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Kontakt: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstraße 36, 70563 Stuttgart
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FridayForFuture kaempferische StimmungUnsere Zukunft unsere Entscheidung

Mehr als 1000 Schüler kamen am 15.02.2019 zur Fridays-for-Future-Demonstration in der Landeshauptstadt. Es gab wieder viele inhaltsreiche und emotionale Reden, in denen es schwerpunktmäßig um Feinstaub, den sofortigen Ausstieg aus der Kohleverbrennung und um ein besseres Bildungssystem ging. Noch sind die Forderungen nach einem sofortigen Ausbau der Regenerativen Energien sehr vereinzelt.
Wichtig waren wieder die Proteste gegen Disziplinarmaßnahmen durch Schulverweise. Diese könnten nicht angehen, wenn es bei den Demos um die Zukunft aller und die Liebe zum Leben gehe. Passend dazu sang Courtier von Band Actio Grenzgänger vom „Aufstand der Jugend“. Danach ging es vom Marktplatz rüber zu einer Lärmminute auf den Schlossplatz, einem „die-in“ vor dem Kultusministerium, dann zum Wirtschaftsministerium und auf den Rotebühlplatz, wo wieder gelärmt wurde nach dem skandierten Motto „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“

Verkehrswende auch im schönen Hohenlohischen

- ein spannender Vortrag mit Jochen Schaaf

(Umweltgewerkschaft Stuttgart)

Flyer Verkehrswende NaturFreunde

messeflyer gwt stuttgart FrontUmweltgewerkschaft Stuttgart dieses Jahr auf der Messe

"Green World Tour" 23. bis 24.02.2019.

Besucht uns in der Arena Messestand 83.

 

Download Flyer GWT Stuttgart

Friday for future Demo 1Die mit ca. 500 Schülern gut besuchte Kundgebung und Demonstration war wieder voller Power. Auf den Fotos die Demo vom letzten Freitag (8.2.2019) durch Stuttgarts Innenstadt.
Die Kohlekraftwerke sind die größten Emittenten von CO2, einem gefährliche Treibhausgas, das unsere Erde anheizt und das Klima kaputt macht. Sie tragen damit entscheidend dazu bei, die Zukunft der Jugend zu zerstören.
In 2016 produzierten in Deutschland 106 Großkraftwerke Strom aus Braun- oder Steinkohle teilweise auch mit Gas. Alle Kohlekraftwerke haben eine garantierte Laufzeit von 30 Jahren.
Friday for future Demo 2In Ba Wü gibt es noch 9 Kohle-Kraftwerks-Komplexe und ein AKW.
Eines der letzten wurde in Mannheim gegen einen breiten Protest, quer durch die Bevölkerung, gebaut. Der Versuch, durch ein Bürgerbegehren den Bau (Neubau Block 9) zu stoppen, misslang, da bis zum Ablauf der sehr knappen Frist am 6. August 2008 nur etwa 16.500 der 20.000 benötigten Unterschriften zustande kamen.
Im September 2015 wurde der Block dann offiziell in Betrieb genommen. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) bezeichnete dabei den neuen Block als wichtig für die Versorgungssicherheit. Er trage zum Gelingen der Energiewende bei.[zitiert nach wikipedia]
Warum sagt ein grüner Umweltminister so was? Zum Gelingen der Energiewende gehört der Ausbau von Regenerativen Energien und deren Speicherung. Hier gehören die Millionen und Milliarden rein gesteckt und nicht in den Ausbau der umweltschädlichsten Kraftwerke.
Zusätzlich zu dem 106 Kraftwerken kommen noch ca. 80 Müllverbrennungsanlagen, die ebenfalls wesentliche CO2 Schleudern sind, da Müll wie man weiß von sich aus eigentlich nicht brennt.
Dazu kommen noch 53 Zementwerke und 30 Stahlwerke ebenfalls führend beim CO2 Ausstoß.
Friday for future Demo 3Was bei der Kohle- und Gasverstromung die Regenerativen Energien sind, ist bei der Stahlproduktion das Finex-Verfahren. Es ist längst entwickelt. Ein solches Werk steht jedoch nicht in Deutschland sondern in Südkorea.
Vor der Kundgebung sagte ein AfDler zu Schülern, sie sollten nach hause gehen. „Warum soll immer Deutschland den Vorreiter machen, andere Länder verschmutzen doch viel stärker die Umwelt“. Dem Klima ist dies egal. Es ist international und kennt keine Landesgrenzen. Deshalb muss unser Protest auch international sein.
Für alles Schädliche gibt es bereits umweltfreundliche Technologien. Aus Profitgründen müssen sie bei den Konzernen hinten anstehen, bis die Laufzeiten erfüllt sind. Egal ob die Erde verbrannt und eure Zukunft verbaut ist.
Lasst euch das nicht gefallen. Mobilisiert und organisiert den Widerstand gegen diese mächtigen Gegner.
Lassen wir uns nicht aus einander dividieren oder spalten. Nur wenn wir eine überlegene Kraft werden können wir die Konzerne zwingen neue Umweltfreundliche Technologien anzuwenden und die verschmutzte und vergiftete Erde wieder sauber zu machen. Ein System das nicht taugt muss weg. Für unsere Zukunft brauchen wir was grundsätzlich besseres.

