Drucken

Rezension der Broschüre:

Sand- &Kies-Extraktivismus im Altdorfer Wald. Widerstand für eine Bauwende. (Oktober 2025)    - Die Broschüre ist auch bei der UG Ulm erhältlich!

Am Umweltaktionstag verschiedener Ulmer Gruppen am 15.11.2025  boten wir an unserem Info-Tisch auch eure grüne Broschüre an. Unsere Ravensburger Freunde brachten sie von einem Besuch eurer Waldbesetzung mit. Bekanntlich wird der Altdorfer Wald für Kiesabbau gerodet. Kies= Beton= Bauindustrie. 

Ich habe eure Broschüre gelesen.  Sie beschreibt den Nutzen des Waldes für den Menschen. Sie setzt sich kritisch mit der Holzgewinnung auseinander. Sie erklärt die Bedeutung der Gewässer für Artenvielfalt und den Menschen. Die Darstellung dieser Zusammenhänge ist sehr lehrreich!

Im Fokus steht der Kiesabbau bzw. „Kiesraub“: Wie er abläuft, wie Kies gehandelt wird, wie sich die Behörden in den Dienst des profitablen Geschäftes stellen. Das ist alles sehr informativ,  auch für über eure Region hinaus! Bemerkenswert ist dann aber, wie ihr eure Wald-Aktionen in den Zusammenhang mit der notwendigen Bauwende stellt!

altdorfer wald 1024x568

Wie die Verkehrswende (Elektrifizierung der Mobilität , Ausbau des ÖPNV usw.) muss auch das Umdenken bei der Bauwende mehr in den Fokus rücken, vor allem wegen der klimaschädlichen Zementproduktion. Aber nicht allein deshalb. Hier geht die Broschüre ganzheitlich und perspektivisch an das Thema ran: Schluss mit dem Bau von „Wegwerfwohnungen“, die nur 70 Jahre halten! Mehr renovieren statt abreißen! Für Bedürfnisse, nicht für Profite bauen! Kreislaufwirtschaft und schonender Umgang mit unseren Ressourcen! Rettung unserer natürlichen Existenzgrundlagen!

Konsequenterweise greift die Broschüre die kapitalistische Wirtschaftsweise an. Dagegen sei letztlich der aktive Widerstand erforderlich.  Weil sich das Neue und Vernünftige sonst nicht durchsetzt. Eure Baumbesetzergruppen haben die Sympathie großer Teile der Bevölkerung gewonnen. Das ist wichtig. Notwendig ist aber auch, die Arbeiterbewegung für die Bauwende und weitere Umwelt-, bzw. Klimafragen zu gewinnen. Sie hätte die größte Durchsetzungskraft, wegen ihrer Rolle in der industriellen Produktion, rnationalen Vernetzung auch weil sie direkt die Profite „schafft“.

Ihr schreibt als Fazit, wie unglaublich wichtig es sei, „die Verbindung zwischen lokal und global herzustellen“. Bitte setzt euch deshalb mit dem Internationalen Umweltratschlag (IEC2026) auseinander. Ein Forum oder Workshop zum Thema „Bauwende“ – ausgehend von euren Erfahrungen und im Austausch mit ähnlichen Initiativen- wäre eine große, notwendige Bereicherung. Wir werden für eure Broschüre werben!     https://alti-bleibt.de/https://wald-statt-asphalt.net/altdorfer-wald-bleibt/