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Kontakt: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstraße 36, 70563 Stuttgart
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fff 20 03 2019 Courage und UG

Wir sind begeistert von der länderübergreifenden Jugendbewegung für Umwelt- und Klimaschutz.

Greta Thunberg hat gesagt: „Wenn die Lösungen in diesem System so unmöglich zu schaffen sind, sollten wir das System selbst ändern!“
Und weiter: „Wir sind nicht hier her gekommen, um die Weltelite anzubetteln. Sie hat uns in der Vergangenheit ignoriert und wird das auch zukünftig tun. (…) Die wahre Macht liegt bei den Menschen!“

Es gibt ständig neue Erkenntnisse über die Verschärfung der Klimakrise. Trotzdem wird die Energie- und Verkehrswende von den Verantwortlichen seit 20 Jahren verschleppt. Wohlgemerkt: vor 20 Jahren stellten die Grünen für sieben Jahre den Umweltminister.

Das letzte baden-württembergische Kohlekraftwerk wurde 2015 von dem grünen Umweltminister Franz Untersteller in Betrieb genommen. Auch heute noch wird verschleppt: Zuletzt beim Kohlekompromiss, der für uns unannehmbar ist. Profit geht denen vor Umwelt- und Klimaschutz. Die Bewegung Fridays for Future zeigt die Empörung darüber.

Einige werten das gern als Generationenkonflikt ab und wollen uns weismachen, dass es reicht, wenn jede*r umweltbewusst und nachhaltig lebt. Die Rodung des Hambacher Waldes konnte nur durch kämpferischen Massenprotest gestoppt werden.

Die Unterrichtsboykotte, Kundgebungen und Demonstrationen drücken aus: Entscheidende Änderungen müssen gegen die Herrschenden durchgesetzt werden und wir müssen uns dafür zusammenschließen.

190310 Plakat NeckarwestheimEnergiewende jetzt statt Atom und Kohlestrom.

Trotz Sturmwarnungen und Regen kamen ca. 500 AKW-Gegner nach Kirchheim am Neckar. Das war beachtlich.
Nein wir lassen uns nicht einschläfern, Atomkraft ist nicht beherrschbar und den Atomstrom braucht niemand außer den Profiten der Betreiber. Atomstrom verstrahlt Mensch und Natur. Bei der Herstellung der Brennstäbe werden gigantische Umweltverbrechen getätigt und jede Menge CO2 erzeugt. Atomstrom ist nicht sauber und keine Alternative zur Kohleverstromung.
Es ist typisch kapitalistische Produktion: Es wird produziert und produziert und keiner weiß wohin mit dem strahlenden Atommüll. Und die Menschheit muss noch in 10.000 Jahren für die Sicherheit sorgen und nicht der Hersteller oder Betreiber.

Deswegen alle Atomkraftwerke und Atomfabriken sofort, weltweit und auf Kosten der Betreiber stilllegen!

Kohlekraftwerke schnellstmöglich vom Netz!

Rasche und vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien!

Christoph Kutzer, 11.03.2019 in den Stuttgarter Nachrichten

Mehr sozialer Wohnungsbau soll her - Eine Montagsdemo fordert soziales Denken im Wohnungsbau.

Bezahlbaren Wohnraum erhalten

Rund 40 Demonstranten finden am Montag auf dem Schlossplatz, dass die Stadt zu viele Grundstücke an Investoren verkauft und zu wenige Sozialwohnungen bauen lässt.

Foto: Lichtgut/Leif-H.Piechowski

Stuttgart - „Wir sind als Mieter nur Ware“, ereifert sich Antonietta Ferri. Im Zweifelsfall säßen die Wohnungseigner immer am längeren Hebel. Auf der Montagsdemo zum Thema bezahlbarer Wohnraum, Wohnungsnot und Immobilienspekulation, zu der sich rund 40 Teilnehmer auf dem Schlossplatz versammelt haben, fordert die zweifache Mutter, die derzeit auf Wohnungssuche ist, vehement, die Stadt müsse mehr für den sozialen Wohnungsbau und gegen Leerstand tun. Die jüngste Hausbesetzung in der Forststraße 140 begrüßt sie als wichtiges Signal. Der Beifall der übrigen Teilnehmer zeigt: Sie steht damit nicht allein.

