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Kontakt: Axel Korn, Ochsensteige 12/4, 89075 Ulm. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

An die Aktivisten am AKW Gundremmingen!

Seit Bestehen unserer UG- Gruppe in Ulm war der Widerstand gegen die Nutzung der Atomenergie immer ein Thema, ob als Mobilisierung auf Demos in Günzburg und Gundremmingen oder als Aufklärungsarbeit über die Gefahren, zuletzt auch der Atommülllagerung. Das wäre ohne Euren kontinuierlichen und verlässlichen AKW-Widerstand vor Ort so nicht möglich gewesen. Die Newsletter des Forums waren/sind dabei eine wichtige Informationsquelle zur Entwicklung von Argumenten gegen die Behauptungen, dass Atomenergie "sicher", "billig" und "klimaneutral" sei. Anlässlich der endgültigen Abschaltung des letzten verbliebenen Reaktorblocks heute danken und gratulieren wir euch!

UG Ulm, Vorstand

Glückwunsch AKW

Ulm ist mit seiner Randlage am Kalkgebirge Schwäbische Alb im Westen und Norden von Zementwerken der Konzerne Schwenk-Zement und HeidelbergCement umgeben.

Die Zementindustrie allein und die Bauindustrie haben weltweit einen enormen Anteil an den Kohlendioxid-Emissionen. Das kommt von der Verbrennung von Kohle, Erdöl oder -neuerdings- Kunststoffmüll. Technisch ist man durchaus schon in der Lage, Zement und Beton weitgehend nachhaltig zu produzieren. Es gibt auch alternative oder recycelte Baustoffe. Unsere Zementwerke sind aber nicht nur "Klimakiller", sondern auch Müllverbrennungsanlagen! Neben Altreifen und Gewerbemüll kommen immer häufiger Kunststoffverpackungen als sogenannte "Ersatzbrennstoffe" in die Klinkerbrennöfen. Diese EBS basieren auf fossilem Erdöl und sind damit alles andere als "grün". Sie stammen aus unseren über den Grünen Punkt getrennt gesammelten Verpackungen. Trotz Recycling-Symbol gelangt ein Großteil des Gelben Sack-Inhalts in Zementwerken!

Eine Tonne Kunststoff setzt bei ihrer Produktion 1,3t CO-2 frei, und bei ihrer Verbrennung nochmal fast 3 Tonnen.

Zusätzlich geben die Zementwerke wie andere Müllverbrennungsanlagen Feinstäube und Giftstoffe in die Umwelt ab, trotz moderner Filterung. Nur etwa 2 Dutzend chemische Verbindungen werden über (industriefreundlich gesetzte) Grenzwerte kontrolliert. Und die Anlagen hinterlassen giftige Schlacke und Filterkuchen, die entsorgt werden müssen. Das geschieht in Salzbergwerken und stellt eine Gefährdung dar.

Abfälle sind aber Wertstoffe, die in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden müssen. Für die kapitalistische Wirtschaftsweise ist die Verbrennung am rentabelsten - für eine am Gemeinwohl orientierte Wirtschaft wäre eine Kreislaufwirtschaft ein volkswirtschaftlicher Gewinn!

Die Umweltgewerkschaft Ulm fordert eine Abkehr von jeder Abfallverbrennung, sei es für die Zementproduktion oder auch für Fernwärme. Für die so "umweltfreundliche" Ulmer Fernwärme wird Abfall und Alt und Frischholz verbrannt. Dabei sind technisch durchaus nachhaltige Energiequellen zur Wärmrerzeugung möglich. Damit nicht genug: Auch Klärschlamm wird am Ende der Abwasserreinigung in der Neu-Ulmer Anlage Steinhäule immer noch verbrannt.

Lesen Sie bitte unsere kleine Broschüre "Statt Müllöfen - nachhaltige Kreisläufe für die Region Ulm/Neu-Ulm". Wir analysieren die Folgen, zeigen Alternativen auf und stellen Forderungen. Die Publikation ist als Beitrag der UG zur Ulmer Klimaschutzdebatte gedacht und bietet eine Menge Links zu Artikeln und wissenschaftlichen Arbeiten zur weiteren Beschäftigung.

