Termine & Kulturtipps

Auch zum 1. Mai in diesem Jahr war die Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen - Bottrop - Gladbeck präsent. Gleich bei der Auftaktkundgebung am Musiktheater in Gelsenkirchen stellten wir unseren Standpunkt zum Diesel-Umweltskandal der Autoindustrie, allen voran VW, in den Mittelpunkt unserer Kurzrede am offenen Mikrofon und forderten die hundertprozentige Übernahme aller Kosten durch die Verursacher.

Ein großes Transparent mit der Forderung "Rettet die Erde vor dem Kollaps!" begleitete den Demonstrationszug zum Kundgebungsplatz in der Innenstadt, wo unser Informationsstand mit seinem vielseitigen Informationsmaterial das Interesse vieler Demonstranten und Kundgebungsbesucher weckte. Ein besonderer Schwerpunkt war die Unterschriftenliste mit der Forderung:

"Wir akzeptieren die Zechenstilllegung nicht! Prosper und Ibbenbüren müssen bleiben! Offenhaltung der Schächte! Keine Flutung von Auguste Victoria und anderen Zechen! Nein zu Fracking! Kein Giftmüll und PCB im Grund- und Trinkwasser! Für Arbeits- und Ausbildungsplätze - und die Zukunft unserer Jugend!"

Hier war es in den Gesprächen wichtig, die große Bedeutung der Steinkohle hervorzuheben und weiter zu fördern, anstatt sie einfach nur umweltschädlich zu verbrennen.

Besonderes Interesse fand auch unser Standpunkt zu den Atomkraftwerken, die nicht nur in Belgien, sondern alle weltweit sofort abgeschaltet werden müssen.

Umweltgewerkschaft lädt ein zur "SCHNIPPEL-DISCO"

auf dem rebellischen Musikfestival 2018

in Thüringen/Truckenthal (18.-20.Mai/Pfingsten)

schnippeldisco

Mehr erfahrt ihr unter: www.rebellischesmusikfestival.de
 

Kuba: Herausforderung und Vorbild für erneuerbare Energien und Klimaschutz?

Zu diesem Thema wird der Berliner Sozialwissenschaftler und Zukunftsforscher Dr. Edgar Göll einen Vortrag halten:

26. April 2018 um 19:30, Technische Universität Chemnitz, Reichenhainer Straße, D-Bau, Raum 2/D221

 

Allein im Herbst 2017 suchten fünf schwere Hurrikans die Karibik und den Südosten der USA und ihre BewohnerInnen heim und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Die Intensität und die Heftigkeit der Stürme sind ein Indiz für die beginnende Klimakatastrophe. Im Fernsehen wurden Bilder über die Sturm-Verwüstungen z.B. in Haiti, Puerto Rico und Florida gezeigt, versehen mit dem Hinweis, dass die betroffene Bevölkerung kaum auf schnelle staatliche Hilfe hoffen dürfe. Kuba - obwohl seit Jahren immer wieder von Hurrikans betroffen – kam in der Berichterstattung nicht vor. Kein Wort über die Effizienz des kubanischen Staates bei der Beseitigung von Sturmschäden. Insgesamt wird in den herrschenden Medien über Kuba meist mit negativen und verzerrenden Klischees gearbeitet. Daher erscheint eine noch intensivere Befassung mit den weitgehend unbekannten undteilweise überraschenden Erfolgen und progressiven Ansätzen Kubas notwendig - und bereichernd. Ein besonders wichtiger Bereich ist das, was seit dem „Erdgipfel“ von 1992in Rio de Janeiro als Nachhaltigkeit bzw. Zukunftsfähigkeit bezeichnet wird. In dem Vortrag werden eingangs die historischen Herausforderungen des„Anthropozän“, der „planetary boundaries“ und absehbare Krisen der bisher dominanten Entwicklungsmuster skizziert. Länder in Klimazonen wie Kuba haben sehr günstige Bedingungen für die Versorgung mit erneuerbaren Energien. Es werden Beispiele derweitgehend unbekannten und teilweise überraschenden Erfolge und innovativenAnsätze Kubas in Bezug auf Nachhaltigkeit vorgestellt werden. Es geht umzukunftsfähige Politik in Sachen Ökologie, Soziales, Ökonomie, Kultur, Internationale Solidarität. In einem weiteren Abschnitt wird die im Jahr 2006 gestartete „Energiewende“Kubas beschrieben („revolucion energetica“). Schließlich wird auch die aktuelle schwierige Situation mit den derzeit in der Diskussion und Umsetzung befindlichen Maßnahmen nach den jüngsten Wahlen erörtert. Zudem wird das komplizierte Verhältnis zwischen den USA und Kuba (von Obama zu Trump) thematisiert. Es wird ausreichend Zeit für Diskussion gewährleistet.