Deswegen:
Weltweiter aktiver Widerstand gegen die drohende globale Umweltkatastrophe!

• Aktiver Umweltschutz im Kampf gegen die Profitwirtschaft! Beseitigung der Umweltschäden auf Kosten der Verursacher!
• Schrittweises und dann vollständiges Ersetzen fossiler Brennstoffe durch regenerative Energien! Energiegewinnung vor allem aus Sonne, Wind, Wasser und Bioabfällen! Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2030 und nicht am Sanktnimmerleinstag!
- Für das Recht auf Streik für Klima und Umweltschutz auch an Schulen!

 

Abb Heilbronner Schueler innen

Der Kohleausstieg ist Goldregen für die Energiekonzerne und eine Katastrophe für das Klima

Liebe Schüler,

der Ausstieg aus der Kohleverbrennung bis 2038, also erst in 20 Jahren, ist viel zu spät. Das 1,5- bzw. 2-Grad-Ziel einer Erderwärmung ist so nicht zu halten. Eure Zukunft wird versaut und zunehmend ruiniert.
Warum soll der Kohleausstieg so lange warten? Weil die bestehenden Kohlekraftwerke sehr profitabel sind und noch lange Laufzeiten haben. Also wieder einmal Maximalprofit vor Umweltschutz!
Gleichzeitig werden weiter Kohle- und Atomstrom in einem Umfang produziert, als gäbe es überhaupt keinen Grünstrom. Der Grund: RWE, E.ON, EPH (früher Vattenfall) und EnBW verdienen am Export der riesigen Erzeugungsüberschüsse.

Ohne Kohleverstromung wäre die Energieversorgung nicht gesichert. Das ist eine Lüge. Deutschland produziert wie nie zuvor Strom und exportiert Strom in andere Länder.

Abb UG spricht zu fridysforfuture Schuelerinnen

 

Unternehmerverbände geben sich besorgt: "Ein überhasteter Ausstieg aus der Kohleverstromung muss ausgeschlossen werden, da sonst Wohlstand und Arbeitsplätze gefährdet sind."

Seit wann kümmern sich die Unternehmerverbände um unseren Wohlstand? Sie kümmern sich auch nicht um Eure Zukunft. Der Billiglohnsektor in Deutschland ist einer der größten in Europa. Dann wäre es für die Unternehmer doch einfacher, sie würden Hartz IV und Leiharbeiter abschaffen. Aber das würde auf ihre Profite gehen.

Um die Energieversorgung mit Regenerativen Energien zu sichern braucht es Stromspeicher. Dies ist seit 20 Jahren bekannt. Und wieder werden die Milliarden € nicht in die Entwicklung der Speicher gesteckt. Da könnten 10 mal mehr Arbeitsplätze geschaffen werden als durch die Stilllegung der Kohlemeiler verloren gehen.

Abb Jugend huepft fuer climate justiceAuch können Arbeitsplätze geschaffen werden für die Stilllegung, Rückbau, Renaturierung und für die Regulierung dauerhafter Schäden. Dabei geht es etwa um das Absenken von Grundwasserspiegeln durch die Braunkohlenutzung oder die Sulfat- und Eisenocker-Probleme in der Lausitz.

Nein! Die Milliarden sind die Entschädigung für entgangenen Profit, ähnlich wie bei den Atomkraftwerken. Und immer steht der Profit vor dem Schutz der Menschen und der Natur.

Der Erhalt des umkämpften Hambacher Wald sei "wünschenswert". Wir brauchen jedoch die Wälder um CO2 kompensieren zu können. Der Hambacher Wald muss erhalten werden. Keine Rodung wegen Maximalprofit!

Schüler lasst Euch das nicht gefallen!

Kapitalistische Ökonomie und Ökologie passen nicht zusammen.
Entweder macht uns Kapitalismus kaputt oder wir schaffen den Kapitalismus ab!

Deswegen weiter kämpfen und organisieren!

Gebetsmühlenartig behauptet die Grün/Schwarze Landesregierung sie müsse sich an die von der Grün/Roten Landesregierung veranstaltete Volksabstimmung halten. „Der Käs isch gessa“ behauptet Kretschmann seitdem.