Wir freuen uns auf Ihre Kritiken und Hinweise und über jede Unterstützung bei diesem Projekt.

Müllöfen Deckblatt für Link

In Glasgow protestierten Zehntausende gegen die Untätigkeit der Verantwortlichen.

In Ulm wollten wir diese Proteste unterstützen und hatten mehr als ein Dutzend hiesiger Umweltorganisationen für eine gemeinsame Kundgebung am 6.11. eingeladen. Mit dabei waren am kalten aber sonnigen Samstagvormittag: Die Umweltgewerkschaft, die Partei Mensch-Umwelt-Tierschutz, das Internationalistische Bündnis, die MLPD  und die Jugendorganisation Rebell.

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Der Ulmer Liedermacher Hermanitou trug mit Songs zu unserem gemeinsamen Thema bei. Wie auch zur Solidarität mit Geflüchteten und zu weiteren Ungerechtigkeiten, derer es zu viele gibt.

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 5 Redebeiträge kamen von der UG, 3 von den anderen.  Insgesamt erreichten wir einige Hundert Menschen.

In den Gesprächen war viel Frust über die herrschende Politik zu hören.  "Es ist aber gut, was ihr macht". - "Ja, aber dazu brauchen wir noch dich - und dich."

Dass viele Menschen  die mutwillige Zerstörung unseres Planeten nicht widerstandslos hinnehmen wollen, müssen wir auch in Ulm öffentlich noch deutlicher zeigen. Das müsste sich ein breites Ulmer Klimabündnis zur Aufgabe machen.

Um die Klimakatastrophe noch abzuwenden, kämpft die UG wie auch andere Ulmer Umweltorganisationen für sofortige und wirksame Maßnahmen.

Auf dem Gebiet der Mobilität (Öffentliche Verkehrsmittel, Rückbau des motorisierten Individualverkehrs) sind bereits viele Initiativen entstanden und Forderungen entwickelt worden.

Diese Publikation erweitert den Blick auf die klima- und gesundheitsschädigenden Verbrennungsvorgänge und auf mögliche Alternativen.

 

 Download ......

 

Inhalt:

Kapitel 1 Zementwerke: Wissen Sie, wo Ihr gelber Sack landet?

Kapitel 2 Ulmer Fernwärme: Nachhaltig oder Greenwashing?

Kapitel 3 Steinhäule: Ist Klärschlamm-Verbrennung alternativlos?

 

Karikatur von Ulf Harr, Ulm

Karikatur Entwicklungshilfe für Malaysia

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Es war seit längerem wieder gelungen, mehr Menschen zu einem "Klimastreik" zu mobilisieren, es kamen 2500-3000 Personen aller Altersgruppen, aber mit großem Anteil junger Leute. Die offiziellen Rednerinnen waren junge, neue Gesichter, eine Hauptrednerin war 16. Unterm Strich: Ein Aufschwung der Klimaschutzbewegung auch in Ulm!

Leider orientierten aber alle Ansprachen auf die für "unser Schicksal entscheidende Klimawahl". Paradoxerweise wurde gleichzeitig allen Bundestagsparteien attestiert, dass mit ihren Wahlprogrammen das 1,5 Grad Ziel nicht erreicht werden kann. Auch das 1,5 Grad Ziel wurde wieder unkritisch aufgegriffen. Denn seit der Pariser Klimakonferenz suggeriert das 1,5-Grad-Ziel, dass wir ein entsprechendes CO-2-Budget hätten, also einen Freifahrtschein, um dieses noch schnell aufzubrauchen! Tatsächlich ist aber ein sofortiger Stopp des CO-2-Anstiegs sowie eine Reduzierung der Treibhausgase zu forderm.

Unserer Ansicht nach ist der alleinige Focus auf Wahlen problematisch. Hat sich denn nach der "BW-Klima-Landtagswahl" und nach der" Europa-Klima-Wahl" wesentlich etwas geändert? Wir meinen, dass der Widerstand gegen die mutwillige Zerstörung des Klimas wachsen muss, und er muss sich gegen die Hauptverursacher in Industrie und Banken richten. Kritik am Kapitalismus kam so gut wie nicht mehr vor in den Reden. Bei den Demonstranten aber sehr wohl (z.B. "Planet statt Profit")

In Ulm wurde schon wieder OrdnerInnen versucht, Auftritte von Parteien auszuschließen wodurch eine breitere Diskussion über die Strategie im Umweltkampf erschwert wird.

