Wie ordnet sich der Internationale Umweltratschlag 2026 in die aktuelle Lage ein?
Die Flutkatastrophe in Texas forderte 110 Tote und 173 Menschen werden noch vermisst. Vorangegangen war ein Extremwetterereignis: Starkregen mit 300 Liter auf den Quadratmeter führte zu einem Anstieg des Guadalupe innerhalb von 45 Minuten um 8 Meter. Und das in der Nacht.
Dazu kommt das Versagen der Behörden. Zum einen die Entlassung hunderter Meteorologen durch das DOGE-Programm von Trump und Elon Musk. Es gab keine Vorwarnung, die Stelle für die lokale Wetterwarnung war vakant. Zum anderen lag das Kindercamp (ein Drittel der Todesopfer waren Kinder) in einem Gebiet mit bekanntem Überschwemmungsrisiko!
An diesem Ereignis ansetzend diskutierten wir: Solche Extremwetterereignisse sind mit der begonnenen globalen Umweltkatastrophe immer häufiger zu erwarten. Das verlangt inzwischen eine koordinierte, internationale Widerstandsfront. Sie muss die Hauptverursacher ins Visier nehmen und Kämpfe organisieren. Es handelt sich inzwischen um eine Existenzfrage der Menschheit.
Ein Schritt in diese Richtung ist der internationale Umweltratschlag (International Environmental Council) im kommenden Jahr. Eine Koordinierungsgruppe, gebildet auf der Umweltstrategiekonferenz in Potsdam, hat mit den Vorbereitungen begonnen.
Welchen Beitrag kann unsere Ulmer Gruppe dafür leisten?
Alle Anwesenden begrüßten das Projekt. Die Vorschläge waren:
- Die Patenschaft für eine ausländische Teilnehmergruppe übernehmen (Kennenlernen, Austausch...)
- Für die Reisekosten in Ulm Spenden sammeln und über den Charakter des Ratschlags in die Öffentlichkeit gehen
- Das Projekt bei Umweltaktivistis der Region vorstellen mit dem Ziel, dass sie als Einzelpersonen oder als Gruppe am Ratschlag teilnehmen
- Den Ratschlag zunehmend ins Bewusstsein der Region rücken (Infostände, Social Media, Pressemitteilungen, neue MitstreiterInnen gewinnen)
- Am Veranstaltungsort praktische Unterstützung anbieten wie Gästebetreuung, Fahrdienste usw.
Wir sind sicher dass die Vorschläge allmählich konkretere Gestalt annehmen werden. Ein Anfang ist gemacht. Ab jetzt ist Überzeugungsarbeit gefragt, denn die meisten Umweltaktiven beschränken sich auf "lokal handeln" - was okay ist, aber absolut nicht ausreicht.