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Die Bürgerinitiative BAESH vom Deponie-Standort Harrislee solidarisiert sich mit den Bürgerinnen und Bürgern Lübecks und den Menschen, die sich vor Ort gegen die Zwangszuweisung von radioaktiven Abfällen auf der Deponie Niemark einsetzen.

Gemeinsam streiten wir alle für gesundheits- und umweltverträgliche Alternativen zur 'Entsorgung' von radioaktiven Abfällen über die Abfallwirtschaft - nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern bundesweit.

Wer wirklich Verantwortung für die strahlenden Hinterlassenschaften der Atomindustrie übernehmen will, sucht nicht den billigsten Weg, sondern den sichersten. Radioaktiver Müll gehört nicht in die Abfalltonne! 

Es ist nicht hinnehmbar, dass der Bevölkerung unter Anwendung von Zwangsmaßnahmen eine Erhöhung der Strahlenbelastung zugemutet wird, nur um den Atomkonzernen einen billigen Abriss zu bescheren. Es ist nicht hinnehmbar, dass nachkommende Generationen unkalkulierbare Risiken zugemutet werden sollen, die nicht rückgängig gemacht werden können. Es ist nicht hinnehmbar, das die Politik Vorsorge- und Verursacherprinzip abschafft und durch ihr Handeln gegen das Minimierungsgebot im Strahlenschutzgesetz verstößt.

Dort heißt es im Paragraphen 8, Absatz 2:

Wer eine Tätigkeit plant, ausübt oder ausüben lässt, ist verpflichtet, jede Exposition oder Kontamination von Mensch und Umwelt auch unterhalb der Grenzwerte so gering wie möglich zu halten.

Die Landesregierung sollte das ernst nehmen und endlich Verantwortung übernehmen. Ihr aktuelles Handeln ist das Gegenteil davon. Sie macht sich zum Handlanger der Atomwirtschaft.

Grüsse von der Flensburger Förde an die Lübecker Bucht.

Ein Beitrag von Prof. Dr. Rolf Bertram

  1. Vorab ein paar Fakten, die bei amtlichen Experten unzureichend bekannt sind oder zurückgehalten werden:

- Jede 'Freisetzung' von Radioaktivität beeinträchtigt die biologische Vielfalt und führt zu einem nicht kalkulierbaren Risiko für alle Zeiten.

- Die in den Verordnungen gewählten DOSISKOEFFIZIENTEN sind nur ein grobes Maß der tatsächlichen FOLGEWIRKUNGEN.

- Die amtlichen Grenz- und Richtwerte (z. B. Grenzwerte) beruhen auf unrealistischen Annahmen (keine dieser Annahmen berücksichtigen die tatsächliche Situation, z. B. nicht messbare Organ- und Teilkörperdosis, Einfluss auf teilungsfähige Zellen (Basalzellen).

  1. Eine Unterscheidung der Dosen auf den Organismus durch Inhalation, Ingestion, und Permeation ist bei unterschiedlicher räumlicher und zeitlicher Zufuhr der Aktivität völlig unzureichend. Eine Kontamination einzelner Personen ist nur über aufwendige wiederholte Inkorporationsmessungen durch Blut und Ausscheidung abschätzbar. Die effektive Kontamination - also die spezifische Kontamination - eines Körperteils oder eines Organteils (gemessen etwa in mSv) ist nicht möglich. Die bisher vorliegenden Rechenmodelle sind nur für große Kohorten, aber nicht für den Einzelfall verwendbar.

Die Verwendung der Begriffe 'schwachaktiv', 'mittelaktiv', 'hochaktiv' sind irreführend, genauso wie der Begriff 'Grenzwert'. Sie dienen der juristischen und politischen Rechtfertigung, wissenschaftlich sind sie nichtssagend und zur Einschätzung von Strahlenschäden unbrauchbar.

