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Kontakt: Christian Zajonc, Fischerstrasse 52, 45899 Gelsenkirchen, Tel.: 0209/93 96 91 94, e-mail: umweltgewerkschaft-ge<at>gmx.de

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Anlässlich der 27. Weltklimakonferenz in Ägypten wird weltweit demonstriert, und in Gelsenkirchen-Buer hatte die Umweltgewerkschaft zusammen mit anderen Kräften als Bündnis zu einer Protestkundgebung und Demonstration aufgerufen, an der sich ca 70 Menschen fest beteiligten. Die Welt steht vor einer globalen, die Lebensbedingungen der Menschheit bedrohenden Umwelt- und Klimakatastrophe. Das 1,5-Grad-Ziel der Erderwärmung ist bereits Makulatur mit schon jetzt dramatischen Folgen. Außer nutzlosen Verlautbarungen haben alle Weltklimakonferenzen der letzten fast 30 Jahre versagt. Heftig wurde die Bundesregierung, auch die Politik der Grünen kritisiert, da die Wahlversprechen in Windeseile gebrochen wurden und alles der Krisen- und Kriegspolitik untergeordnet wird: eine katastrophale Umweltpolitik mit dem Weiterbetrieb von Kohle- und Atomkraftwerken, und mit den äußerst klimaschädlichen Flüssiggasterminals. Immer wieder wurde von Russland und der NATO gefordert, den abscheulichen Krieg in der Ukraine sofort zu beenden, Militarisierung und Hochrüstung wurden entschieden abgelehnt und vor der Gefahr eines atomaren 3. Weltkrieges gewarnt. Die Redner betonten die Notwendigkeit einer gesellschaftsverändernden Umwelt- und Friedensbewegung gegen die kapitalistische Ausbeutung und Zerstörung der Mutter Erde.

Auch örtliche Umweltverschmutzer wurden ins Visier genommen. Angegriffen wurde der BP-Konzern, der wesentlich zur Luftverschmutzung in der Region beiträgt und jetzt ein Landschaftsschutzgebiet vernichten will für den Bau einer Pyrolyse-Anlage, die Plastik wieder in Rohöl verwandelt – ein Verfahren mit sehr hohem Energieaufwand und mit einem großen Anteil an giftigen Reststoffen. Trotz aller Beteuerungen von BP ist es alles andere als eine Innovation mit Zukunft! Angegriffen wurde auch die RAG, die verbrannte Erde im Ruhrgebiet hinterlassen hat. Eine RAG-unabhängige Untersuchung von Bergleuten hat ergeben, dass viele hochgradig vergiftet sind; mit der Flutung der Zechen werden Giftstoffe ins Grundwasser gelangen und droht eine regionale Trinkwasserkatastrophe.

Kräfte aus der Umwelt-, Friedens- und Arbeiterbewegung, sowie aus der Kommunalpolitik betonten ihren Zusammenhalt im Widerstand gegen umweltpolitischen Kahlschlag und Krieg.

Ein Bündnis verschiedener Organisationen in Gelsenkirchen hat den nachstehenden Aufruf verfasst und ruft damit zu einer breiten Beteiligung am Umweltkampftag 2022 auf.

Titel UKT22

Hier gibt es den ganzen Flyer zum Download und Weiterverbreiten:

 

„Skepsis“ ist noch eine vorsichtige Kennzeichnung – ein große Mehrheit der anwesenden Bürger auf der Info-Veranstaltung der Stadt am 28.9. lehnt die geplante Norderweiterung von BP ab. Und das aus gutem Grund: Die geplante Pyrolyse-Anlage bedeutet über 1000 Tonnen Müll am Tag, davon bleiben 150-200 als hochgiftige Rückstände, erzeugt Gifte bis hin zu Dioxin und ist nicht einmal eine Recycling-Anlage im eigentlichen Sinn. Damit ist sie kein „Leuchtturm-Projekt der Kreislaufwirtschaft“, sondern „Greenwashing“ und eine enorme zusätzliche Belastung der Bevölkerung in der ganzen Region. Wir stehen hier aber bereits an der Spitze der Krebs-Skala und bei Herzerkrankungen. Die von der Stadt (und BP?) gewählte Taktik, es gehe jetzt gar nicht um diese Anlage sondern nur um den Bebauungsplan kam deshalb nicht gut an. Die Umweltgewerkschaft wird die Bürgerinnen und Bürger darin unterstützen, gemeinsam gegen die Verwirklichung dieses Vorhabens vorzugehen.

Beratung beim nächsten Aktionsbündnistreffen:

Die BP-Norderweiterung, längere Zeit aus der öffentlichen Debatte verschwunden, wird wieder aktuell. Ende letzten Jahres verkündete BP Pläne zum Bau einer Kunststoff-Recycling-Anlage im Landschaftsschutzgebiet. Wir haben damals gleich begonnen, den Protest zu organisieren.

Nun hat die Stadt (der Stadtrat hat dem Vorhaben bei nur einzelnen Gegenstimmen zugestimmt) einen entsprechenden Bebauungsplan erstellt, den sie der Öffentlichkeit vorstellt am Mittwoch, 28.09., um 18 Uhr in der Lukaskirche in GE-Hassel, Eppmannsweg 32.

Wir wollen die Veranstaltung nutzen und bitten um zahlreiche Beteiligung, um Protest und Einwendungen gegen das Projekt vorzubringen.

