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Kontakt: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstraße 36, 70563 Stuttgart
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Spaziergang mit der UGBei bestem Wanderwetter starteten wir im Fasanenhof und spazierten durch das Gebiet „Weidach-und Zettachwald“ zur Garbe nach Hohenheim.
Das Naturschutzgebiet gehört mit seinen Streuobstwiesen und Mischwäldern zu den schönsten in Stuttgart und ist Ergebnis eines langen Kampfes der Filderbauern gegen den Flughafen Stuttgart. Aber schon vorher war es eine Folge einer kleinen Katastrophe.
Ende des 19 Jahrhunderts war der Weinbau durch das Wüten der Reblaus in eine schwere Krise geraten. Viele Weinberge wurden in Obstwiesen umgewandelt. Der Most löste den Wein als Hausgetränk ab und sogar Schulkinder bekamen täglich Most zum Vesper. Stuttgart wurde damals zum größten Mostobstmarkt der Welt.

Heute ist das Waldsterben leider auch im Weidach-und Zettachwald zu sehen. Die Klimaerwärmung um 1,8 Grad (Aussage Landwirtschaftsministerium BaWü) macht den Bäumen Stress und erleichtert die Zuwanderung von Pilzen aus Asien. So zeigt die Gewöhnliche Esche eine hohe Anfälligkeit gegenüber dem Schlauchpilz, der sich inzwischen in fast ganz Europa ausgebreitet hat. Fichten zeigen das Lametta Syndrom wie zu früheren Zeiten des sauren Regens heute jedoch durch die starke Erwärmung bedingt.

Revolutionäre Aktion Stuttgart (RAS)
c/o Linkes Zentrum Lilo Hermann
Böblinger Straße 105
70199 Stuttgart

 

Die Umweltgewerkschaft, Gruppe Stuttgart hatte ihre Mitglieder und Freunde zu ei-nem Freizeitbesuch auf das „Umsonst und Draußen“- Festival an der Universität Vai-hingen (U&D) am Nachmittag des 3.8.2019 um 17:30 eingeladen.
Pünktlich zu diesem Zeitpunkt wurden wir von zunächst 10, später 12 jungen Leuten direkt vor dem S-Bahn-Zugang Universität abgepasst und am Weitergehen zum U&D gehindert. Sie beschimpften uns mit Worten wie „Verpisst euch!“, „Ihr habt hier nichts zu suchen!“, „Wer unsere Genossen dem Verfassungsschutz ausliefert, darf nicht zum U&D!“ usw. Sie hatten es offensichtlich auf die MLPD abgesehen und die Umweltgewerkschaft mit der MLPD gleichgesetzt.
Ariane Raad hatte im Vorfeld des „Internationalen Frauentags“ das breite Frauenbündnis in Stuttgart gespalten, worauf die MLPD dies noch vor dem Frauentag in ihrer Stadtzeitung bekannt machte. Spalter muss man bekannt machen: das hat eine lange Tradition in der Arbeiterbewegung. Ariane Raad wurde auch nicht „dem Verfassungsschutz ausgeliefert“: sie ist längst dort bekannt durch ihren Tortenwurf auf Oettinger.
Wir von der Umweltgewerkschaft finden, dass das anfangs beschriebene Vorgehen von jungen Menschen, die im Umfeld des Lilo-Hermann-Hauses agieren, eine neue Qualität der Verrohung im Umgang untereinander darstellt. Wer so etwas macht, stellt sich außerhalb der Kräfte, die für eine Zukunft ohne Ausbeutung von Mensch und Natur kämpfen.
Wir möchten die jungen Leute von der selbsternannten „Lilo Security“ darauf auf-merksam machen, dass Nötigung eine Straftat ist, und wir es uns deshalb vor-behalten dies bei der Polizei anzuzeigen.
Ihr werdet behaupten: „Wer das bei der Polizei anzeigt, steht auf der Seite der Polizei !“ Nein, denn wir Umweltgewerkschafter und unsere Mitglieder der MLPD lassen uns weder von den Faschisten noch von Euch verbieten auf das U&D zugehen. Das ist unser demokratisches Recht!
Zur Gleichsetzung von Umweltgewerkschaft und MLPD möchten wir noch an-merken, dass dies eine beliebte Methode des Verfassungsschutzes ist und von Euch leider hier übernommen wurde. Die Umweltgewerkschaft ist weder eine „Tarnorganisation“ noch ein „Unterseeboot der MLPD“. Die Umweltgewerkschaft ist ein eingetra-gener Verein mit Satzung, der für Natur- und Klimaschutz kämpft, als wesentliches Merkmal die Einheit von Umwelt- und Arbeiterbewegung hat und dabei die Hauptver-ursacher ins Visier nimmt. Wir kämpfen für Umweltschutz und Arbeitsplätze. Die MLPD ist als Partei auf alle gesellschaftliche Bereiche ausgerichtet und hat den ech-ten Sozialismus als Ziel.