  1. Nun zur 'Freimesserei'

Es ist nicht möglich, durch chemische oder technische Verfahren freigesetzte Radioaktivität zu vermindern oder zu vernichten. Durch den Abriss findet eine nicht vertretbare Zunahme der Umweltradioaktivität statt. Denn durch das anfallende zerkleinerte, gereinigte und geschredderte Stückgut und die damit verursachte Oberflächenvergrößerung wird die eingeschlossene Radioaktivität verstärkt freigesetzt und findet sich wieder im Spülwasser, im Schleifstaub und in den abgelagerten Bruchstücken.

95% des beim Rückbau anfallenden Atommülls werden 'freigemessen'.

Atommüll ist nicht gleich Atommüll. Art und radiologische Auswirkungen sind extrem unterschiedlich. Bemühungen, ein für alle Arten gleichermaßen geeignetes Lagerungs- oder Deponiekonzept zu entwickeln, stoßen auf unüberwindbare Schwierigkeiten.

Die bisher vorliegenden Betrachtungen berücksichtigen z.B. nicht, dass Radionuklide zusammen mit anderen nicht-radioaktiven, z. T. auch toxischen Problemstoffen - in der Regel Füllstoffe oder Behältermaterialien - vermischt und eng benachbart deponiert werden. Zwischen diesen Stoffen finden durch Kontakt unvermeidbar  chemische und strahlenchemische Prozesse statt, in deren Folge neue Problemstoffe (nicht nur als Gase) in großer Vielfalt entstehen. Eingelagert liegt also kein ruhendes sondern ein stofflich und zeitlich hochdynamisches System vor. Bislang gibt es keine Modelle, die diesem Sachverhalt Rechnung tragen.

  1. Durch Wind, Wetter und klimatische  Veränderungen ist eine Ausbreitung der von der Ablagerung ausgehenden Radioaktivität unvermeidbar. Die Ausbreitung erfolgt - in der Atmosphäre, über die Nahrungskette, über Sicker- und Grundwasser und durch Verschleppung,z.B. Umlagerung (Ortswechsel).

Völlig vernachlässigt wird die Verteilung der Radioaktivität durch Feinstaub und Ultrafeinstaub in der Atmosphäre. Radionuklide haften an den Feinstaubpartikeln und bilden RADIOAKTIVE AEROSOLE und werden als solche über weite Strecken (zig km) verteilt.

Ein besonders drastisches Beispiel für (amtliche) Fehleinschätzung: Die genetische Strahlenbelastung durch von Atomenergie erzeugtes C14 und Tritium und die große Wirksamkeit zum Auslösen von biologischen Schäden (Organbestrahlung) ist seit über 50 Jahren bekannt. Tritium (H-3, Halbwertzeit 12,3 Jahre) und Radiokohlenstoff (C-14, Halbwertzeit 5700 Jahre). Beide sind Betastrahler geringer Reichweite und gehören nach der üblichen Einteilung in die Gruppe mit 'niedriger Radiotoxizität'. Diese irreführende Bezeichnung hat offensichtlich dazu geführt, dass diese Betastrahler bei der Freimessungsproblematik überhaupt keine Rolle spielen. Da  Beta- und Alphastrahler durch gewöhnliche tragbare Geigerzähler gar nicht erfassbar sind, taucht dieser Anteil in den amtlichen Kontrollmessungen auch nicht auf.

Bei Freisetzung und Inkorporation über Luft, Wasser und Nahrungsmittel sind deren Auswirkungen verheerend, da beide als Wasserstoff bzw. Kohlenstoff zu den wesentlichen Bausteinen lebender Materie gehören: Wenn Alpha- oder Betastrahler in den Körper gelangen (inkorporiert werden) beispielsweise durch Inhalation in die Lunge oder durch Verschlucken kontaminierter Nahrungsmittel ist der Schaden besonders groß. Wie die nicht radioaktiven Isotope (H-1, C-12) werden sie Teil des organischen Gewebes und können so den Zellen - Stoffwechsel zerstören, mindestens aber verändern. Die cancerogenen und mutagenen Folgen sind ebenfalls lange bekannt, werden aber in den amtlichen Verordnungen (Strahlenschutzverordnung) bis zur Stunde nicht ausreichend berücksichtigt.