Trotzdem war auch Ulm ein großartiger Erfolg und ein Beweis für das Wiedererstarken der Klima- und Jugendrebellion. In vielen Gesprächen führten wir die Auseinandersetzung über verschiedene Fragen in solidarischer Weise. Unsere Flyer wurden gerne genommen, ein Jugendwerbeflyer und einer zu unserer Schwerpunktaufgabe EBS-Verbrennung (Gelber- Sack- Verbrennung in Zementwerken).

 

 

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Wir führten viele Gespräche mit Passanten über den Fluteinsatz der Umweltgewerkschaft an der Ahr und über unser Plastik-Projekt. Dabei gewannen wir 5 neue Interessen*innen und Spenden im unteren zweistelligen Bereich.

Auf die Frage, wo die Ulmer "Gelben Säcke" am Ende landen, bekamen wir Antworten, die wenig Vertrauen in unser Recyclingsystem verrieten: "Malaysia", "Ostasien", "Müllverbrennung". Genaueres wussten die Leute nicht. Sie lagen nicht ganz falsch. Aber uns ging es darum aufzuzeigen, wie die Zementindustrie von den sogenannten "Ersatzbrennstoffen" profitiert und das noch in Greenwashingmanier als Beitrag zum Klimaschutz verkauft.

Verbrannt wird in der Ulmer Region:

- Müll in der Anlage Donautal

- Kunststoff in den Zementwerken

- Holz in der FUG

- Klärschlamm im Steinhäule

 

Technisch ist vollständiges Recycling des gesamten Abfalls keine Utopie. Für eine vollständige Kreislaufwirtschaft!

Viele Ulmer Umweltorganisationen präsentierten sich mit ideenreichen Ständen und Aktionen. Künstler wie Hermanitou oder Tommy Reichle trugen mit eigenen Songs zum gemeinsamen Thema bei.

Die Ulmer Stadtverwaltung hatte ein paar Dutzend Parkplätze für den Green Parking Day freigehalten. Die Wengen- und Walfischgasse für den Autoverkehr zu sperren, - das ginge wohl zu weit für die Umwelt? So wurden unsere Aktivitäten vom Parkplatzsuchverkehr behindert.

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Solidaritäts- und Arbeitseinsätze im Flutgebiet Ahrweiler organisiert die Ortsgruppe Köln/Leverkusen der Umweltgewerkschaft. Wer sich beteiligen möchte, wendet sich an die untenstehende Kontaktadresse.

Weitere Einsätze: Montag 9.8 bis Freitag 13.8. wollen wir einen MEHRTÄGIGEN Einsatz in denn Flutgebieten machen, direkt geleitet vom Bundesvorstand. Wer dafür Zeit hat, (Sonder-)Urlaub oder sonstwie frei nehmen kann, soll sich bitte bis Ende der Woche per email im UG-Büro melden, möglichst unter Angabe einer Rückruf-Telefonnummer:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Auch Spenden kommen direkt und ohne Abzug betroffenen Familien zugute.                        Stand 31.12.21: 5000,- bundesweit gesammelt und größtenteils schon an Betroffene übergeben!

Fluthilfe-Spendenkonto der Umweltgewerkschaft e.V.:

GLS Gemeinschaftsbank    IBAN: DE49 4306 0967 1199 5031 00

Stichwort "Fluthilfe 2021"

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VORANKÜNDIGUNG: In der darauf folgenden Woche von Monat 9. bis Freitag 13.8. wollen wir einen MEHRTÄGIGEN Einsatz in denn Flutgebieten machen, direkt geleitet vom Bundesvorstand. Wer dafür Zeit hat, (Sonder-)Urlaub oder sonstwie frei nehmen kann, soll sich bitte bis Ende der Woche per email im UG-Büro melden, möglichst unter Angabe einer Rückruf-Telefonnummer:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Solidarische Grüße,

euer (neuer) Bundesvorstand

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