Näheres könnt ihr dem Flyer dazu entnehmen:

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

wir laden herzlich ein zum Umweltgewerkschafts-Treffen

am Freitag, 16.09., um 18 Uhr 30 im Treff International (Hauptstraße 40 in GE).

Vorschlag zur Tagesordnung:

1. Was haben wir seit dem letzten Treffen gemacht, wie beurteilen wir die aktuelle Umwelt-Situation und unsere Arbeit dazu. Stichworte hierzu: * Protest gegen die Unterordnung der Umweltpolitik unter die Kriegspolitik, gegen Laufzeitverlängerung Atom- und Kohlekraftwerke, gegen Gas-Umlage * Ölpellet-Verbrennung im Kraftwerk Scholven ist beendet! :-) * gegen BP-Norderweiterung und Kunststoff-Recycling mit Pyrolyse

2. Wie arbeiten wir weiter, und was planen wir bis zum Jahresende. Beraten werden sollte die Schwerpunktsetzung. BP bleibt ein wichtiges Thema, aber in der aktuellen Entwicklung ist Uniper mit seinen Kohlekraftwerken und „Gas als Brückentechnologie“ und Gas-Umlage in den Fokus gerückt. Wie gehen wir damit um?

Höhepunkte in den nächsten Monaten: * 23.09. Klimastreiktag von Fridays For Future * 01.10. „Herbstdemonstration“ in Berlin (bundesweite Montagsdemo-Bewegung und Friedensbewegung; der Umweltgewerkschafts-Vorstand ruft zur Beteiligung auf) * 12.11.Weltklima-Aktionstag

Habt ihr weitere oder andere Fragen und Vorschläge?

Eventuell können wir im Anschluss an das Treffen noch unsere guten Aufkleber gegen die Atomkriegsgefahr einsetzen (wer Lust hat und nicht fußkrank ist).

 

211106 da Datteln 2Am Montag hat Uniper Bedarf nach weiteren 4 Milliarden an Staatskrediten angemeldet. Kanzler Scholz hatte bereits vor Wochen allgemein grünes Licht für Nachforderungen gegeben: „Alles, worauf es ankommt, das werden wir tun, heute und so lange wie nötig“, versicherte er bei der Vorstellung des „Rettungspakets“. Als Umweltgewerkschaft protestieren wir entschieden gegen eine weitere Umverteilung von Steuergeldern der Bürger an Konzerne wie Uniper, noch dazu für die Aufrechterhaltung und Förderung einer so umweltschädlichen Technologie wie der Erdgasverbrennung! Die unsägliche Gas-Umlage der Bundesregierung muss nicht nachgebessert werden, sondern komplett vom Tisch! Schluss mit Rettungspaketen für Konzerne!

Monate, bevor Putin die Gaslieferungen gekürzt hat, begann bereits die weltweite Wirtschaftsschlacht ums Gas – geführt von weltweiten Monopolen auf dem Rücken der Masse der Bevölkerung, die mit steigenden Gaspreisen, Umlagen und Steuergeldern dafür bluten soll. Jahrelang hat Uniper Riesenprofite mit der klimaschädlichen Kohleverbrennung auf dem Rücken der Beschäftigten gemacht. 2021 wurde sogar der Abbau von weiteren 1200 Arbeitsplätzen angekündigt. Die Umweltgewerkschaft erklärt sich solidarisch für den Erhalt aller Arbeitsplätze und fordert gleichwertige Ersatzarbeitsplätze auf Kosten der Konzerne.

Ratssitzung Protest3

 

BP plant im Landschaftsschutzgebiet nördlich der Ulfkotterstrasse ein Werk zum „chemischen Recycling“ von Kunststoffen, mit einer Jahreskapazität von „vorerst“ 400.000 Tonnen Kunststoffmüll, also über 1.000 Tonnen pro Tag! Dies bedeutet eine Zerstörung des Landschaftsschutzgebietes und einen unerträglichen LKW-Verkehr.
Das angestrebte „Kunststoffrecycling“ durch BP, das Pyrolyse-Verfahren, ist auf dem heutigen Entwicklungsstand kein „Leuchtturmprojekt“: es ist weder umweltfreundlich, noch werden die Kunststoffe wirklich recycelt. Es entstehen hochgiftige Substanzen bis hin zu Dioxin und verbleiben in den koksartigen Rückständen (laut Bundesumweltministerium) und es wird extrem viel Energie benötigt. Es besteht auch die Gefahr, dass Giftstoffe in die Luft entweichen.
Diese Belastung von Mensch und Umwelt und der grüne Anstrich von BP zur Täuschung sind abzulehnen.
Der Kunststoffmüll ist zu einem weltweiten Umweltproblem geworden. Notwendig sind unseres Erachtens:
* Herstellung recyclingfähiger Kunststoffe bzw. Kunststoffersatz. Hierdurch könnten wesentlich mehr Arbeitsplätze geschaffen
werden als bei der vorgesehen Pyrolyse-Anlage.
* Entwicklung wirklich ökologischer Recyclingverfahren
* Mehrweg und Plastikvermeidung statt Verbrennung und Deponierung

Hier gibt es die Unterschriftenliste zum Download:

Aktiv gegen Weltkriegsgefahr UG Plakat2022 DIN A4 210x294

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