  1. Auf der Stecke bleibt der Strahlenschutz. Offensichtlich spielt auch hier ein ökonomisch dominierter Schadensvergleich die entscheidende Rolle. Tödliche und krankmachende Gesundheitsschäden werden gegen kommerzielle Einsparungen gestellt. Das ist der übliche Weg. Um die Auswirkungen zwischen kurzfristiger oder dauernder Inkorporation zu berücksichtigen, spielte vor 30 Jahren im Strahlenschutz die FOLGEÄQUIVALENTSDOSIS eine Rolle, inzwischen ist davon keine Rede mehr. Eine Ermittlung dieses Eingriffswertes wäre gerade in der Freimessungsproblematik angebracht. Eine Antwort auf die Frage, warum das nicht gemacht wird, liegt nahe:

Vermutlich wäre das das Ende des Abbaus der AKW und das Ende der Planung für die Entsorgung und Aufarbeitung von Atommüll.

 

 

 

P1030006 2 UG Mitglieder beim Vortrag HL 6 2 21Über 80 Lübecker*innen trotzten am Nachmittag des 6. Februar Corona und der Kälte und protestierten auf dem Markt gegen die Zwangsverordnung des Kieler Umweltministers Albrecht. Im Dienste von Energiekonzernen will er 18.000t Abrissmüll aus Brunsbüttel auf den Hausmülldeponien Niemark und Johannistal billig entsorgen lassen.
Die Umweltgewerkschaftsgruppe Lübeck hatte zu der Protestkundgebung aufgerufen. Zwei Vertreterinnen wiesen zu Beginn nach, dass der sogenannte „Bauschutt“ Radioaktivität enthält. Zusätzlich zur ohnehin vorhandenen radioaktiven Strahlung in unserer Umwelt gefährdet er unsere Gesundheit und erhöht das Krebsrisiko. Die Einlagerung auf Hausmülldeponien bezeichnet Albrecht als „alternativlos“. Dabei werden sichere Alternativen wie der Einschluss vor Ort, die der BUND und die „internationalen Ärzte gegen den Atomkrieg“ (IPPNW) entwickelten, einfach vom Tisch gewischt.

Protestresolution der Kundgebung der Umweltgewerkschaft gegen Atommüll am 6.2.21 in Lübeck

Die 80 Teilnehmer*innen auf der Kundgebung am 6.2.21 auf dem Lübecker Marktplatz protestieren entschieden gegen die Zwangsverordnung des Kieler Umweltministers zur Deponierung von Atommüll auf den Hausmülldeponien Niemark und Johannistal. Auch wenn das Ministerium dies leugnet: Der Abrissmüll enthält Radioaktivität. Wir wissen, dass unsere Umwelt ohnehin radioaktiv belastet ist und daher sind wir gegen jede weitere Verbreitung von radioaktiven Stoffen, weil damit die Gesundheit von Mensch und Tier weiter gefährdet wird.
Wir sind ebenso gegen die Einlagerung des Abrissmülls auf allen anderen Hausmülldeponien und solidarisch mit allen Mitstreitern im Land.
Alle ernst zu nehmenden Vorschläge für eine sichere Lagerung des Abrissmülls wurden vom Ministerium vom Tisch gewischt. Wir treten ein für einen verantwortungsvollen
Umgang mit radioaktivem Abrissmüll und halten eine breite gesellschaftliche Debatte darüber für notwendig.

Diese Protesterklärung wurde einstimmig verabschiedet.

1. Alles harmlos?

10 Jahre nach der Katastrophe von Fukushima und dem beschlossenen Ausstieg aus der Atomkrafttechnologie in Deutschland ist es endlich soweit, dass 2023 das letzte Atomkraftwerk in Schleswig-Holstein abgebaut werden soll. Eigentlich können wir uns darüber freuen, wären da nicht die Hinterlassenschaften dieser gefährlichen Technologie.

