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Heute haben wir uns das Erinnerungs-Museum in Santiago über den Militärputsch 1973 und die bis 1990 anhaltende Miltärdiktatur angesehen ("Museo de la Memoria y los Derechos Humanos"). Ein linkes Parteibündnis, die "Unidad Popular", wurde bei den Parlamentswahlen 1970 stärkste Kraft und der volksverbundene Arzt und linkssozialdemokratische Politiker Salvador Allende neuer Präsident Chiles. Unter seiner Führung wurden die (US-amerikanischen) Bergbaukonzerne und andere Großunternehmen verstaatlicht, eine Landreform zugunsten der Kleinbauern und Landarbeiter durchgesetzt, sowie ein  umfassendes Programm zur Bekämpfung der extremen Armut und Ungleichheit in die Wege geleitet. Kein Wunder, dass die entgeigneten US-Großkonzerne mit Hilfe der CIA und der chilenischen Großbourgeoisie alle Hebel in Bewegung setzten, um die Regierung Allende zu stürzen.  Am 11. September 1973 war es soweit: Das Militär putschte, mit brutaler Gewalt wurden die Arbeiterbewegung, die Gewerkschaften und alle linken sozialen und politischen Organisationen zerschlagen und die sozialen Reformen der Allende-Regierung wieder vernichtet! Etwa 3000 bis 5000 Menschen wurden in den Tagen und Wochen nach dem Putsch ermordet, zehntausende wanderten in Gefängnisse und Konzentrationslager. Im schwer bombardierten und umstellten Präsidentenpalast und unter heftigem Gewehrfeuer, hielt Allende in ruhigen Worten seine letzte Ansprache über Radio an das Volk - es ist ein bewegendes Dokument der Zeitgeschichte, das im Museum zu hören ist (==> HIER in deutscher Übersetzung, ca. 5 min. Audio).   Wir diskutierten anschließend über die Lehren, welche die internationale Umweltbewegung aus den Ereignissen in Chile ziehen kann und muss.

Santiago 1973Museum1

(Bilder der Ermordeten)

Santiago 1973Museum2

(Gedenkmauer mit den Namen der Ermordeten und "Verschwundenen" auf dem Zentralfriedhof in Santiago)

Santiago 1973Museum3

(Pinochet und seine anderen Putschisten-Generäle)

Dieser Museumsbesuch ist uns sehr nahe gegangen!

Es war schon später Nachmittag geworden; wir nutzten den restlichen Tag für eine kleine Wanderung über den Hausberg von Santiago rüber zur anderen Seite ins Geschäfts- und Bankenviertel. Dazu mussten wir den Rio Mapocho überqueren. Der wichtigsten "Fluss" der Stadt ist nach jahrelanger Dürre nur noch ein Rinnsaal. Einige Bauarbeiter-Kollegen grüßen uns freundlich.

Santiago RioMapocho2019

Santiago Bauarbeiter

Von oben Aussicht über die große Stadt zwischen den Bergen (über 5 Millionen Einwohner). Mit einer Seilbahn geht es über den deutlich angetrockneten Bergwald, bis runter ins Finanzzentrum Santiagos. Die Häuser der Wohlhabenden sind mit Nato-Draht abgesichert. Vor einem riesengroßen Einkaufspalast stehen Militär(!)posten, drinnen patroullieren bewaffnete Privat-Sheriffs. Die sozialen Gegensätze in der Hauptstadt Chiles sind mit Händen zu greifen...

Santiago Zentrum vom Aussichtsberg

Santiago Seilbahn

Santiago Reiche schützen sich mit Natodraht

Santiago Militärposten vor Konsumtempel

Santiago Kosumtempel im Bankenviertel

 

 

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