Literatur: Göll, Edgar / Seifried, Dieter (2015): „Nachhaltige Entwicklung und Energiewende in Kuba. Überblick, kritische Einschätzung und Perspektiven“, Reihe HORIZONTE21 Umwelt – Energie – Sicherheit, Band 8. Potsdam: Potsdamer Wissenschaftsverlag [http://welttrends.de/horizonte-21-band-8/]Göll, Edgar (2017): „Nachhaltigkeit á la Cubano. Was woanders als unmöglich gilt, hat in Kuba funktioniert.“ In: Rabe Ralf (Die Berliner Umweltzeitung - Grüne Liga), Okt./Nov. 2017, S.19; https://www.grueneliga- berlin.de/publikationen/der-rabe-ralf/aktuelle-ausgabe/nachhaltigkeit-a-la-cubano/Referent: Dr. Edgar Gölllernte Werkzeugmacher, studierte Soziologie, Verwaltungs- und Sozialwissenschaften an Universitäten und Hochschulen in Bielefeld, Madison/USA, Speyer, Berlin und Göttingen. Er ist seit 1995 als Zukunftsforscher in Berlin tätig mit dem Arbeitsschwerpunkt Nachhaltige Entwicklung sowie Governance. Göll lehrte an verschiedenen Universitäten, derzeit an der FU Berlin im Studiengang Zukunftsforschung. Mit dem Robert Jungk Stipendium 2011 forschte Göll in der Bibliothek für Zukunftsfragen Salzburg über „Governance der Zukunft“. Seit 1993 befasst er sich intensiv mit Entwicklungen in Kuba, speziell mit Nachhaltigkeit und Umwelt, ist seither aktiv in der Freundschaftsgesellschaft Berlin – Kuba e.V. sowie stellv. Vorsitzender des bundesweiten Netzwerk Cuba e.V. und er publiziert Beiträge u.a. im Online-Portal „amerika21“.

EARTH HOUR 2018EARTH Hour 2018 – Kommt zur Kundgebung 24.03. am Schlossplatz ab 18:30 beim Kubus – Klimaschutz jetzt!

Extremwetter, Millionen Klimaflüchtlinge, Dürren und Überflutungen - das Weltklima gerät immer mehr aus den Fugen. 2017 stiegen die CO2 Emissionen aus fossiler Verbrennung nochmal um 2% an. „Business as usual“ aus Profitgründen kann sich die Menschheit nicht mehr leisten.
Obwohl mit den modernen Erneuerbaren Energien und Elektromobilität längst die Voraussetzungen für die Lösung der Klimafrage vorhanden sind, bremsen Konzerne, Banken und Regierungen weltweit den Klimaschutz aus. Zum Auftakt der neuen Großen Koalition verabschiedete sich die Bundesregierung von ihrem ohnehin unzureichenden Klimaschutzziel für 2020. Im neuen Koalitionsvertrag gibt es keinen Termin für den Ausstieg aus der Kohleverbrennung. Profitmacherei als oberstes Ziel ist kein gesellschaftliches Zukunftsmodell. So wie heute produziert, konsumiert und gelebt wird muss von uns in Frage gestellt werden. Die wichtigste Selbstveränderung ist dabei sich selbst umweltpolitisch zu engagieren und zu organisieren. Dabei bietet die Earth Hour eine gute Gelegenheit.
Die Earth Hour ist eine weltweite Klima- und Umweltschutzaktion. Von 20:30 bis 21:30 werden weltweit Lichter ausgeschaltet. Das Ziel ist es die Aufmerksamkeit auf den Klimaschutz zu lenken. Wir führen eine Kundgebung mit offenen Mikrofon durch, auch kulturelle Beitrage sind willkommen.

Wir freuen uns auf euch.

EARTH Hour 2018 – 24.3.18 ab 18:30 StuttgartSchlossplatz beim Kunstmuseum

Veranstalter: Fossil Free Stuttgart, Umweltgewerkschaft Stuttgart, WWF Jugend Stuttgart, BUND Stuttgart

Fukushima - Strahlung ohne Ende
Demo zum AKW Neckarwestheim
Sonntag, 11. März 2018
Start: 13:00 Uhr - Bahnhof Kirchheim am Neckar

Am 11. März 2011 kam es in Fukushima (Japan) in drei Atomreaktoren zur radioaktiven Kernschmelze. Bis heute dauert die unkontrollierte, gesundheitsgefährdende Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung und das Meer an.
Unter den gesundheitlichen Auswirkungen leiden besonders die Kinder. Von den 48 Atomkraftwerken in Japan sind erst 5 wieder ans Netz gegangen, der Widerstand vor Ort hat weitere Inbetriebnahmen verhindert. Die olympischen Spiele, die 2020 in Japan stattfnden, sollen der Welt vortäuschen: der Super-GAU ist beherrschbar, ungefährlich und Vergangenheit. In Wirklichkeit gefährdet die Radioaktivität noch Jahrhunderte lang Menschen, Umwelt und Meer.