Für die radioaktiven Brennelemente sowie für hoch und mittelstark belastetes Material werden noch immer Lagerstätten gesucht. Bis 2031 sollen sie durch das Standortauswahlverfahren gefunden sein. Bisher gibt es nur Zwischenlager an den AKW-Standorten. Doch wir von der Umweltgewerkschaft wie auch viele Wissenschaftler fordern, dass das radioaktive Material rückholbar ist, denn keine Lagerstätte ist für die Ewigkeit und bis zu 10 Mio Jahre strahlt das Material.

Das Umweltministerium in Kiel behauptet, 97% des Abrissmülls seien radioaktiv nicht belastet. Wie kann das sein? Die Radioaktivität verschwindet auf wundersame Weise durch „Freimessen“. Durch mechanische und chemische Bearbeitung wird theoretisch ein Grenzwert von unter 10 Mikrosievert erreicht und aus Atommüll wird Hausmüll.
Nachdem Herr Albrecht kein Einvernehmen mit betroffenen Gemeinden erzielen konnte, sollen nun in Lübeck-Niemark 12500 t und in Johannistal bei Heiligenhafen 5500 t zwangszugewiesen werden.

Ist nun die zusätzliche Strahlenbelastung von 10 Mikrosievert unbedenklich?
Umweltminister Albrecht verharmlost die Sache, indem er angibt, dass selbst für Trinkwasser ein Grenzwert von 100 Mikrosievert ionisierender Strahlung gilt und auch die natürliche Strahlung schon über 2100 Mikrosievert liegt. Doch der Deutsche Ärztetag wies bereits 2017 darauf hin, “dass es keinen Schwellenwert für die Unbedenklichkeit von ionisierender Strahlung gibt.
Zwischen Dosis und Wirkung ionisierender Strahlung beim Menschen besteht ein linearer Zusammenhang. Entsprechend gilt: Die Anzahl der strahlenverursachten Erkrankungs- und Todesfälle steigt mit der Höhe der Strahlenbelastung. Jede Strahlung ist schädlich und kann Krebs, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen auslösen oder Erbgutschäden verursachen.

Besonders bedenklich ist, dass die Strahlenmessung vom AKW-Betreiber selbst durchgeführt und nicht kontinuierlich durch unabhängige Dritte überwacht oder kontrolliert wird. Bei einigen Stoffen sind außerdem Stichprobenverfahren zulässig oder auch Schätzungen sind möglich.
Auch wird nicht berücksichtigt, dass durch die Freigaberegelung zeitnah mehrere Millionen Tonnen radioaktiven Materials freigesetzt und flächendeckend verteilt werden.

Die Belastung durch ein AKW im Normalbetrieb wird mit einem Wert unter 10 Mikro-Sievert angegeben (Angabe z.B. Deutsches Atomforum e.V.,2008). Gleichzeitig ist die Kinderkrebsrate, dies belegt die KIKK-Studie in 2007, im Umkreis von Kernkraftanlagen (20 km Radius) signifikant erhöht. Kann vor diesem Hintergrund eine Strahlenbelastung von bis zu 10 Mikro-Sievert pro Person pro Jahr durch die Deponierung der AKW-Abfälle als zumutbar bezeichnet werden?

Jede zusätzliche Freisetzung von Radioaktivität widerspricht dem Minimierungsgebot im Strahlenschutz. Jeder Mensch soll sich radioaktiver Strahlung so wenig wie möglich aussetzen und deshalb lehnen wir die Deponierung von radioaktivem Müll auf Niemark strikt ab.

