Kontaktadresse: Michael Lutz,
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kürzlich haben wir erfahren, dass von der Öffentlichkeit fast unbemerkt ein Versuch stattfand, in Chemnitz ein ca. 1,5 ha großes FSC-Waldstück in ein Gewerbegebiet umzudeklarieren. Das Ziel ist es, damit den Weg frei zu machen für eine Ausschreibung zur Errichtung einer Müllverbrennungsanlage am Zeisigwald. Die Anlage soll laut Planung in der Lage sein, 4-5 mal mehr Müll zu verbrennen, als die Stadt Chemnitz selbst produziert, was gewaltige Müllimporte bedeutet. Wir als Umweltgewerkschaft lehnen diese Anlage ab, da solche Anlagen nachgewiesener Maßen die Luft stark mit Giftstoffen belasten, Gerüche emittieren können und das Gegenteil vom vernünftigen Umgang mit Ressourcen bedeuten. Außerdem müsste dafür eine große Waldfläche vernichtet werden.

Es existiert bereits eine Bürgerinitiative, die sich informiert, mit den Fraktionen spricht und Unterschriften sammelt:

http://www.bi-chemnitz.de/die-lage/

Wir möchten dieses Vorhaben unterstützen und gemeinsam das Petitions-Quorum von 2100 Unterzeichnern erreichen. Zum Online-Unterzeichnen und Ausdrucken von Unterschriften-Listen geht es direkt hier:

http://www.bi-chemnitz.de/mitmachen/

Es ist wichtig, dass das Ziel bis Juni erreicht wird, damit die Umdeklarierung verhindert werden kann. Das verbessert die späteren Handlungsmöglichkeiten erheblich.

Darüber hinaus finden heute Abend, ab 17:00 Uhr zwei Informationsveranstaltungen statt, die von interessierten Bürgerinnen und Bürgern besucht werden können, siehe:

http://www.bi-chemnitz.de/kalender/

Bitte helft mit, den natürlichen Lebensraum und Rückzugsort sowie unsere Luftqualität zu erhalten und verteilt diese Information weiter!

Vielen Dank!

 

Öffentliche Veranstaltung am Mittwoch, 10.5.2017, 19 Uhr, TU-Chemnitz, Reichenhainer Straße 90, Neues Hörsaalgebäude, Raum 2/N113

Bundesweit entwickelt sich zunehmender Widerstand gegen den Bau technologisch veralteter
Stromtrassen wie die Drehstrom-Freileitungen im Thüringer Wald. Eine umweltschonende
Alternative bietet die Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ). Die CO2–arme
Technologie HGÜ kann einen wichtigen Beitrag zur Rettung des Weltklimas leisten.
Wichtig ist die Methode Lebenszyklusanalyse, womit die CO2-Äquivalent-Emissionen (CO2eq) von
Technologien bilanziert und verglichen werden können. Die Analyse umfasst dabei sowohl
Herstellung, Betrieb als auch das Recycling des Systems. Somit kann ein ganzheitlicher
ökologischer Vergleich der Technologien durchgeführt werden. Es ergibt sich, durch die niedrigen
Übertragungsverluste, ein Vorteil für die HGÜ in der Gesamtbilanz. Es ist auch abhängig von der
Leitungslänge
Der oft behauptete enorme Material- und Energie-Aufwand für eine Erdverkabelung kann nicht
nachvollzogen werden. Erdkabel können mittels Kabelpflug verlegt und in Bodenersatz
eingebettet werden. Die Fläche bleibt damit für die Landwirtschaft nutzbar.
Manche Umweltverbände wenden sich gegen jeden Ausbau der Leitungen und fordern
regionalen Ausbau erneuerbarer Quellen wie Wind und Solar. Der regionale Ausbau ist wichtig
und erste Priorität. Aber es ist unrealistisch, eine Stadt wie München mit industriellen
Großbetrieben nur regional zu versorgen, wenn man davon ausgeht, dass für den Klimaschutz
100 % der elektrischen Energie regenerativ erzeugt werden muss.
Mit HGÜ können günstige Standorte für regenerative Energie mit hohen Erträgen einbezogen
werden: im Süden Europas die Sonnenenergie, im Norden die Wasserkraft. Es wird auch die
Energieeinsparung durch ein europäisches Gleichstromnetz, basierend auf dem Greenpeace
POWE[R] 2030 Szenario, betrachtet. Bei der Veranstaltung wird einleitend Prof. Dr.-Ing. Lutz
Professur Leistungselektronik über Aspekte der elektromagnetischen Felder von Drehstrom und
Gleichstrom sprechen. Im Hauptteil wird ein Masterstudent die Lebenszyklusanalyse vorstellen.
Die Veranstaltung wird unterstützt vom Umweltzentrum der Stadt Chemnitz sowie von der
Ortsgruppe Chemnitz der Umweltgewerkschaft. Der Eintritt ist frei.