Beispiele verfehlter Wohnbaupolitik
Jochen Schaaf von der Umweltgewerkschaft Stuttgart nutzt ebenfalls die Gelegenheit, das für Redebeiträge offene Mikrofon zu ergreifen. Man tue zu wenig, um das Zweckentfremdungsverbot durchzusetzen, stellt er fest. Die CDU, die heute gerne vor „kalter Enteignung“ warne, solle sich endlich erinnern, dass sie das Gesetz selbst mit verabschiedet habe.
Der Wegfall von Wohnraum im Zuge des Allianz-Neubaus in Vaihingen wird ebenso als Zeichen einer verfehlten Politik angeführt wie der Abriss von Personalwohnungen des Cannstatter Klinikums. Die neuen Unterkünfte seien für viele Mitarbeiter nicht mehr erschwinglich, so Ferri. Auch bei Sanierungsmaßnahmen komme es zu Mietsteigerungen, die bestehen blieben, wenn sich die Sanierungskosten für den Eigentümer längst amortisiert hätten. Die Stadt wurde aufgefordert, den Ausverkauf städtischer Grundstücke an Investoren zu stoppen und den mietpreisgebundenen, sozialen Wohnungsbau zu forcieren.

FridaysForFuture 22 02 2019

Friday for future am 22.2.2019:

Heute war der Meinungsaustausch bei der wöchentlichen Kundgebung vor dem Stuttgarter Rathaus wieder voll entfaltet. Es ging hin und her. Während die Seite der Veranstalter mehr auf Parolen wie „Was wollen wir? Climate justice“ orientierten und alle Kundgebungsteilnehmer mit riefen „Climate justice“ war der Gegenpol diesmal ein junger Anarchist der begeistert in die Menge rief: „Brecht die Macht der Banken und Konzerne!“ und wieder riefen alle begeistert mit.
Sehr viele Jugendliche sind hin und her gerissen von den vielen Meinungen, Parolen und Losungen. Was ist das überhaupt „Climat justice“ und kann es so was überhaupt geben? Eine klimagerechte Emissionspolitik würde es vielen Entwicklungsländern erlauben, ihren Treibhausgas-Ausstoß zum Teil erheblich zu steigern. Für die Hauptverursacher des Klimawandels, die industrialisierten Nationen, würde dies hingegen einer Reduktion um bis zu 95 Prozent gleichkommen. In Wirklichkeit sind es nicht die industriellen Nationen, sondern Chemiekonzerne, Stahlkonzerne, Müllverbrennungsanlagen, Energiekonzerne die Kohleverstromung betreiben usw.
Angela Merkel ist Anhängerin von „Climate justice“. Wollen wir tatsächlich mit ihr in einem Boot sitzen? Wollen wir tatsächlich mit einer gerechten Emissionspolitik in die Klimakatastrophe? Nein!
Aus dieser Idee der „climate justice“ folgte der Emissionshandel. Und seit es ihn gibt, steigen die CO2 Werte beständig und gewaltig.
Aus der Forderung nach Klimagerechtigkeit blasen die in der Zwischenzeit groß gewordenen imperialistischen Länder China und Indien riesige Mengen an CO2 in die Luft und zerstören unser Klima.
Da hört sich doch die Losung „Brecht die Macht der Banken und Konzerne!“ gleich viel besser an. Doch dazu reichen die freitäglichen Demos und Kundgebungen nicht. Dazu bedarf es einer international verbundenen und kämpferischen Umweltgewerkschaft.

Was wir in letzter Zeit gemacht haben:

Umweltgewerkschaft Stuttgart auf der Messe Autarkia in der Kulturarena in Stuttgart-Wangen