2. Keine Alternativen?

Die Energiekonzerne haben sich nie um eine möglichst sichere Lagerung gekümmert. Es geht ihnen um eine möglichst billige Entsorgung, damit ihr Profit erhalten bleibt. Und jetzt machen sie und ihr Umweltminister Albrecht Druck mit einem angeblichen „Müllnotstand“ in Brunsbüttel. Die Lagerung auf Hausmülldeponien ist angeblich „alternativlos“. Bei diesem Begriff klingeln schon unsere Alarmglocken.
Es gab von 2016-18 eine Arbeitsgruppe mit dem damaligen Umweltminister Robert Habeck, in der er Einvernehmen mit Gemeinden und dem BUND herstellen wollte. Das scheiterte am Widerstand, den Abrissmüll aus AKW s auf Hausmülldeponien zu kippen. Es hatten sich Bürgerinitiativen in Harrislee bei Flensburg und in Schönwohld bei Kiel gegründet und auch wir von der UWG wurden aktiv und haben über in 3 Jahren über 1200 Unterschriften gegen diese Art der Lagerung gesammelt.
Alternative Vorschläge zur Lagerung des Abriss Mülls aus AKW s vom BUND und IPPNW (internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges) wurden von Habeck verworfen, aber darüber wird keine Öffentlichkeit hergestellt.
Der BUND schlug den sicheren Einschluss mit anschließendem Rückbau vor. Nach Entfernung der Brennelemente wird der gesamte AKW-Bereich für 30 Jahre oder länger eingeschlossen, in dieser Zeit klingt die Strahlung ab, dann kann der Abriss erfolgen.
Eine weitere Alternative ist der unbefristete und dauerhafte Einschluss des AKW vor Ort, also ohne anschließenden Abriss. Bei dieser Variante ist die Gefährdung der Bevölkerung minimiert

Die IPPNW kritisieren den kompletten Abriss der Akw´s grundsätzlich,weil er gesundheitsgefährdend ist. Die gering kontaminierten Materialien sind in dem bestehenden AKW-Werksgebäude viel besser aufgehoben. Es ist geradezu unverantwortlich, viele 10tausend Tonnen Akw-Abriss auf Hausmüll-Deponien zu bringen oder in die Reststoff-Verwertung einzuspeisen.Ein unbefristeter und auf Dauer angelegter Einschluss des AKW´s würde die Menschen am ehesten vor Radioaktivität schützen.Denn die Werbung der Betreiber für den AKW-Rückbau, am Ende gebe es eine „grüne Wiese“, ist eine Fiktion.
Wir sind keine Wissenschaftler, aber die Alternativen müssen in der Bevölkerung bekannt gemacht werden, damit sie sich ein Urteil bilden kann und tatsächliche Alternativen diskutiert werden können.

3. Organisiert euch

2014 haben wir die Umweltgewerkschaft gegründet. Warum haben wir uns den Namen „Gewerkschaft“ gegeben? Die Umweltfrage hat heute eine ähnlich existenzielle Bedeutung für die Menschheit wie Löhne und Arbeitsbedingungen für die Arbeiter vor 150 Jahren. Wir brauchen heute einen ebenso breiten Zusammenschluss auf überparteilicher und antifaschistischer Grundlage. Und Arbeiter sind besonders herausgefordert, gewerkschaftlich im Betrieb für den Erhalt unserer Umwelt und Gesundheitsschutz aktiv zu werden. Wir setzen uns für einen kostenlosen und attraktiven Nahverkehr ein und unterstützen die Fridays for Future-Bewegung im Kampf zum Schutz des Klimas.
Der Widerstand gegen die Deponierung von Atommüll auf Niemark hat erst begonnen. Er braucht viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die ihre Fähigkeiten beim Schreiben von Flugblättern einbringen, bei der Gestaltung von Veranstaltungen und Organisierung von Widerstandsaktivitäten. Aber es kann auch wichtig sein, schon mit dem Mitgliedsbeitrag von 2 € monatlich die Aktivitäten finanziell zu unterstützen.
Mach auch du mit in unserer Umweltgewerkschaftsgruppe.
Aufnahmeanträge gibt es an unserem Stand.

