Kontaktadresse: Dr. Hans-Ulrich Jüttner, e-mail: hans-ulrich.juettner<at>t-online.de

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Museumsbesuch mit Führung „2 Millionen Jahre Migration“

„Zwei Millionen Jahre Migration ist der Titel der Sonderausstellung, die das Archäologische Museum Hamburg vom 13. April bis 2. September 2018 zeigt. Die Ausstellung verdeutlicht mit einem Blick in unsere früheste menschliche Entwicklungsgeschichte, dass Mobilität und Migration selbstverständliche Bestandteile des Menschseins und kein modernes Phänomen sind. Die Spurensuche im Museum führt dabei von den Wurzeln des Menschen in Afrika über Asien bis nach Europa. Wie begann die Reise des Menschen, welche Ursachen, Mechanismen und Auswirkungen stehen hinter dem Phänomen der Migration? Die Schau lädt dazu ein, diese Fragen zu ergründen.“ – So schreibt das Museum selbst über die Ausstellung. Sie stellen das auch in den Kontext der heutigen Migrationsbewegungen von Afrika und Westasien nach Europa. Diese werden heute zunehmend auch von lokalen Umweltkatastrophen verursacht. Wir wollen uns die Ausstellung mit einer Führung ansehen.

Sonntag 02.09.2018, 14:30 Uhr vor dem Museum, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg-Harburg. Anmeldung bis 29.08.2018 bei der Kontaktadresse. Die Führung beginnt um 15:00 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen.

Selbstbau von Feinstaubmessgeräten

Im Oktober 2018, vermutlich einem Sonntag, treffen wir uns gemeinsam mit Hamburger Pfadfindern zum angeleiteten Selbstbau von Feinstaubmessgeräten in der Mokrystraße 1-3, 21107 Hamburg-Wilhelmsburg. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Damit kann man – trotz der im Vergleich zu den Geräten der offiziellen Luftmessnetze niedrigeren Qualität der Messergebnisse – diese Problematik unabhängig von den diesen Luftmessnetzen dokumentieren. Die Geräte beruhen auf einem Plan des OK Lab Stuttgart, und senden ihre Messwerte über WLAN zu deren Server von wo sie – wie die von vielen Stationen anderer Freiwilliger – über das Internet abgerufen werden können. Mit etwas mehr Aufwand und eigener Entwicklung kann man auch ein mobiles Gerät bauen, welches seine Werte vor Ort anzeigt und auf eine Speicherkarte schreibt.

Demonstration zum internationalen Umweltkampftag

Am Samstag, 08.12.2018 fährt eine Delegation der Umweltgewerkschaft nach Katowice/Polen, wo vom 3. bis 14. Dezember 2018 die 24 Weltklimakonferenz (COP 24) stattfindet. Dort demonstrieren wir für den Schutz des Weltklimas und gegen die dort tagenden Regierungen, Konzerne und Banken, die den Klimaschutz und die Umstellung auf erneuerbare Energien sogar noch zurückfahren.

Auch in Hamburg werden wir uns mit einer Kundgebung an den weltweiten Aktivitäten zum internationalen Umweltkampftag am 8. Dezember 2018 beteiligen.

