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Hallo liebe Ortsgruppen in West,

Was für eine Gruselrunde, passend zu Halloween, sich da in Glasgow auf dem COP 26 versammelt hat! 
Richtig erkannt erwähnt der UN Generalsekretär "Wir schaufeln unser eigenes Grab". und der Präsident der Seychellen, Wavel Ramkalawan, berichtet: "wir keuchen schon jetzt um unser Überleben". Die Seychellen drohen im Meer zu versinken. Alle Präsidenten imperialistischer Staaten gucken betroffen in die Kamera. Doch weiter geht es im Glasgow Bla bla.  Merkel  fordert den weltweiten CO 2 Preis (also weltweites Greenwashing auf Kosten der Bevölkerung) Der faschistische Präsident Indiens Modi, der unter anderem ein Atomkraftwerk in einen Mangrovenwald bauen ließ und schon mehrere Umweltkämpfer ermorden und einsperren ließ ( unter anderem hat er die Führerin von FFF Indien eingesperrt, weil sich FFF Indien mit den Bauernprotesten solidarisiert hat) sprich in Glasgow für das absurde Ziel einer Klimaneutralität bis 2070. Der größte Durchbruch: Unter anderem Brasilien wird zum x ten Mal ein Abkommen für den Schutz des Waldes unterzeichnen, was sie schon seit 2015 bei jedem Weltklimagipfel beteuern. Anders als das Montreal Abkommen gegen Waldsterben und FCKW aus 1999 sind die Abkommen der letzten COP´s  aber nicht mit rechtlichen Verboten verbunden. Tatsächlich ist Bolsonaro einer der größten Umweltverbrecher, dem hier eine Bühne für sein "Umwelt- Image" verschafft wird.

Längst erklingt nicht mehr nur die Stimmen dieses Gruselkabinetts. Vor den Toren der COP26 steht der Gegengipfel der Völker, der COP Coalition in Protesten. Viele dort kritisieren den Verlauf dieses imperialistischen Treffens und seiner "leeren Worte". Greta Thunberg ist ebenfalls auf den Gegenaktivitäten in Glasgow und sprach dort gestern. Greta ist offiziell nicht eingeladen zur Weltklimagipfel, will aber die Proteste anführen - auch das ist neu. Sie verteidigte ausdrücklich Klimaaktivist*innen, die gestern im Kampf für die richtige Dämmung von Häusern in Glasgow Autobahnen besetzten und Staus verursachten. Sie kritisiert auch die Umweltpolitik Großbritanniens: "Wenn man ein Muster politischer Entscheidungen sieht, die stets vermeiden, echte Maßnahmen zu ergreifen, kann man aus diesem Muster Schlussfolgerungen ziehen. Nämlich, dass der Klimaschutz derzeit nicht die höchste Priorität hat." Sie sagt ausdrücklich, dass man keine Veränderung von diesem Gipfel erwarten kann, sondern diese Veränderungen auf der Straße erkämpfen muss.  Der gesamte Gegengipfel der Völker kritisiert empört die Nichtteilnahme vieler Länder, die sich aufgrund ihrer Armut den Aufenthalt in Englands teuren Hotels aufgrund der hohen Quarantäne - Zeit nicht leisten können und deshalb nicht kommen werden. So sprechen nur die Imperialisten unter sich.

Die Kritik an den "Leeren Worten" ist richtig, aber reicht noch nicht aus. Warum ist es denn so, dass seit den 90er Jahren nur leere Worte gesprochen werden? Weil sie alle nicht "vernünftig" sind? Nein, das ist so, weil hier eine Handvoll Konzerne die wirtschaftliche Macht in den Händen halten, und weil diesen in ihrem weltweiten Konkurrenzkampf um die Weltmarktanteile und höchstmögliche Rendite jedes Mittel recht ist. Und die Vergabe von CDM Zertifikaten ( Clean Developpement) ermöglicht einigen Konzernen sogar, ihre Investitionen und Subventionen nun unter der Flagge des Umweltschutzes offiziell von den Regierungen zu kassieren und sich dabei die Hände "grün zu waschen". Das sind also nicht nur leere Worte, die Gipfel organisieren das Greenwashing für die Konzerne. Na herzlichen Glückwunsch. Was wir ebenfalls verbreiten und diskutieren wollen unter den Umweltkänpfer*innen: Es gibt noch eine Gruppe Menschen, deren Arbeitskraft von diesen Konzernen ausgebeutet und privat angeeignet wird, nämlich die Arbeiterklasse. Die Einheit mit der Arbeiterbewegung herzustellen ist deshalb unsere wichtigste Schlussfolgerung aus dem Desaster der Klimakonferenzen. Wer das richtig findet, kann sofort bei uns mitmachen für 2€ im Monat ( das ist weniger als ein Kaffee oder Bier kostet!)