Dass die selbsternannte „Lilo Security“ behauptete im Namen des U&D zu handeln, ist glatt gelogen. Wir können dies anhand eines Briefes der Umweltgewerkschaft an Roland vom U&D und dessen Antwort daraus nachweisen. Er bekräftigt darin, dass das U&D „selbstverständlich niemanden beauftragt oder autorisiert (hat), euch am Besuch des Festivals zu hindern.“ Weiter schreibt er, dass „Leute aus dem Lilo-Umfeld den eigentlichen Auslöser diskutieren, und diese Diskussion nicht erst auf dem U&D-Gelände führen (wollten), sondern bereits im Vorfeld“. Das schändliche Vorgehen der sogenannten „Lilo Security“ widerspricht allerdings Eurer schönfärberischen Darstellung und zeigt, dass Euch an Diskussion überhaupt nicht gelegen war, sondern nur daran, uns zu verleumden und den – auch von Roland gebilligten – Besuch des U&D zu verhindern. Was hätte dagegen gesprochen, Euch mit uns beim U&D sachlich über die von Euch vorgetragene Kritik auseinanderzusetzen? Für uns ist daher Euer Verhalten an der S-Bahn-Station 1. feige gegenüber uns und 2. heuchlerisch gegenüber dem U&D. Schade !
Roland vom U&D stimmte zum Schluss der Aussage aus dem Brief der Umweltgewerkschaft zu, wo es heißt: „Ich finde die ganze Spalterei, die Vergiftung der Atmo-sphäre im Kampf gegen Faschisten und Kapital sehr schlecht und schädlich.“

Umweltgewerkschaft, Gruppe Stuttgart / 8.9.2019

Spaziergang im Weidach und Zettachwald

Wann: Sonntag, den 11.08. um 10:30 Uhr

Treffpunkt: an der Haltestelle der U6 ENBW-City.

Weidach WanderungDas Gebiet „Weidach-und Zettachwald“ ist mit ca. 226 Hektar das größte Naturschutzgebiet auf den Fildern. Es wurde 1990 unter Schutz gestellt.

Eingerahmt von den beiden Namen gebenden Waldgebieten fließt die Körsch durch blumige Wiesenauen. Am Ortsrand von Plieningen schließen sich die größten Obstwiesen Stuttgarts an. Leider wurde mit dem Bau des Tunnels von S21 viel Grund abgezweigt, wie an der Endhaltestelle der U6 Fasanenhof, wo sich die Großbaustelle befindet.

Startpunkt des ca. 2,8 Kilometer langen Spaziergangs mit nur ganz schwachen Steigungen im Zettachwald ist die Stadtbahnhaltestelle EnBW City. Dies ist die vorletzte Haltestelle der neuen Stadtbahnstrecke durch den Stadtteil Fasanenhof. Es gibt eine Möglichkeit unterwegs einzukehren.

Logo Umsonst DraussenAm Samstag, den 3. August wollen wir zum Festival Umsonst & Draußen gehen und dort gemeinsam feiern und es uns gut gehen lassen.

Wir treffen uns um 17:30 Uhr an der Haltstelle Universität am Ausgang, der sich auf dem Campus befindet (Fahrtrichtung Stuttgart hochgehen). Bitte beachtet für die Anreise, dass es ab den 27. Juli im Gesamten S-Bahnnetz aufgrund von Bauarbeiten zu Veränderungen der Linien der S-Bahn kommt.

Bitte teilt uns doch mit, wer kommen möchte, damit wir auf euch warten können.

Wir freuen uns auf einen tollen Sommerabend mit toller Musik!

190524 fff 124.5.2019: In Stuttgart beteiligten sich bis zu 5000 Menschen am zweiten globalen Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung. Darunter waren viele Schüler, aber auch Eltern und Großeltern. Die Stimmung war ausgelassen und kämpferisch. Viele trugen Plakate mit Aufschriften wie „Warum Lernen ohne Zukunft“, „Keine Kohle für die Kohle“ und „Wir streiken bis ihr handelt“.