Bericht zum Weltklimatag am 14.11.2020 in Lübeck

 

Wir von der Ortsgruppe Lübeck hatten gemeinsam mit anderen Organisationen des Internationalistischen Bündnisses eine Kundgebung in der Lübecker Innenstadt organisiert, sogar die lokale Presse hatte einen Hinweis auf die Veranstaltung veröffentlicht.

Bei trocckenem Wetter lauschten bis zu 30 Interesierte mit ausreichend Abstand und Maske den Beiträgen am offenen Mikrofon. An drei Informationstischen informierte dir Umweltgewerkschaft, die Frauenorganisation Courage und auch die MLPD über die aktuellen Umweltthemen, die gerade Lübecker Bürger bewegen. Es gab eine Unterschriftenliste zu kostenlosem attraktiven und CO2 armen Nahverkehr und gegen die Deponierung des Abrissmülls vom AKW Brunsbüttel auf der Hausmülldeponie Niemark. Dies hat sich in Lübeck zu einem viel diskutierten Thema entwickelt. Wir berichteten darüber, dass die Landesregierung kurz davor steht, das Abrissmaterial zwangsweise nach Lübeck bringen zu lassen, obwohl sich die hiesige Bürgerschaft mehrheitlich dagegen ausgesprochen hat.

Die Umweltgewerkschaft kritisiert ausserdem, dass die Weltklimakonferenz keine brauchbaren Ergebnisse geliefert haben. Es wurden regelmäig neue Ziele gesteckt, die dann nicht eingehalten eerden. Konkrete Massnahmen ... Fehlanzeige. Die Regierung setzt immer noch auf Kohleverstromung. Jüngst ging die Dreckschleuder Datteln 4 an das Netz. Der Betreiber RWE bekommt auch noch 4 Mrd Euro für den Ausstieg bis 2038. Das geht alles viel zu langsam, die Klimakazastophe ist vorprogrammiert.

In unseren Redebeiträgen haben wir besonderen Wert auf die Einheit von Umwelt- und Arbeiterbewegung gelegt. Wir hielten optimistische und kämpferische Beiträge und untermalten die Kundgebung mit Gitarre und Gesang. Die verteilten kämpferischen Liedertexte animierten bei angemessenem Abstand mitzusingen. Wir waren uns alle einig, dasses eine gelungene Veranstaltung trotz der coronabedingten Auflagen war.

Zwangszuweisung von Schutt aus AKW

 

Tagesordnung:

1. Aktuelle Diskussion über die Regierungsmassnahmen zur Pandemiebekämpfung und der Zusammenhang zur umweltpolitischen Entwicklung. Auswertung unserer Arbeit am Umweltkampftag 14.11.2020 am Kohlmarkt.

=> Beitrag hierzu folgt.

2. Aktuelle Entwicklung im Kampf gegen die Einlagerung von Atommüll, unsere Bemühungen um eine Aktionseinheit und die Zusammenarbeit mit der Bürgerinitative Rothebek. Wie nutzen wir ggf. eine Bürgerbefragung, die die Rathausparteien anstossen wollen?

=> Bericht zum aktuellen Stand der Zusammenarbeit mit der BI Rothebek.

=> Ist eine Bürgerbefragung überhaupt sinnvoll - diese hat letztlich keine Konsequenzen.

3. Unsere Entscheidungfür das Logo der Umweltgewerkschaft.

=> Befragung der Mitglieder zum Logo bis Mitte Dezember 2020

4. Vorbereitung der Mitgliederversammlung zum Rechenschaftsbericht des Vorstandes.

=> Terminplanung: 06.01.2021 Diskussion der Rechenschaftsberichts und 20.01.2021 OMV und Vorstandswahl

Mittwoch, 02. Dezember 2020 um 18:30 Uhr im Seminarraum des Akzent, Hüxstrasse 83

 

 

Bilder Ortsgruppe Lübeck

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