Es waren überwiegend junge Menschen auf der Messe, die sehr viel vorstellte und anbot von der Naturkosmetik zu Kinderbüchern über Naturschutz, von den Stadtwerken zu ökologischen Bauwerken und natürlich auch Umweltorganisationen wie die Tierschutzpartei oder die Umweltgewerkschaft. Die Messe war gut besucht.
Wir hatten sehr viele Gespräche mit dem jungen Publikum. Unser Grundgedanke (Umwelt und Arbeiterbewegung) fand breite Zustimmung. Unser Umsatz war entsprechend ganz zufriedenstellend.
Wir hatten als Stand-Schwerpunkt das Thema „Plastikmüll“ und „Kryo-Recycling statt Müllverbrennung“, was auf großes Interesse stieß. Nur sehr wenig Besucher kannten das „KryoRecycling-Verfahren“ und viele stellten spontan die Frage: „Wenn es doch so gut ist, warum hat es sich dann nicht schon längst durchgesetzt?“. Ökologisch sinnvolle und energetisch günstige Verfahren setzen sich in einer Welt der Warenwirtschaft leider nicht spontan gegen Profitinteressen durch. Ein Vergleich mit dem Dieselskandal machte dies schnell anschaulich. Echtes Recycling ist in der Natur ein Grundprinzip. So können z.B. Spinnen ihre Spinnfäden wieder auffressen und damit recyceln.
Sogenanntes "thermisches Recyceln" oder „thermische Verwertung“ in der Müllverbrennung ist dagegen eine Volksverdummung, weil hierbei Ressourcen vernichtet werden und unzählige Schadstoffe entstehen, neben Unmengen von CO2 – Hauptsache, der Profit stimmt!
Zwei Tage auf der Messe sind natürlich auch sehr anstrengend. Aber mit der Unterstützung von 9 Umweltgewerkschafter/Innen ging alles viel leichter
und wir konnten sogar zwei neue Mitglieder gewinnen.

 

Friday for Future - Unsere Zukunft unsere Entscheidung

Mehr als 1000 Schüler kamen am 15.02.2019 zur Fridays-for-Future-Demonstration in der Landeshauptstadt. Es gab wieder viele inhaltsreiche und emotionale Reden, in denen es schwerpunktmäßig um Feinstaub, den sofortigen Ausstieg aus der Kohleverbrennung und um ein besseres Bildungssystem ging. Noch sind die Forderungen nach einem sofortigen Ausbau der Regenerativen Energien sehr vereinzelt.
Wichtig waren wieder die Proteste gegen Disziplinarmaßnahmen durch Schulverweise. Diese könnten nicht angehen, wenn es bei den Demos um die Zukunft aller und die Liebe zum Leben gehe. Passend dazu sang Courtier von Band Actio Grenzgänger vom „Aufstand der Jugend“. Danach ging es vom Marktplatz rüber zu einer Lärmminute auf den Schlossplatz, einem „die-in“ vor dem Kultusministerium, dann zum Wirtschaftsministerium und auf den Rotebühlplatz, wo wieder gelärmt wurde nach dem skandierten Motto „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“

Die Umweltgewerkschaftsgruppe Stuttgart
unterstützt die Proteste der Schüler jeden Freitag!
Freitags: 11 Uhr vor dem Rathaus Stuttgart

 

Seit Wochen tobt der Meinungskampf um die Folgen des Dieselskandals in Firmenhallen und auf der Straße und wir treten mit unseren Forderungen offensiv auf:

Von FDP, über CDU und AfD bis zum Zentrum Automobil machen die „Diesel-Skeptiker“ mobil gegen die Dieselfahrverbote. Wir Umweltgewerkschafter greifen in diese Debatte ein. Wir brauchen Mobilität in den Städten, wir brauchen jedoch auch saubere Luft für die Menschen die in der Stadt leben und arbeiten. Schon lange vor den Dieselfahrverboten forderten wir die Bestrafung der Dieselbetrüger in den Chefetagen der Konzerne und die Entschädigung der betrogenen Dieselkäufer. Nachrüstung mit einem brauchbaren Katalysator auf Kosten der Konzerne. Damit jeder an seinen Arbeitsplatz schnell, pünktlich und unentgeltlich kommen kann, fordern wir den schnellstmöglichen Ausbau des ÖPNV und die Benutzung zum Nulltarif.

 

Was haben wir als Nächstes vor?

Jahrestag Fukushima in Neckarwestheim

Anlässlich des Jahrestages der Fukushima Katastrophe am 11.3. fahren wir zu der Demo gegen das AKW in Neckarwestheim. Diese findet dieses Jahr am 10.3. statt. Wir von der Umweltgewerkschaft mobilisieren dort hin und bringen unsere Forderungen dort auf die Straße.

Wir fordern:

  • Sofortige weltweite Stilllegung und Entsorgung aller Atomanlagen auf Kosten der Betreiber!
  • Verbot und Vernichtung aller atomaren, biologischen und chemischen Waffen!
  • Beseitigung von Umweltschäden auf Kosten der Verursacher*innen!