Mit ihrer Forderung nach „Nettonull“ machten die Fridays for Future Klima und Umwelt zum Thema Nummer eins beim Europawahlkampf. Nettonull bedeutet, dass Deutschland bis 2035 seine Energieversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien umstellt. Zudem soll bis 2035 beim Ausstoß von Treibhausgasen die "Nettonull" erreicht sein - das Land also nicht mehr CO2 produzieren, als etwa durch die Natur oder Speichersysteme kompensiert werden kann. Im Gegensatz dazu will die EU dies erst bis 2050 erreichen.

Um eine Nettonull zu erreichen muss der Kohleausstieg bis 2030 erfolgen und nicht wie die Kohlekommission auf 2038 festgelegt hatte. Das bedeutet auch das sofortige Ende der Subventionen für fossile Energieträger und bis Ende 2019 die Abschaltung von 1/4 der Kohlekraftwerke. Forderungen die es erst einmal zu erstreiten und umzusetzen gilt.

Travertinpark3602Stuttgart 5. Mai 2019: Gerhard hatte uns eine gute Führung versprochen und hat Wort gehalten. Zunächst ging es 200 Stufen hoch über das Neckartal, wo wir die Reste einer Travertin Verarbeitungsfabrik bestaunen konnten.
Travertin ist ein mehr oder weniger poröser Kalkstein von heller, meist gelblicher, brauner oder seltener beiger Farbe, der aus Süßwasserquellen als Quellkalk chemisch ausgefällt wurde. Die Quellen enthalten Calcium- und Hydrogencarbonat-Ionen sowie Kohlenstoffdioxid, der Travertin selbst besteht fast ausschließlich aus Calciumcarbonat. Es handelt sich somit um einen Süßwasserkalk. Im Gegensatz dazu sind die meisten Kalksteine biogener Herkunft (von Lebewesen gebildet und abgelagert), Bei biogener Herkunft wird Kalkstein meistens von Mikroorganismen oder gesteinsbildenden Korallen abgelagert. Deshalb findet man auf der Schwäbischen Alb Kalksteine, die zum Teil aus Schnecken, Muscheln oder Schwämmen bestehen. Da die Schwäbische Alb früher bis nach Stuttgart reichte ist der weißlich graue Kalkstein in Stuttgart allgegenwärtig.

say no to racism we ar all human serveimageEine wichtige und inhaltlich sehr interessante Veranstaltung mit Yannik Passeick von FARN im Arbeiterbildungszentrum Süd. Eingeladen hatten der Frauenverband Courage, das Arbeiterbildungszentrum und die Umweltgewerkschaft.
Wir wollten unsere Sensoren entwickeln, mit welchen Methoden und demagogischen Verdrehungen heute die Faschisten den Boden vorbereiten für künftige Auseinandersetzungen. Und wir haben viel dabei gelernt. Yannik Passeick gab uns zunächst einen aktuellen Überblick über die, wie er sie nannte, rechtsextremistischen Kräfte: rechtspopulistische Parteien, völkische Bewegungen, Neo-Nazis und Neu-Rechte-Bewegungen. Die von ihnen vertretenen Ideologien sind: Ungleichwertigkeit, Chauvinismus, Sozial-Darwinismus und Autoritarismus. Er zeigte in seinem fundierten Vortrag gut auf, dass die deutsche Natur- und Umweltschutzbewegung im 19. Jahrhundert aus einem konservativen, romantischen und zivilisationskritischen Verständnis heraus entstand. Neben der negativen Haltung gegenüber dem Stadtleben und der Arbeiterbewegung war auch eine antimoderne und antisemitische Grundeinstellung vorhanden. So begründete bereits 1886 ein Ernst Haeckel die „Euthanasie“ und „Rassenhygiene“. Das bedeutet, dass chauvinistisches und rassistisches Gedankengut in der Umweltfrage viel älter ist als der Hitler-Faschismus selber. Er konnte von den Faschisten zur Ideologie von der germanischen (arischen) Herrenrasse ausgebaut werden, die das Recht habe, alle anderen niederen oder minderwertigen Rassen zu unterdrücken bis zur Liquidierung. Eine bestialische Ideologie, der jegliche Wissenschaftlichkeit fehlt, zumal es heute geklärt ist, dass es gar keine unterschiedlichen menschlichen Rassen gibt. Wir sind alle Homo Sapiens.

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