Überblick 2. Halbjahr 2018

Freitag, 06.07.2018 Monatliches Gruppentreffen im FLAKS, Thema: Ergebnis Mitgliederbefragung, Halbjahresplanung
Samstag, 07.07.2018 Demo gegen das Polizeigesetz in NRW, 13:00 Uhr, Friedrich-Ebert-Straße 34-38, Düsseldorf
Freitag, 03.08.2018 Monatliches Gruppentreffen im FLAKS, Thema: Die Problematik des Gasbohrens
Samstag, 18.08.2018 Informationsstand 11:00 bis 13:00 Uhr vor IKEA in der Großen Bergstraße
Samstag, 01.09.2018 Beteiligung am Antikriegstag in Hamburg, 14:30 Uhr, Kriegsklotz, Dammtordamm, 20354 Hamburg
Sonntag, 02.09.2018 Museumsbesuch „2 Millionen Jahre Migration“, 14:30 Uhr, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg-Harburg
Freitag, 07.09.2018 Monatliches Gruppentreffen im FLAKS, Thema: Verschärfte Unterdrückung durch Polizeigesetze
Samstag, 08.09.2018 Teilnahme an der Demonstration in Hannover gegen das neue Polizeigesetz in Niedersachsen,
Auftakt 13:00 Uhr, Platz vor dem Hauptbahnhof Hannover
Freitag, 05.10.2018 Monatliches Gruppentreffen im FLAKS, Thema: Luftschadstoffe
Oktober 2018, Termin
steht noch nicht fest
Treffen zusammen mit Hamburger Pfadfindern zum angeleiteten Selbstbau von Feinstaubmessgeräten,
Mokrystr. 1-3, 21107 Hamburg-Wilhelmsburg
Samstag, 27.10.2018 Informationsstand 11:00 bis 13:00 Uhr vor IKEA in der Großen Bergstraße
Freitag, 02.11.2018 Monatliches Gruppentreffen im FLAKS, Thema: Entwicklung einer globalen Klimakatastrophe
Freitag, 07.12.2018 Monatliches Gruppentreffen im FLAKS, Thema: Bedeutung des Internationalen Umweltkampftags
Samstag, 08.12.2018 Protest zum Weltklimagipfel in Katowice, Polen und internationaler Umweltkampftag auch in Hamburg
Freitag, 14.12.2018 Jahresabschlussfeier 19:00 Uhr im FLAKS gemeinsam mit anderen Organisationen und mit leckerem Essen

Aus verschiedenen deutschen Städten sind Wahlbeobachter*innen bereits in die die Türkei gefahren oder werden dort zum Wochenende erwartet. Besonderes Anliegen werden die Wahlmöglichkeiten in den östlichen Landesteilen sein, da hier die demokratischen Angelegenheiten der kurdischen Bevölkerung seitens des herrschenden Erdogan-Regimes übelst behindert oder unterdrückt werden. Wenig ist über die aktuelle Stimmungslage in der Türkei hierzulande zu lesen, noch weniger zu sehen – außer einer mehr oder weniger wohlwollenden Berichterstattung über die Regierungspartei AKP des Autokraten Erdogan, erkennbar im Taktieren der Regierungsparteien hierzulande in Berlin.

Seit wenigen Tagen hat eine der wesentlichen Oppositionsparteien, die HDP, ein Verbindungsbüro in Deutschland eröffnet. Hier werden Informationen aus der Türkei weitergeleitet, kommentiert und kritisiert. Wahlbehinderungen gibt es nicht nur in der fernen Türkei – auch hier an den Wahlurnen in den türkischen Konsulaten. Oppositionelle trauten sich nicht wegen möglicher Verhaftungen dort ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Denunziantentum, Bestechung und Bestechlichkeit sind Säulen türkischer Regierungspolitik. Das türkische Wahlergebnis wird durch die vielen türkischstämmigen Menschen in der BRD entsprechende Auswirkungen haben. Auch der Vorsitzende der HDP, Selahattin Demirtas, sitzt im Knast, ebenso sein Stellvertreter.

Einen glatten Durchmarsch seiner Politik kann Erdogans AKP nicht erwarten. Die Verhaftungswellen, die überfüllten Gefängnisse, die Zerstörungen in den Kurdengebieten haben die Opposition nicht zermürbt. Derzeit liegt die HDP über der wichtigen 10% Linie. Bliebe es so, dann platzt der Traum des vermeintlichen Herrschers vom Bosporus. Wie ein Stachel müssen ihn die mutigen Schritte der Bevölkerung in den syrischen Grenzgebieten, vor den türkischen Grenzbefestigungen, quälen. Der völkerechtswidrige Angriff der türkischen Armee auf Kantonsstädte in Syrien brachte keinen Imagegewinn, der extreme Verfall der Lira-Währung keine besseren Wirtschaftsaussichten, auch nicht durch Tourismus.

