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800 Ampelsketsch 0024

„Schluss mit Greenwashing! Taten statt Worte! Wir brauchen Umweltschutz und Arbeitsplätze - eine Zukunft für die Menschheit!“

400 Demo 0123

Weltklimatag – Stuttgart, Schlossplatz 6.11.2021

Die Umweltgewerkschaft hatte zu einem Aktionsbündnis „von Revolution bis Religion zur Rettung der Umwelt vor der Profitgier“ eingeladen, und es wurde eine tolle kämpferische Aktion, die viel Beachtung bei den Passanten und der örtlichen Presse fand.

Zur Aktionseinheit gehörten u.a. der Frauenverband Courage, das Internationalistische Bündnis Stuttgart, Solidarität International, Stuttgart Solar, Ingenieure gegen S21, die Parteien MLPD und ÖDP. Weiter beteiligten sich die International Automotive Workers Coordination und Bir Kar.

400 Rotfuechse singen Umweltlied 0029Die Rotfüchse sangen ein Umweltlied. Das Klima- und Umweltbündnis Stuttgart (KUS) hatte diesen Termin bekannt gemacht, die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wünschte uns viel Erfolg, und attac gratulierte uns dazu.
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400 Maria Rede 0009Maria Vescovi vom Bundesvorstand der Umweltgewerkschaft kritisierte scharf das Verhalten der Hauptverursacher auf der COP 26 in Glasgow. Vertrauen in diese führe zur Katastrophe. 30 Jahre vertrauensvoll Warten ist genug. Auch die Beteiligten der „Ampelgespräche dächten mehr an sich und ihre Pöstchen als an den Umweltschutz“. Es brauche den „gemeinsamen Kampf von Arbeiter und Umweltbewegung“, für Arbeitsplätze und Umweltschutz. Auch unentgeltlicher öffentlicher Personennahverkehr und mehr Güter auf der Schiene schaffe Arbeitsplätze.

Hans Heydemann von den Ingenieuren gegen Stuttgart 21 sagte, von den geplanten Fördergeldern für Wasserstoff in Milliardenhöhe profitieren nur die Großkonzerne. Der Energiebedarf zur Herstellung sei enorm, ebenso der Wasserverbrauch. Deswegen würde die Atomkraft wieder ins Spiel gebracht. Die mit Milliarden Euro subventionierte Atomkraft sei nicht klimaneutral. Sie produziere in der Herstellungskette CO2, und eine sichere Endlagerung für radioaktiven Müll gäbe es nicht. Sicher sei nur, dass sie im Havariefall tödlich ist. Auch das seien grün gewaschene Geschäftsfelder, die nur den Profiten dienten. „Wir müssen den Energieverbrauch senken und den benötigten Rest mit 100 Prozent erneuerbaren Energien decken.“

400 Streikrecht 0003100.000 Arbeitsplätze sind nicht durch den Umweltschutz, sondern wegen den Profitgesetzen in Gefahr. Ökologie und kapitalistische Ökonomie vertragen sich nicht. Eine umweltverträgliche Transformation ist eine Illusion. Die Arbeitszeit zu verkürzen bei vollem Lohnausgleich und Millionen Arbeitsplätze zu schaffen durch radikale Sofortmaßnahmen im Umweltschutz, das wurde auch bei MLPD und der International Automotive Workers Coordination propagiert. ÖDP- Landesvorsitzender Guido Klamt warnte vor unbegrenztem grünem Wachstum. „Wir brauchen eine faire Transformation zu mehr Klima- und Umweltschutz.“

Eine Courage-Frau erinnerte daran, dass der Klimawandel hin zur Klimakatastrophe immer mehr Menschen zur Flucht zwingt. Sie rezitierte ein bewegendes Gedicht über eine Mutter, deren vier Kinder bei der Flucht im Meer ertranken. „Frontex, die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache, gehört abgeschafft!“ Laut Studien von Greenpeace und Weltbank werde der Klimawandel bis 2050 mehr als 200 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertreiben. Das betonten auch die Vertreter von Solidarität International. Aber es gäbe auch Erfolge beim weltweiten Kampf gegen unsinnige und zerstörerische Großprojekte, etwa die vorläufige Einstellung der Ölpipeline durch das Gebiet der Standing Rock Sioux in North Dakota oder der Stopp des Großflughafens in Notre Dame des Landes bei Nantes.

Der Vertreter von Stuttgart Solar ging konkret darauf ein, was mit regenerativen Energien, wie z.B. der Photovoltaik, möglich ist. Drei Monate sei er mit einem Pedelec unterwegs gewesen, dessen Elektromotor mit Solarmodulen betrieben wird. Und im Garten der John- Cranko-Schule soll in einem Modellprojekt Agri-Photovoltaik erprobt werden, eine gesteuerte Bewässerung mit Hilfe von Solarpanels.

400 ZuhoererInfostaende 0067Lieder und ein kurzer Sketch über die Ampel-Verhandlungen lockerten die vielen Reden auf. Die Demonstration durch die Fußgängerzone der Innenstadt machte unser Anliegen einem weiteren Publikum bekannt.

Am Infostand der Umweltgewerkschaft konnten wir 11 aktuelle Magazine, 1 Broschüre gegen Müllverbrennung: „Chronische Volksvergiftung“ und 2 Magazine von Josef Lutz „Wie kann ein umweltverträgliches Verkehrssystem verwirklicht werden?“ umsetzen. Sechs Personen haben die Soli-Adressen für die von Entlassung bedrohten Boschler in München unterschrieben. Ein neues Mitglied wurde gewonnen. Eine Frau schrieb auf eine Postkarte, dass sie zu unseren Treffen eingeladen werden möchte.

Die Stuttgarter Zeitung berichtete sowohl online als auch in der gedruckten Ausgabe positiv und ausführlich.

 

 

400 Nulltarif 0055

 

 

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