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Der Wiener Publizist und Umweltaktivist Alexander Behr war zu Gast in den Roxy - Hallen. Anlass: Das alle zwei Jahre stattfindende Allerweltsforum - zu dem Ulmer Gruppen eingeladen sind, die zum Thema Umwelt, Frieden, Nachhaltigkeit usw. arbeiten. Die Umweltgewerkschaft Ulm ist jedesmal dabei, diesmal um Mitstreiter:innen für die Vorbereitung des Internationalen Umweltratschlags zu gewinnen. 

Allerweltsforum 2025 mit WollsockenverkaufAlexander Behr stellte sein neues Buch "Globale Solidarität: Wie wir die imperiale Lebensweise überwinden und die sozial-ökologische Transformation umsetzen. Gemeinsam gegen die Krise und eine gerechte Welt für Mensch und Ökosysteme". Der Vortrag war inspirierend und regte anschließend eine breite Diskussion an.

Seine 10 Thesen für den Abend fanden große Zustimmung. Aber zentrale Begriffe in den Thesen (sein Buch kennen wir noch nicht) enthalten eine Unschärfe, die zu falschen Vorstellungen führen. Da sind wir in der Umweltgewerkschaft und in unseren Publikationen schon weiter. Die "imperiale Lebensweise" suggeriert, dass "wir alle" uns verändern müssen. Welche Wirtschaftsweise ist die Ursachen und wer sind unsere Hauptgegner? Die "sozial-ökonomische Foto mit A. BehrTransformation" suggeriert,  dass der Weg eines "Green Deal" (EU) oder dass "Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie" (vor allem grüner Poltiker:innen) möglich sei! Dieser Weg scheitert doch gerade überall! - Das sind aber wichtige Fragen einer Strategiedebatte der Umweltbewegung .

Unsere Gruppe hätte zur Diskussion noch mehr beitragen können, wenn wir uns darauf vorbereitet hätten. Immerhin wurde eingebracht, dass bei all den gleichzeitigen heutigen Problemen ein Hauptgegner auszumachen ist, nämlich die Profitwirtschaft und namentlich eine kleine Gruppe extrem mächtiger Konzerne und Banken. Und Politik und Medien würden alles tun, um diese Herrschaft zu schützen. 

So weit zu seinen Thesen - ob das Buch mehr Klarheit bringt?

An unserem Infostand machte den größten Umsatz eine Kollegin mit ihren selbstgestrickten Wollsocken zugunsten des "Gaza soll leben" - Projekts.  Eine tolle Initiative! Aber auch unser Broschürenverkauf - zugunsten des IEC 2026 - brachte 22,- € ein. (Foto: 1 UG Ulm   2. Ulmer Netz)