Gelingt am 24. Juni die Verhinderung weiterer Erdogan-Jahre als Präsident der Türkei, setzte sich die HDP in einem fortschrittlichen Bündnis durch, wäre zumindest einer der autokratischen, faschistischen Machthaber weg vom Fenster . Was besser für die Menschen und auch gut für die Natur wäre. Derzeit werden über 100 Tonnen Plastik der Umwelt zugemutet, täglich

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Gut einen Monat ist es her, dass der G20 – Gipfel hier in Hamburg zu Ende ging. Am Himmel ist Ruhe eingekehrt – keine permanente Hubschrauberbeschallung mehr – teilweise waren zusätzlich zu dem vielen normalen Helikoptern Militärhubschrauber in Zweier-Formation und im Tiefflug bis morgens um 4:00 Uhr unterwegs.

 

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Keine täglich wechselnden Straßensperren zur Sicherung der „Durchfahrtzonen“ für die „Gäste“. (Dass dabei das gemeine Volk oft stundenlang im Stau ausharren musste, war Nebensache).

Noch keine Ruhe gibt es bei den Medien. Hat es schon Wochen vor dem G20 – Gipfel täglich reißerische Berichte über „8000 gewaltbereite Autonome aus ganz ganz Europa“, die unsere Stadt überfallen werden, gegeben, so sind es jetzt die (An) Klagelieder über die maßlose Gewalt und Zerstörung, die die Berichterstattung bestimmen.

Was hier los war, haben sicher alle durch Presse- und Fernsehberichte frei Haus geliefert bekommen.

Klar ist, die sinnlose Zerstörungswut einiger Leute ist auf jeden Fall abzulehnen. Sie hat mit politischen Protesten nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Am Montag nach dem Gipfel hat z.B. die Hamburger Morgenpost auf 8 Seiten über die Ausschreitungen berichtet, die friedliche, bunte und laute Großdemo am 08.07.17 mit 76.000 Menschen fand nur auf ½ Seite Beachtung.

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Dabei hat es rund um das Gipfel-Treffen so viele positive Aktionen gegeben, über die zu berichten es sich lohnt.170702 ughh P7022920 320

So fand bereits am 02.07.2017 eine große Protestwelle mit mehr als 10.000 Menschen zu Land und auch auf dem Wasser statt. Organisiert hatte dies z.B. campact, Naturfreunde und verschiedene Gewerkschaften.

Zum sog. „Cornern“ trafen sich am 04.07.2017 mehrere Tausend Menschen, die friedlich ihr Bierchen tranken und Musik hörten, bis plötzlich die Polizei mit Wasserwerfern dieser Versammlung ein Ende setzte.

Am Mittwoch, den 05.07.2017 fand unter dem Motto „Lieber tanz ich, als G20“ eine Nachttanzdemo statt, an der mehr als 10.000 bunt gekleidete Menschen teilnahmen.

Über die „Welcome to Hell-Demo“ am Donnerstag will ich hier nicht berichten. Das Thema wurde zur Genüge ausgeschlachtet.

Der Freitag gehörte der Jugend. Dem Aufruf zum Schüler- und Unistreik, der unter das Thema „Jugend gegen G20“ gestellt war, waren einige Tausend junge Menschen gefolgt. Begleitet von mehreren Wasserwerfern und Hundertschaften von Polizei zog die Demo friedlich durch Hamburg.

Am Samstag, den 08.07.2017 fand dann die Großdemo mit 76.000 Leuten statt. Aus vielen Ländern waren sie angereist.

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Hier lautete das Motto „Grenzenlose Solidarität statt G20“. In einem Bündnisblock war die Umweltgewerkschaft zusammen mit anderen Organisationen vertreten. Elke hat den Aufruf vom Bundesvorstand am offenen Mikrofon vorgelesen und bekam viel Beifall.

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Neben all diesen gewaltfreien Demos gab es noch ein Großereignis, den sogenannten Gegengipfel, auch Gipfel für Globale Solidarität genannt.

Aus über 20 Ländern haben Wissenschaftler*Innen, Aktivist*Innen und Politiker*Innen ihr Wissen in 70 Workshops und 11 Podien zu Diskussion gestellt. Mehr als 2000 Menschen haben diese über zwei Tage dauernde Veranstaltung besucht.

