Ernährung ohne Gentechnik

Wer bezahlt, der diktiert

Stellen Sie sich einmal vor, Sie entwickeln ein neues Produkt. Dieses Produkt steht in dem Verdacht gesundheitsschädlich zu sein. Aufgrund dessen ist die Zulassung zum Markt in Frage gestellt. Die Zulassungsbehörde fordert eine Studie, die belegen soll, dass Ihr Produkt unbedenklich ist. So weit ein ganz normaler Vorgang. Aber wäre es normal, wenn Sie bei „unabhängigen Experten“ eine Studie in Auftrag geben, also auch bezahlen, die „nachweisen“ soll, dass von Ihrem Produkt keine Gefährdung ausgeht? Könnte in dem Fall von einer unabhängigen Beurteilung Ihres Produkts ausgegangen werden? Die meisten von Ihnen würden diese Fragen verneinen. Nicht so die Behörden, die über eine Verlängerung der Zulassung für glyphosathaltige Pestizide zu entscheiden haben.

Wie die Umweltgewerkschaft und andere Umwelt- und Verbraucherverbände schon mehrfach berichtet hatten, steht Glyphosat in dem dringenden Verdacht krebserregend zu sein.1 Zu diesem Ergebnis kam die WHO-Krebsforschungsagentur (IARC) im März 2015. Zu diesem Zeitpunkt wurde über die Verlängerung der Zulassung für glyphosathaltige Pestizide diskutiert. Die Hersteller glyphosathaltiger Produkte standen unter Zugzwang. Was lag also näher, als Gegengutachten in Auftrag zu geben?

Die Übernahme von MONSANTO durch den BAYER-Konzern verschärft die bereits jetzt existierenden verheerenden politischen, ökologischen und sozialen Probleme im Zusammenhang mit Konzernmacht und Konzernprofiten. Nähere Informationen zur Übernahme und den Aktionen unter www.stop-bayer-monsanto.de.
Weitere Hintergrundinformationen unter http://www.umweltgewerkschaft.org/de/themen/ernaehrung-gentechnik.html

Unter dem Titel "Get off our plates", ("Hände weg von unseren Tellern"), wird das Zusammengehen der beiden Agrar-Giganten am 27.4. um 19.30 Uhr in der Uni Köln in der Aula 1 diskutiert. Unser Mitglied Marie Bauer aus der Regionalgruppe Köln-Leverkusen vertritt die Umweltgewerkschaft auf dem Podium mit deutschen und internationalen Einzelpersonen und Organisationen.
http://www.umweltgewerkschaft.org/de/g-k/koeln-leverkusen/834-27-4-2017-podiumsdiskussion-zu-baysanto-get-off-our-plates.html

„Es ist daher zu früh, auf Einzelheiten einzugehen.“

Während ich vor gut zwei Wochen den Artikel „Zu Risiken und Nebenwirkungen...“1 geschrieben habe, stellte ich mir die Frage: „Wie wird der Leverkusener Konzern künftig mit Monsantos Negativ-Schlagzeilen der Vergangenheit umgehen?Was wird sich ändern?“ Bei meiner Recherche im Internet konnte ich keine wirklichen Antworten auf meine Fragen finden, was lag also näher, als selbst einmal bei Bayer nachzufragen. Einen Tag nach meiner schriftlichen Interview-Anfrage meldete sich Utz Klages, Pressesprecher der Bayer Crop Science AG, telefonisch bei mir. Wir vereinbarten, dass ich ihm meine Fragen per E-Mail zukommen lasse, die er dann auf gleichem Wege beantworten würde. Im folgenden nun das Interview:

Am 21.1. 2017 war es wieder soweit: Die 7. Demo gegen die profitorientierte Agrarindustrie brachte wieder viele Tausend in der Landwirtschaft Tätige und umweltbesorgte Menschen zusammen auf die Straße. 130 Trecker, „geschmückt“ mit Protestbannern und Forderungen, waren das optische Highlight der Demonstration. Verschiedene internationale Grußadressen, eine ausdrückliche Abgrenzung gegen rassistische und neofaschistische Stimmungsmache und eine Stoßrichtung gegen multinationale Agrar-Konzerne positionierten die Demonstration eindeutig links!


Aktivisten der Umweltgewerkschaft verteilten an die 2000 Exemplare ihres Grundsatzprogramms, in die ein aktuelles Flugblatt eingelegt war. Zitat daraus:
In Ghana – nur ein Beispiel – brechen lokale Märkte zusammen, weil aus Europa oder den USA importierte, hoch subventionierte Hühnchenteile, Weizen, Milchpulver billiger sind als die im Land selbst produzierten Lebensmittel.
Bei uns wiederum verlieren Bäuer*innen den Kampf um ihre Höfe, weil sie mit den Weltmarktpreisen nicht konkurrieren können oder wollen, sondern lieber mit der Natur und umweltschonend wirtschaften möchten.Und die Milchbäuer*innen? Werden zerrieben zwischen dem Machthunger der Funktionäre (des deutschen Bauernverbandes), der Marktmacht von Molkereien, Lebensmittelkonzernen und Discountern und einer Agrarpolitik, die seit Jahrzehnten nur den Großen nutzt! Das haben wir satt!“

Hülsenfrüchte Mandala

2016 wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen als das Jahr der Hülsenfrüchte

ausgerufen. Mitbekommen hat das kaum jemensch.

An den Hülsenfrüchten kann es nicht liegen – Linsen, Erbsen, Bohnen und Kirchererbsen haben jede Auszeichnung verdient:

Sie sind lecker,

sie sind gesund,

sie sind ökologisch,

sie fördern Selbstbestimmung, Solidarität und damit die Demokratie.