Einladung zur zweiten COP23-Aktionskonferenz am 29.7.2017 in Bonn

Am Samstag findet von 11 bis 18 Uhr die zweite COP23-Aktionskonferenz zur Vorbereitung der COP-23 Proteste statt, an der wir uns aktiv beteiligen. Bitte kommt zahlreich. Die Einladung findet ihr unter https://www.protest-cop23.org. Achtung der Ort wird sich kurzfristig ändern und es werden zügig Räumlichkeiten gesucht.

Fukushima WaldbrandAm Abend des 29. April brach ein Waldbrand nach einem Blitzeinschlag in der Evakuierungszone Namie-machi in der direkten Nähe des AKW in Fukushima aus. Seit der Atomkatastrophe im März 2011 sind Teile des Waldes hochgradig verstrahlt, einige Gebiete gehören zur sogenannten Zone 3, der für Menschen wegen Verstrahlungsgefahr gesperrten Zone.
Dadurch besteht die Gefahr, dass die im Holz und Boden gespeicherten Radionuklide durch das Feuer freigesetzt, durch die Hitze in höhere Luftschichten hochgerissen und über größere Entfernungen durch den Wind neu verteilt werden. Je nach Windrichtung besteht durchaus die Gefahr, dass selbst das ca. 400 KM entfernte Tokyo betroffen ist. In Zedern im Wald von Namie hat Greenpeace bis 31.000 Becquerel pro Kilo Biomasse nachgewiesen.
Aus Erfahrungen mit Waldbränden mit radioaktiv verseuchten Wäldern rund um Tschernobyl ist bekannt, dass bis zu 40 Prozent des in der Biomasse gespeicherte Cäsium über das Feuer und Aschepartikel verteilt wird; allerdings mit geringerer radioaktiver Belastung als beim Gau 2011.
Besonders betroffen ist die keine zehn Kilometer vom Brand entfernte Zone 2, für die die japanische Regierung mit Druck auf die Evakuierten im vergangenen Jahr die Rücksiedlung angeordnet hat, der allerdings bisher nicht mal ein Prozent der Bevölkerung folgte.

Vorschlag März 2017 der Umweltgewerkschaft für ein Lausitz-Aktionsprogramm

„Arbeitsplätze mit Braunkohle-Stopp“

  • Grundsätzlich muss gelten: Kampf um umweltnützliche Ersatzarbeitsplätze auf Kosten der Konzern-Profite!
    (2007-2016 ausgeschüttete Dividende der 30 deutschen DAX-Konzerne: 270 Milliarden € !)

  • Arbeit auf mehr Schultern verteilen, Gesundheit schützen: Einführung der 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich! Herabsetzung des Renteneintrittsalters!

  • Umfassende Renaturierung der Tagebauflächen mit der Erfahrung und Technik der Bergbaubeschäftigten! Insbesondere: Kalkvermischte Wiederauffüllung der Tagebaurestlöcher statt weiterer „Seelandschaften“ und Wasserverockerung; sichere  Verdichtung des Bodens und Aufbringung einer Humusschicht zur systematischen Wiederaufforstung. Sorgfältige Sanierung der Abraumhalden!

  • Rückbau der 3 Großkraftwerke „Jänschwalde“, „Schwarze Pumpe“, „Boxberg“, aber unter Nutzung der großen Betongebäude und Stahlgerüste für alternative Energie(-speicher)technik (z.B. „Power-to-Heat“=Hitzespeicher, Wind- und Solarenergie,) und neue Agrartechniken („Vertical Farming“=Hochhaus-Hydrokulturen).

  • Bau einer Großversuchsanlage“Kryorecycling“ in der Lausitz zur sortenreinen Trennung von Plastikmüll und Elektronikschrott, als Kernbestandteil einer Kreislauf-Wirtschaft (anstatt hochgiftige Müllverbrennung).

  • Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft in der Lausitz: Ausstattung aller Windkraftanlagen mit Wasserstoffelektrolyse-Aggregaten im Turmfuss; Einsatz des gewonnenen Wasserstoffs zur Entwicklung der Elektromobilität mittels Aufbau eines zunächst regionalen Wasserstofftankstellennetzes; sowie für Blockheizkraftwerke zur Wärmeversorgung von Häusern.

  • Förderung von Klein- und Mittelbetrieben im Bereich Umwelttechnik, Recycling und Renaturierung. Massiver Ausbau der Umweltforschung und -Lehre an der Uni Cottbus.

  • Aufbau von örtlichen Ausbildungsstätten für Jugendliche und Geflüchtete, mit Schwerpunkt Wohnungsbau, Garten- und Landschaftsbau, Umweltschutz und Umwelttechnik, in Verbindung mit Sprachkursen und unter Einbeziehung älterer Kolleginnen und Kollegen aus den bisherigen Bergbau- und Energiebetrieben!

  • Keine Kriminalisierung und Diskriminierung von Umweltschützern und „Whistleblowern“, die Umweltskandale aufdecken!

  • Für internationale Solidarität und Zusammenschluss der Bergarbeiter und Energiebeschäftigten untereinander und mit der Umweltbewegung!

  • Entschiedener Kampf gegen die drohende globale Umweltkatastrophe, für die Zukunft der Jugend!

Internet: www.umweltgewerkschaft.org Regionalteam Ost: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Post-Anschrift: Umweltgewerkschaft e.V., Bremer Str.42 10551 Berlin

Liebe Freundinnen und Freunde,

es ist wieder der Monat März gekommen und wir stehen kurz vor dem 6. Jahrestag des Fukushima-SuperGAUs.

kobayashi rohm ugAm 11. März 2011 überfiel ein großes Erdbeben mit der Stärke (Magnitude) Mw9.0 das Nordostgebiet Japans, dessen Epizentrum 70KM östlich von der Stadt Sendai im Pazifik lag, zerstörte viele Städte und der Tsunami riß mit seiner Urgewalt unzählige Häuser und Menschen tief ins Meer mit. Aber noch die zweite Katastrophe begann bereits am darauf folgenden Tag. Diese Naturgewalt hat  schließlich am 12. März den ersten Reaktor des FUKUSHIMA-DAIICHI-Atomkraftwerks, am 14. den dritten und am 15. den vierten  jeweils zur Explosion geführt. Infolgedessen wurde neben allen anderen radioaktiven Nukliden z.B. mehr als 300fach radioaktives  Caesium als bei dem Atombombenabwurf in Hiroshima in die Luft, in die Erde und ins Meer geschleudert. Aber damit ist es noch lange  nicht beendet. Seit der Katastrophe setzt sich die radioaktive Verseuchung ununterbrochen fort, nicht bis heute oder morgen, sondern 10 Jahre, 20 Jahre, 50 Jahre, 100 Jahre und noch weiter.

Anti-Atom-Aktionshinweis für nächstes Wochenende:
Wer sich engagieren will für einen Atomkraft-freien Welt, der kann dies auch mit der Umweltgewerkschaft tun: Am kommenden Wochenende (18.+19. Februar) findet eine Bündnis-Aktion gegen Urantransporte statt. (urantransport.de/aktuelles/). Mehr dazu befindet sich am Ende des Artikels

Beunruhigende Meldungen gingen seit dem 09. Februar diesen Jahres durch die Medien. Die Überschrift “Explosion in französischem Atomkraftwerk“ ließ viele zusammenzucken. Es sei keine radioaktive Strahlung aus dem AKW Flamanville im Norden Frankreichs ausgetreten, hieß es.

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Doch bei schon so mancher Reaktorkatastrophe wurden die Ausmaße zunächst klein gekocht, bevor tatsächliche Geschehnisse durchsickerten. Erst im März 2016 wurde z.B. bekannt, dass der Störfall vom Frühling 2014 im französischen AKW Fessenheim gravierend war und bewusst heruntergespielt wurde. Wer sich dessen bewusst ist, kam auch diesmal nicht umhin, die Windrichtung zu recherchieren, in der eine mögliche Strahlung nach der Explosion geweht wäre.