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Stuttgart, den 9.7.2021

Werte anonyme KlimakämpferInnen,

weltweit häufen sich die Unwetter-Katastrophen: Hitzewellen, Tornados, Starkregen und Überschwemmungen bei den einen, Trockenheit und Dürren bei den anderen. Kaum noch ein Land der Erde wird verschont. Deutschland rangiert mittlerweile unter den 20 am stärksten betroffenen Ländern der Welt. Seit 1881 hat sich die durchschnittliche Temperatur in Deutschland bereits um 1,6 Grad erhöht und hat die Pariser Klimagrenze von 1,5 Grad bereits überschritten. Alles Gründe sich gründlich darüber auseinanderzusetzen und die Kräfte zu bündeln. Ein breit angelegtes Klimacamp ist deshalb genau richtig. Von Revolutionären bis zu Konservativen, für alle, die die Umwelt retten und das Klima schützen wollen. Deshalb haben wir uns von der Umweltgewerkschaft auch zur Teilnahme am Klimacamp angemeldet und wurden abgelehnt.
Wir halten diese schroffe Ablehnung unseres Antrags auf Teilnahme am Klimacamp für einen Skandal. Ihr schreibt: „Hallo, als Aktionsbündnis Kesselbambule sehen wir keine Basis für eine Zusammenarbeit mit der MLPD und ihren assozierten Organisationen wie der Umweltgewerkschaft. Wir werden euch keine Beteiligung am Camp - in welcher Form auch immer – ermöglichen. Bis dahin“
Um eine drohende Umweltkatastrophe noch zu stoppen bedarf es den weitestgehenden Zusammenschluss aller Kräfte, egal an welcher Front die einzelnen Gruppen, Verbände oder Organisationen gerade arbeiten. Vom Bergarbeiter bis zum Landschaftspfleger, von revolutionären Organisationen bis zu konservativen Organisationen, von der MLPD bis zur ÖDP. Mit der fadenscheinigen Begründung „keine Zusammenarbeit“ verstoßt Ihr gegen Eure eigenen Prinzipien für das Klimacamp. Dort heißt es:
„KEIN PLATZ FÜR REAKTIONÄRE BEWEGUNGEN! Als Teil verschiedener emanzipatorischer Bewegungen schließen wir Faschistinnen, (neue) Rechte und selbsterklärte Heimatschützerinnen von der Teilnahme am Klimacamp aus. Weiterhin schließen wir Anhänger*innen der sogenannten »Querdenken«-Bewegung ebenfalls aus. Wir wenden uns gegen Verschwörungsmythen, Esoterik und Antisemitismus. Reaktionäre Ideologien und Bewegungen haben in unserem solidarischen Projekt keinen Platz.“
Da die Umweltgewerkschaft nicht zu diesen faschistischen oder rassistischen Organisationen gehört und deswegen nicht ausgeschlossen werden kann, erfindet ihr was Neues und behauptet frech, die Umweltgewerkschaft wäre eine „mit der MLPD assozierte Organisation“. Wenn ihr euch die Mühe machtet und würdet beide Programme vergleichen, könntet ihr leicht den Unterschied beider Organisationen feststellen. Das macht ihr aber nicht, sondern unterstellt und verbreitet unbelegte Vorbehalte gegenüber der Umweltgewerkschaft und der MLPD. Bei den Weltklimatagen der letzten Jahre haben wir zu breiten Bündnissen aufgefordert von MLPD bis ÖDP. Und mit der ÖDP sind wir auch nicht „assoziiert“.
Wir bezweifeln auch, dass diese Ausgrenzung mit den bisherigen teilnehmenden Organisationen abgestimmt ist. Deshalb verfassen wir diese Antwort an Euch als „Offenen Brief“ und werden ihn bekannt machen.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Schaaf
für den Ortsvorstand der Umweltgewerkschaft Stuttgart

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