Wer mit der Umweltgewerkschaft mitfahren will, meldet sich bis 8. März unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Unsere weiteren Aktivitäten:

    10.03. Teilnahme am Fukushima-Jahrestag in Neckarwestheim

    11.03. Ortstreffen: Frauenbewegung und Umwelt – eine Chance!

    06.04. Faschistisches Gedankengut“ Undercover im Naturschutz unterwegs 17 Uhr ABZ Süd

    08.04. Ortstreffen: Umweltschutz und Arbeitsplätze

    01.05. Teilnahme an DGB Kundgebung und Demonstration

    05.05. Besuch und Führung im Travertinpark in Stuttgart Bad Cannstatt - Treff: 14 Uhr Haltestelle Kraftwerk Münster U14.

    13.05. Ortstreffen mit dem Thema: Europa- und Kommunalwahlen

    08./09.06. Teilnahme am Pfingstjugendtreffen in Truckenthal Thüringen

    17.06. Ortstreffen: Brennstoffzellenantriebe

    06.07. Teilnahme am Neckarfest (ABZ Süd)

    08.07. Ortstreffen - Unsere Ortstreffen beginnen immer um 19 Uhr.

     

    Mach mit und werde Mitglied in der Umweltgewerkschaft!

    www.umweltgewerkschaft.org


    V.i.S.d.P: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstr. 36 70563 Stuttgart

    Vortrag und Diskussion mit Yannick Passeick - Bildungsreferent Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) NaturFreunde Deutschlands mit Frauenverband Courage und Umweltgewerkschaft Stuttgart

    Samstag 06. April 2019, 17 Uhr

    Die Faschisten machen sich breit in der Umweltbewegung. Sie benutzen diese Thematik, um ihre faschistischen Inhalte zu verbreiten: Naturschutz nur für Deutsche oder deutsches Blut auf reiner Erde...
    Durch den Vortrag und die Diskussion sollen die TeilnehmerInnen sensibilisiert werden für die historischen und die aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit faschistischen Ideologien.

    Eintritt: 10,-/7,- €

    Bruckwiesenweg 10
    70327 Stuttgart-Untertürkheim
    Telefon 0711/3360703
    www.abzsued.de

    UG im Gespraech am Stand der UG AutarkiaEs waren überwiegend Junge Menschen auf der Messe, die sehr viel vorstellte und anbot, von der Naturkosmetik zu Kinderbücher über Naturschutz, von den Stadtwerken zu ökologischen Bauwerken und natürlich auch Umweltorganisationen wie die Tierschutzpartei oder die Umweltgewerkschaft. Die Messe war gut besucht.
    Wir hatten sehr viele Gespräche mit dem jungen Publikum. Unser Grundgedanke (Umwelt und Arbeiterbewegung) fand breite Zustimmung. Unser Umsatz war entsprechend ganz zufriedenstellend.
    Wir hatten als Stand-Schwerpunkt das Thema „Plastikmüll“ und „Kryo-Recycling statt Müllverbrennung“, was auf großes Interesse stieß. Nur sehr wenig Besucher kannten das „Kryo-Recycling-Verfahren“ und viele stellten spontan die Frage: „Wenn es doch so gut ist, warum hat es sich dann nicht schon längst durchgesetzt?“. Ökologisch sinnvolle und energetisch günstige Verfahren setzen sich in einer Welt der Warenwirtschaft leider nicht spontan gegen Profitinteressen durch. Ein Vergleich mit dem Dieselskandal machte dies schnell anschaulich. Echtes Recycling ist in der Natur ein Grundprinzip. So können z.B. Spinnen ihre Spinnfäden wieder auffressen und damit recyceln. Sogenanntes "thermisches Recyceln" oder „thermische Verwertung“ in der Müllverbrennung ist dagegen eine Volksverdummung, weil hierbei Ressourcen vernichtet werden und unzählige Schadstoffe entstehen, neben Unmengen von CO2 – Hauptsache, der Profit stimmt !
    Zwei Tage auf der Messe sind natürlich auch sehr anstrengend. Aber mit der Unterstützung von neun Umweltgewerkschaftlern ging alles viel leichter und wir konnten sogar zwei neue Mitglieder gewinnen.

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