferischen Bergarbeiterbewegung um „Kumpel für AUF“ getragen werden.

Marler Bürgerversammlung gegen Verfüllung und Flutung der Zeche Auguste Victoria

Weitere Neuigkeiten zur Klage gegen die RAG auf Unterlassung der Trinkwasservergiftung durch Flutung der Zechen (03.03.2018)

Im Saarland hat sich eine breite Protestbewegung gegen die von der Ruhrkohle AG (RAG) geplante Flutung der dortigen Zechen entwickelt. Auch hier will die RAG die untertägige Wasserhaltung einstellen und dann in zwei Stufen das Grubenwasser bis zum Überlauf in die Saar ansteigen lassen. Rund 4.500 Menschen haben dagegen Einspruch eingelegt, über 5.000 Unterschriften wurden gesammelt und die Mehrzahl der betroffenen Gemeinden oder Bürgermeister hat gegen die RAG-Pläne Stellung bezogen. In den Protesten finden sich Argumente und Forderungen wieder, die von der kämpferischen Bergarbeiterbewegung, namentlich „Kumpel für AUF“ und weiteren Kräften, im Widerstand gegen die Stilllegung des Saarbergbaus verbreitet wurden. Inzwischen wurden Kontakte zwischen unserer Initiative und Repräsentanten der Proteste an der Saar hergestellt. Eine Zusammenarbeit wird befürwortet und aktuell über den gegenseitigen Besuch von Delegationen beraten.

Auch bei unserer Klage gegen die RAG gibt es positive Neuigkeiten. Das Landgericht Bochum hat vor kurzem ihren Stellenwert höher gehängt und das Verfahren an die große Kammer überwiesen. Bekanntlich klagt in unserem Namen der Anwohner Jürgen Pfeiffer gegen die Verfüllung und Flutung der Schächte des Bergwerks Auguste Victoria. Die RAG soll dazu verurteilt werden „alle Maßnahmen zu unterlassen, die dazu führen, dass PCB oder andere untertägig befindliche Giftstoffe“ nach über Tage und in den Trinkwasserkreislauf gelangen. Wir weisen nach, dass im gegenwärtig noch trocken liegenden Grubengebäude mindestens 6.395 Tonnen giftiger Müll eingelagert wurden sowie große Mengen PCB verblieben sind. Dieses Ultragift ist auch in kleinsten Mengen gesundheitsschädlich und verursacht Krebs.

Allerdings wird auch über Vorhaben der RAG berichtet, hinterrücks vollendete Tatsachen zu schaffen. Vertreter des Unternehmens sollen unter der Hand erklärt haben, ab Juni die Schächte 3/7 von Auguste Victoria zu verfüllen. Offenbar herrscht hier die Bereitschaft, zugunsten der Profitlogik kurzsichtiger Kostenersparnis die Gesundheit und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen im Ruhrgebiet aufs Spiel zu setzen. Zugleich wird damit die Existenz von 70 überwiegend jungen Bergleuten bedroht, die gegenwärtig noch Grubengebäude und Pumpen instand halten. Wir treten für die Arbeitsplätze und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ein. Gegenüber der RAG ist und bleibt Wachsamkeit angesagt.

Zur Finanzierung unserer Klage sind zahlreiche neue Spenden eingegangen, für die wir uns herzlich bedanken. Es musste ein Vorschuss von 5.495,00 € bei Gericht eingezahlt werden, um überhaupt das Recht auf unsere Klage wahrnehmen zu können. Dass derartige Summen persönlich aufgebracht werden müssen, ist eine undemokratische Einschränkung und Behinderung. Aktuell beträgt der Spendenstand 2.238,46 €. Es besteht also noch Bedarf, unser Spendenkonto weiter aufzufüllen (Inhaber: Wolfgang Göller, IBAN: DE04426610080107915200, BIC: GENODEM1MRL, Verwendungszweck: Klage gegen RAG).

Kontakt: Wolfgang Göller (Sprecher der Bürgerversammlung)
Körnerstraße 8
45772 Marl
Mobil: 0170 4017765
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bürgerversammlung am Donnerstag, den 10. August, um 19 Uhr in der Gaststätte „Altdeutsche Stuben“, Hülsstraße 34, 45770 Marl.