190124 Homepage Karikatur Quorum S21 serveimage

2011 wurde eine Volksabstimmung zu der Frage durchgeführt, ob das Land Baden-Württemberg seine Beteiligung am Projekt Stuttgart 21 kündigen sollte. Es wurde also nicht abgestimmt, ob das Bahnprojekt S21 ein für Stuttgart sinnvolles Projekt ist oder nicht.
Zwar hat sich bei der Abstimmung eine Mehrheit gegen die Kündigung ausgesprochen. Doch dieses Ergebnis hat schon deshalb keine Rechtswirkungen, weil zu wenige Wahlberechtigte abgestimmt haben und das sogenannte Quorum nicht erreicht wurde. Dieses war absichtlich sehr hoch angesetzt.
Damals wurde über die wahren Kosten getäuscht und ein Höchstbetrag von 4,526 Milliarden Euro zur Grundlage gemacht. Die Kosten sind aber schon jetzt nach dem Eingeständnis der Bahn auf mindestens 8,2 Milliarden Euro explodiert. Die Probleme des Brandschutzes sind noch nicht gelöst. Keiner weiß was dies alles Kosten wird.
Damals wurde landesweit behauptet, das Projekt wäre schon zu weit fortgeschritten, um es noch stoppen zu können. Das kann man heute noch.
Damals wurde behauptet, der neue Tiefbahnhof hätte dieselbe Kapazität wie der alte. Kann er aber gar nicht, denn ein 16 gleisiger Kopfbahnhof hat immer eine höhere Kapazität wie ein 8 gleisiger Tiefbahnhof.
Bei einer Kundgebung gegen S21 am 7.7.2018 vor dem Hauptbahnhof sprach unter anderen auch die ehemalige Bundesministerin für Justiz und Ordnung unter Gerhard Schröder, Frau Herta Däubler-Gmelin. Sie sagte: „Es kann sich niemand mehr darauf berufen, die Volksabstimmung könnte Grundlage oder auch nur ein politisches Mäntelchen für irgendeinen Auftrag sein. Die ganze Abstimmung ... beruhte auf falschen Angaben, die entweder mit der Absicht der Täuschung von Anfang an verfälscht wurden oder die jedenfalls der Volksabstimmung die Grundlage entzogen haben, wenn später relevante, nicht kalkulierte Veränderungen hinzugekommen sein sollten. Es geht aber auch um die missbräuchliche Verwendung öffentlicher Gelder ... Unser Strafgesetzbuch bezeichnet so ein Vorgehen als Untreue." (zitiert aus Bürgerinnenbrief 387 „der Anstifter" vom 9. Juli 2018).

Zehntausende Schülerinnen und Schüler, Studierende und Azubis beteiligten sich bereits an Unterrichtsboykotten und Protesten in ganz Deutschland.
So auch in Stuttgart. Ihr Anliegen ist einfach: Sie wollen nicht in der drohenden Klimakatastrophe untergehen.

Schuelerstreik in Stuttgart

Die Herrschenden dieser Welt mit ihren willfährigen Regierungen tun so, als sei dieses Problem bei ihnen in guten Händen. Doch nicht die wieder einmal gescheiterte UN-Klimakonferenz zeigt: Im gnadenlosen Konkurrenzkampf wollen und werden sie keine wirksamen Maßnahmen ergreifen, um unsere Erde zu schützen. Im Gegenteil! Die kapitalistische Profitwirtschaft zerstört mutwillig und gesetzmäßig die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit.
Das spüren viele Schüler und machen sich auf den Weg. Aber was tun? In Stuttgart war folgendes Schild auf der Demo zu sehen: „Wir zahlen euch die Rente und ihr gebt uns den Krebs.“ Als Sprecher der Umweltgewerkschaft Stuttgart konnte ich bei der Kundgebung sprechen. Ich ging auf dieses Problem ein. Wir alte Umweltkämpfer haben leider trotz Jahrzehnte langem Kampf gegen die Umweltverbrecher in den Konzernetagen den CO2 Ausstoß nicht reduzieren können. Trotz unseren Bemühungen steigt die Erderwärmung kontinuierlich. Woran lag das? Weil wir noch zu zersplittert und uneins sind, weil die Umweltbewegung sich noch von der Arbeiterbewegung fern hält und anders herum. So können wir zu keiner überlegenen Kraft werden. Deshalb haben wir vor vier Jahren die Umweltgewerkschaft gegründet. Eine kämpferische Organisation die sich gegen die Hauptverursacher der drohenden Klima- und Umweltkatastrophe weltweit aufstellt und kämpft.
Lasst uns zusammen gehen: Ihr mit eurem Mut und Kampfkraft und wir mit unseren Erfahrungen der bisherigen Kämpfe. Nur Jung und Alt zusammen können wir es schaffen. Kampf zur Rettung der Umwelt braucht mehr Klarheit und Organisiertheit. Deshalb rufen wir dazu auf, sich an den Protesten des #Fridaysforfuture zu beteiligen.

 
 
 
 

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