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Ulm ist mit seiner Randlage am Kalkgebirge Schwäbische Alb im Westen und Norden von Zementwerken der Konzerne Schwenk-Zement und HeidelbergCement umgeben.

Die Zementindustrie allein und die Bauindustrie haben weltweit einen enormen Anteil an den Kohlendioxid-Emissionen. Das kommt von der Verbrennung von Kohle, Erdöl oder -neuerdings- Kunststoffmüll. Technisch ist man durchaus schon in der Lage, Zement und Beton weitgehend nachhaltig zu produzieren. Es gibt auch alternative oder recycelte Baustoffe. Unsere Zementwerke sind aber nicht nur "Klimakiller", sondern auch Müllverbrennungsanlagen! Neben Altreifen und Gewerbemüll kommen immer häufiger Kunststoffverpackungen als sogenannte "Ersatzbrennstoffe" in die Klinkerbrennöfen. Diese EBS basieren auf fossilem Erdöl und sind damit alles andere als "grün". Sie stammen aus unseren über den Grünen Punkt getrennt gesammelten Verpackungen. Trotz Recycling-Symbol gelangt ein Großteil des Gelben Sack-Inhalts in Zementwerken!

Eine Tonne Kunststoff setzt bei ihrer Produktion 1,3t CO-2 frei, und bei ihrer Verbrennung nochmal fast 3 Tonnen.

Zusätzlich geben die Zementwerke wie andere Müllverbrennungsanlagen Feinstäube und Giftstoffe in die Umwelt ab, trotz moderner Filterung. Nur etwa 2 Dutzend chemische Verbindungen werden über (industriefreundlich gesetzte) Grenzwerte kontrolliert. Und die Anlagen hinterlassen giftige Schlacke und Filterkuchen, die entsorgt werden müssen. Das geschieht in Salzbergwerken und stellt eine Gefährdung dar.

Abfälle sind aber Wertstoffe, die in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden müssen. Für die kapitalistische Wirtschaftsweise ist die Verbrennung am rentabelsten - für eine am Gemeinwohl orientierte Wirtschaft wäre eine Kreislaufwirtschaft ein volkswirtschaftlicher Gewinn!

Die Umweltgewerkschaft Ulm fordert eine Abkehr von jeder Abfallverbrennung, sei es für die Zementproduktion oder auch für Fernwärme. Für die so "umweltfreundliche" Ulmer Fernwärme wird Abfall und Alt und Frischholz verbrannt. Dabei sind technisch durchaus nachhaltige Energiequellen zur Wärmrerzeugung möglich. Damit nicht genug: Auch Klärschlamm wird am Ende der Abwasserreinigung in der Neu-Ulmer Anlage Steinhäule immer noch verbrannt.

Lesen Sie bitte unsere kleine Broschüre "Statt Müllöfen - nachhaltige Kreisläufe für die Region Ulm/Neu-Ulm". Wir analysieren die Folgen, zeigen Alternativen auf und stellen Forderungen. Die Publikation ist als Beitrag der UG zur Ulmer Klimaschutzdebatte gedacht und bietet eine Menge Links zu Artikeln und wissenschaftlichen Arbeiten zur weiteren Beschäftigung.

Wir freuen uns auf Ihre Kritiken und Hinweise und über jede Unterstützung bei diesem Projekt.

Müllöfen Deckblatt für Link

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