Kontakt: Christian Zajonc, Fischerstrasse 52, 45899 Gelsenkirchen, Tel.: 0209/93 96 91 94, e-mail: umweltgewerkschaft-ge<at>gmx.de

Am 8.9. führte die Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen einen eindrucksvollen Infostand durch, protestierte gegen die Schließung der letzten beiden Steinkohlezechen. Wir verteilten die informative Zeitung der kommunalpolitischen Bündnisse und sammelten Unterschriften.
Auf besondere Aufmerksamkeit stieß unser Plakat zur Solidarität mit dem Umweltwiderstand im Hambacher Forst. Es ist sehr beeindruckend, welche Unbeugsamkeit die Umweltkämpfer, viele junge Menschen, dort zeigen. Als Umweltgewerkschafter protestieren wir entschieden gegen den massiven Versuch der Umweltverbrecher RWE und der Landesregierung NRW, den Umweltwiderstand in eine kriminelle Ecke drängen zu wollen. Die zum Teil brutale Gewalt, mit der das Camp geräumt wurde, ging eindeutig von der Polizei aus.
Die RWE-Beschäftigten und die Umweltbewegung gehören zusammen.
Weg mit dem neuen Polizeiaufgabengesetz! Stopp Braunkohleabbau und die Verbrennung von Kohle und anderer fossiler Stoffe! Rettet das Klima!
Die Spenden werden wir dem Widerstand zukommen lassen.
Ganz liebe Grüße an alle Widerständler im Hambacher Forst und an alle sich solidarisierenden Menschen!
180908 UG GE Infostand klein

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Umweltkämpfer*innen!

Mit großer Sorge und höchstem Respekt an eurer Arbeit blicken wir knapp 100 Kilometer südwestlich auf den
Hambacher Forst »Hambi!«. Seit knapp 6 Jahren schützt ihr dort die Reste des 12 000 Jahre alten
einzigartigen Eichen-Naturwaldes.

Erst vor knapp einer Woche musstet ihr euch massiven Polizeiübergriffen zur Vorbereitung der Rodung des
Hambi durch die RWE-Büttel entgegenstellen und habt euch nicht einschüchtern lassen. Wir müssen
gemeinsam verhindern, dass der Widerstand gewaltsam geräumt und der Forst gerodet wird. Wir
protestieren auch entschieden gegen die neuen Polizei-Gesetze: Sie müssen vom Tisch.

Die Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen - Bottrop - Gladbeck lädt ein zu einem Vortrag mit Bildern, und anschließender Diskussion: 

Keine Flutung von Zechen!  

Die Ruhrkohle AG riskiert mit ihrer geplanten Zechenflutung Trinkwasservergiftung, Bergsenkungen, Schieflagen und Erdbeben.

Wir akzeptieren die Zechenschließung nicht!

Für Arbeitsplätze und Umweltschutz.

Keine Kohleverbrennung. Kohle ist ein vielseitiger und wichtiger Rohstoff.    

Wann: Freitag, 3. August 2018, 18:30 Uhr
Wo:  im "Treff International", Gelsenkirchen, Hauptstr. 40 (am Marktplatz)

Eintritt frei                                            

                                                                                                                                                                    

Nächster Info-Stand ist 

am Samstag, 28.07., 10:45 bis 13:00 Uhr

in Buer, Ecke Hochstraße / Springestraße                                                              

Samstag, 21.07.2018, ab 17 Uhr im Nordsternpark (auf der Wiese am Förderturm)

Interessierte sind herzlich willkommen!

Mit zahlreichen Kurzreden und Musik führten wir in der Fußgängerzone bei großem Publikumsverkehr einen eindrucksvollen Stand mit 9 Mitgliedern der Umweltgewerkschaft durch. Mit dabei ein ganz neues Mitglied. Wir sammelten offensiv Unterschriften gegen die Schließung der beiden letzten Steinkohlezechen und gegen die von der RAG (Ruhrkohle) geplante Zechenflutung.

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Von den Passanten, die stehen blieben, haben 88 unterschrieben. Besonders hervorzuheben: 18 von ihnen wollen weiter über die Sache und auch über die Umweltgewerkschaft informiert werden. Das Thema wurde mit Interesse aufgenommen.Neben dem Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen bei den Bergleuten und noch mehr in der Zulieferindustrie und neben der eingeschränkten Zukunft der Jugend, stieß vor allem die Umweltfrage auf Empörung, dass mutwillig von der RAG eine große Umweltkatastrophe in Kauf genommen wird. Wenn das Grubenwasser die Gifte unter Tage nach oben spült und mit dem Grundwasser in Kontakt kommt. Wir erhielten große Zustimmung, dass dies verhindert werden muss. Außerdem stieß auf breites Unverständnis, dass hier moderne Zechen geschlossen werden, während gleichzeitig die Kohle unter zum Teil miserablen Bedingungen in anderen Ländern gefördert wird und nach Deutschland importiert wird.  Es geht immer nur um den Höchstgewinn. Dass die Kohle ein wichtiger und vielseitig verwendbarer Rohstoff ist, der nicht verbrannt werden darf, war für einige der Zuhörer etwas Neues. Vor allem das von uns gesungene und von Gitarrenmusik begleitete Steiger-Lied berührte die Menschen tief. Denn wir wiesen darauf hin, dass wir das Lied nicht als Abgesang auf den Bergbau verstehen, wie es zur Zeit die Politik und leider auch die IGBCE tut. Wir wollen uns mit dem Lied für den Erhalt der letzten Zechen einsetzen.

Wir wollen auf jeden Fall die Unterschriftensammlung weiter unterstützen, damit es wie im Saarland auch im Ruhrgebiet und in NRW zu einer Massenbewegung kommt.

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Bergmannskultur auch beim Bäcker ...

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