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Umweltgewerkschaft Klimacamp RheinlandVom 16.8. - 27.8. findet in Erkelenz im Lahey Park das Klimacamp statt. Organisiert ist es von Ende Gelände, der Initiative „alle Dörfer bleiben“ und „Zucker im Tank“ ( gegen Autoindustrie). Das Camp ist selbst organisiert durch Zeitspenden und selbst finanziert über Spenden. Es ist gut strukturiert, hat eine Solaranlage und selbst gebaute Klos. Es ist wirklich beeindruckend, wie die verschiedenen Teams sich ihrer Sache annehmen – auf einem Acker entsteht ein komplett funktionierendes Camp. Es ist vorwiegend von Studenten geprägt. Wir 3 wollten die Umweltgewerkschaft bekannt machen, Mitglieder gewinnen und Kontakte knüpfen. Wir sprechen an mit der Bottroper Erklärung und dem Aufruf „Ärzte gegen Zechenflutung“ sowie unserem Grundsatzprogramm. Die Bottroper Erklärung haben wir laminiert in DIN A 3 aufgehangen. Konstanze hing schon am 18.8. eine Ankündigung unserer Veranstaltung am 19.8. im „Open Space“ auf. Leider nur vor einer Teilnehmerin ( Oma gegen Rechts aus Berlin) hielten wir unseren Vortrag zu den Zechenflutungen. Sie wusste bisher nichts über Giftmüll und Zechenflutungen im Ruhrgebiet. Diese Frage ist insgesamt nicht bekannt. Die Oma möchte uns gerne in der Lausitz unterstützen, weil sie da selber Kontakte hat. Im Verlauf des Tages kamen wir mit vielen Leuten ins Gespräch, und fielen mit unseren grünen Westen gut auf. Wir suchten den Kontakt, indem wir an Führungen über das Camp teilnahmen oder uns zum Kaffee neben andere Leute saßen. Wir verteilten keine Flyer, da es dort nicht üblich ist, sondern legten die Flyer da aus, wo es alle taten und wiesen dann die Leute in den Gesprächen darauf hin. Die Stimmung war offen, wir sprachen länger mit einem Angestellten aus dem Finanzwesen aus der Schweiz, einem Jugendlichen aus Darmstadt und zuletzt mit eine JAV Mitglied von Bosch aus Stuttgart. Dieser kam direkt auf uns zu, weil wir „Gewerkschaft“ heißen und wollte sich mit uns beraten, wie wir die Kollegen für den Umweltkampf gewinnen können. Er war frustriert, weil seine Leute daran angeblich gar kein Interesse hätten. Im Gespräch stellte sich aber heraus, dass sie sehr wohl ein Umweltbewusstsein haben, jedoch noch nicht bereit sind, aktiv zu sein und die IGM Führung vor allem alle Diskussionen unterbindet. Wir erzählten ihm von unserer Haltung über die wichtige Rolle der Arbeiter für den Umweltkampf und rieten ihm, im Betrieb zu bleiben nach der Lehre und die Arbeiter zu gewinnen, auch wenn das vielleicht schwerer ist als in anderen Milieus. Er braucht dafür eine Organisation, die sich auch an die Kollegen wendet, und wäre bei uns gut aufgehoben. Er bedankte sich herzlich, wir haben ihm Mut gemacht.
Der Gedanke der Einheit mit der Arbeiterbewegung wurde von vielen positiv aufgegriffen, war aber tatsächlich für die meisten ein neuer Gedanke, der sie zum Grübeln brachte.
Wir vertraten als wichtige Forderungen der Umweltgewerkschaft die 30h Woche bei vollem Lohnausgleich und Kampf um jeden Arbeitsplatz mit den Arbeitern gemeinsam. Am Vortag war wohl eine Veranstaltung von „Zucker im Tank“ darüber, dass die Automobilindustrie bekämpft werden muss („Smash the automobile industrie“), in der nicht eingegangen wurde auf die nötige Einheit mit den Automobilarbeitern. Einige kritisierten das als Spaltung. Eine ziemliche Distanz zur Arbeiterbewegung wurde daran deutlich, dass entweder von ihnen sofort Streik gefordert wurde von den Arbeitern oder sie allesamt als borniert abgestempelt wurden.
Wir besprachen, dass die beiden die Woche über an vielen Workshops teilnehmen, persönliche Gespräche führen, Mitglieder gewinnen und Unterschriften für die Bottroper Erklärung und Ärzte gegen Zechenflutung sammeln und am Mittwoch nochmals die Veranstaltung zu Giftmüll untertage durchgeführt wird.

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