Zitat aus der Einladung: 170810_einladung_zur_buergerversammlung_in_marl

Der Widerstand gegen die Verfüllung der Schächte und Flutung des Bergwerks AV geht in die nächste Runde. Unser Rechtsanwalt Kuhlmann hat zusammen mit Betroffenen und Experten den Klagetext gegen die RAG fertiggestellt. Die RAG soll dazu verurteilt werden, alles zu unterlassen, wodurch das untertägig verbliebene Ultragift PCB und der eingelagerte Giftmüll in den Trinkwasserkreislauf gelangen können. Außerdem soll die RAG dazu verpflichtet werden, diese Stoffe auf ihre Kosten fachgerecht zu entsorgen. Detailliert wird Beweis angetreten, dass die von der RAG geplante Anhebung des Grubenwasserspiegels – von jetzt noch 1.100 Meter Teufe auf 500 Meter – die Lebensgrundlagen der Bevölkerung im ganzen Ruhrgebiet bedroht. Die Klage wurde nun beim Landgericht Bochum eingereicht. Aus diesem Anlass laden wir ein zu unserer nächsten Bürgerversammlung am Donnerstag, den 10. August, um 19 Uhr in der Gaststätte „Altdeutsche Stuben“, Hülsstraße 34, 45770 Marl. Der öffentliche Druck auf die Umweltverbrecher des Autokartells hat kürzlich erreicht, dass die Stadt Stuttgart gerichtlich zu Maßnahmen gegen die gesundheitsschädlichen Stickoxide aus Dieselautos verurteilt wurde. Das ist ein gutes Signal auch für unser Anliegen. Auf der Versammlung wollen wir gemeinsam unser weiteres Vorgehen und die Öffentlichkeitsarbeit beraten, auch die Vorfinanzierung der Klage. Zuvor findet um 17 Uhr an gleicher Stelle eine Pressekonferenz statt, bei welcher die Klage vorgestellt wird. Für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen! Die Umweltverbrecher müssen zur Rechenschaft gezogen werden!

Liebe Umweltfreundinnen und Umweltfreunde,

auch in diesem Jahr stehen wieder viele umweltpolitische Fragen und spannende Aktionstage an: Die Umweltgewerkschaft ist gefragt!

Gerne würden wir euch alle mal wieder sehen. Ich lade euch daher herzlich zu unserem nächsten Treffen ein.

Ausnahmsweise treffen wir uns nicht am ersten Wochenende des Monats, sondern am Freitag, den 17.02. Wir treffen uns um 19 Uhr wie immer im Scherlebeck's im Haus Berger, Scherlebecker Str. 349, 45701 Herten.

Schwerpunkt unseres Treffens werden die aktuellen Entwicklungen in Sachen Giftmüll und PCB unter Tage sein. Unter anderem ist mittlerweile das durch die Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten veröffentlicht.

Zudem ist von der Bürgerversammlung gegen die Verfüllung und Flutung von Aufuste Victoria in Marl eine öffentliche Aktion zur Einreichung der Klage gegen die RAG geplant. Bei unserem Treffen sollten wir beraten, wie wir diese aktiv unterstützen können.

 

Im Anschluss an unsere Diskussion können wir dann einfach noch ein bisschen gemütlich zusammensitzen.

Wir freuen uns auf euch!

 

Zum Weltklimatag 2016 rufen wir auch in Recklinghausen zu einer gemeinsamen Aktion auf.

Bei unserem Vorbereitungstreffen haben wir einige Rahmenbedingungen vereinbart.
Von 11 bis 13 Uhr möchten wir auf dem Alstadtmarkt in Recklinghausen zu einer gemeinsamen Kundgebung einladen.

Wir rufen euch auf: Kommt am 12.11. nach Recklinghausen!
Im Vest haben wir mittlerweile über 30 Mitglieder und etwa 50 weitere Umweltfreundinnen und Umweltfreunde.Wir zählen auf euch, damit die Umweltgewerkschaft unübersehbar in Erscheinung treten kann.

Es gibt viele tolle Aufgaben: Unseren Infotisch aufbauen und/oder betreuen, die Umweltgewerkschaft unter den Menschen bekannt machen, ob am Mikrofon oder in Gesprächen, Flugblätter verteilen, Spenden sammeln oder einfach dabei sein und in unseren schönen auffälligen grünen Warnwesten die Umweltgewerkschaft lebendig machen. Die Aktion ist auch eine  Möglichkeit, sich einfach mal wieder zu sehen, weiter kennenzulernen und gemeinsam aktiv zu sein. Jeder, der Zeit hat, sollte bei der Aktion dabei sein.

Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft in einer intakten Umwelt!

Das geht jeden etwas an! Kommt zum Altstadtmarkt und stärkt den Protest.