Die Einheit von Arbeiter - und Umweltbewegung liegt auch in Glasgow voll im Trend - ein Streik der Arbeiter*innen im ÖPNV sollte erst abgewürgt werden mit dem Argument der vielen Touristen in Glasgow. Dabei passt doch dieser Streik um besseren ÖPNV wie die Faust aufs Auge in die Proteste in Glasgow und sollte dort unterstützt werden. Wir sind gespannt, was unsere Delegation berichtet und ob es ihnen gelingt, Kontakt zu diesen Beschäftigten aufzunehmen. Schon im Marrokko gelang uns der Konakt zu einem wichtigen Lehrerstreik. Wir dürfen also gespannt sein.

 Wir wollen in den Aktivitäten in jedem Ort am 6.11.  Ursachenforschung fördern statt Spurenverwischung. Das verbinden wir in jeder Stadt mit konkreten Kämpfen gegen Umweltverbrechen vor Ort. Neben der Demo in Datteln am 6.11.  wird in Leverkusen eine Aktion stattfinden gegen die weitere Vertuschung der mutwilligen Explosion im dortigen Chemiepark. Die Region Süd sammelt Unterschriften zur Solidarität mit den Bosch Kollegen aus München im Kampf gegen ihre Werksschließung. Die Region Nord wird sich konzentrieren in Lübeck, wo es einen Kampf gegen die Ablagerung von AKW Bauschutt auf Hausmülldeponien gibt. In Berlin wird gemeinsam mit SIEMENS- Kollegen gegen ein Kohlekraftwerk in Stadtteilnähe demonstriert werden.

Das Programm der COP COalition ist sehr vielfältig und teils digital - ihr könnt euch daran also auch von zuhause aus beteiligen. Natürlich ist es auf Englisch. Achtung, meist ist eine Anmeldung erforderlich, also guckt schon die Tage rein. Es kann eingesehen werden unter cop26coalition.org Es findet unter anderem am 7.11. um 14:00 Digital! eine Diskussion statt über „Climate in Crisis – Can Ecosocialism shift the Dial“ (Michael Lowy, Ecosocialist Philosopher, Aktivisten aus Brasilien, Südafrika, Canada, Dublin)

Für unsere Demo in Datteln heißt es nun Endspurt in der Mobilisierung. Leider hat sich der Auftaktort geändert - wir laufen nun vom "Tigg" aus, das ist nur 6 Minuten Fußweg entfernt von der Persil Uhr. Wir veröffentlichen das noch enstprechend.

Es haben sich nun auch schon eine BI aus Hagen gegen die Monstertrasse als Redner angekündigt und der Frauenverband COURAGE unterstützt den Aufruf zur Demo in Datteln. Wir freuen uns sehr, dass wir insgesamt 4000 Flyer einsetzen in NRW, die schon seit dem 23.10. in allen Städten zur Verfügung stehen. Das ist schonmal super.

Was wir nicht wissen - wie verläuft bisher eure Mobilisierung für die Demonstration in euren Städten?

Wie war denn die Veranstaltung  am 31.10. in Dortmund?

Schickt ruhig kleinere Korrespondenzen, das eignet sich ja auch für die Werbung.

Hat die Gruppe in Recklinghausen geplant, noch eine Werbeaktion in Datteln selber zu  machen?

Wir wollen heute im Videochat mit den Bündnispartnern nochmal darüber sprechen, dass wir in Datteln noch einen Einsatz organisieren, deshalb wäre das gut zu wissen.

Also viel Erfolg bei der weiteren Mobilisierung und schickt uns kleine Berichte darüber - gerne auch Fotos von euren Infoständen und Verteilaktionen.

Viele Grüße Miri vom Regionalteam West (3.11.2021)

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