 Fazit: Eine übergroße Mehrheit hat laut, bunt, friedlich und fantasievoll gegen den G20- Gipfel protestiert; auch wenn darüber nur wenig in den Zeitungen und im Fernsehen berichtet wurde.

 

Magdalena aus Hamburg

 

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Die erneuerbaren Lesetage

17 utrans lesen ohne astrom P3262673 320Zum 7. Mal wurden sie in diesem Jahr veranstaltet, „die erneuerbaren Lesetage“.

Seit März 2011 werden um den Fukushima-Gedenktag herum Lesungen , die sich mit dem Thema kritisch auseinandersetzen, veranstaltet.

 

Um ein möglichst breites Publikum zu erreichen, sind die Veranstaltungen kostenlos und werden auch an außergewöhnlichen Orten abgehalten, z.B. Museen wie dem bekannten Museum für Volkerkunde oder auf Hafenbarkassen.

 

251 Autoren und Künstler haben bisher ohne Gage diese Aktionen unterstützt.

 

Im letzten Jahr, 2016, war als prominentester Gast Naoto Kan dabei. 2011 Ministerpräsident in Japan und ein großer Verfechter der Atomindustrie. In seinem Beitrag gab er an, dass er nie sich habe vorstellen können, dass es zu solch einer Katastrophe wie in Fukushima kommen könnte.

Nach seinem Rücktritt hat er seine Einstellung zu Fragen der Atompolitik um 180° gewendet und ist heute ein vehementer Verfechter für die Abschaltung aller Atomreaktoren weltweit.

 

In diesem Jahr wurde die Veranstaltungsreihe mit der Literatur - Nobelpreisträgerin Svetlana Alexijwitsch und dem Grammy-Preisträger Thomas Quasthoff eröffnet.

17 utrans lesen ohne astrom inside tschernobyl P3232640 320Svetlana Alexijwitsch referierte aus ihrem 1997 erschienenem Buch „ Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft“.

3 Jahre lang war sie durch die Ukraine gereist und hatte Opfer und Betroffene der Tschernobyl-Katastrophe befragt. Aus den erschütternden Aussagen Betroffener aus der Region wob sie eine Collage aus Interviews, die sie in dem Buch veröffentlichte. Es ist eine eindringliche Mahnung an uns alle, alles zu unternehmen, damit es nie wieder zu solch einer Katastrophe kommt.

 

17 utrans lesen ohne astrom inside fukushima P3232639 320Und trotzdem kam es 2011 zu der noch größeren Reaktor-Katastrophe im japanischen Fukushima.

Von dort war der Journalist und Schriftsteller Tomohiko Suzuki angereist. Zusammen mit Günter Wallraff stellte er sein extra für diese Veranstaltungsreihe neu

erschienenes Buch „Inside Fukushima“ vor.

Die Undercover-Arbeit Wallraffs als Vorbild nehmend, hatte er sich von Juli 2011 an für 3 Monate für Aufräumarbeiten in den havarierten Atomreaktoren – ebenfalls undercover - einsetzen lassen.

Dabei hat er die enge Zusammenarbeit der japanischen Mafia Yakuza mit den Atomlobbyisten aufgedeckt. Viele der sogenannten „Wegwerfarbeiter“ hatten sich freiwillig gemeldet, weil sie glaubten, mit ihrem Einsatz Japan retten zu können. Wie leichtfertig mit der Gesundheit der Arbeiter umgegangen wurde zeigt sich z.: daran, dass nur jeder zehnte Arbeiter ein Strahlenmessgerät bekam. Die Arbeit mit Schutzanzug und Maske war bei der großen Hitze kaum auszuhalten. Deshalb hatten viele Arbeiter die Masken einfach abgesetzt, um so besser atmen zu können. Dass sie mit jedem Atemzug verseuchte Luft einatmeten, nahmen sie hin - viele hatten es auch nicht realisiert – Strahlung sieht und riecht man nicht.

Zum Einsatz kamen überwiegend Menschen ohne Schulabschluss und viele Praktikanten, denen vorgegaukelt wurde, der Reaktorunfall und seine Auswirkungen seien doch gar nicht so schlimm wie erwartet.

Systematisch wurden die Menschen belogen und betrogen. Strahlenpässe wurden manipuliert.

 

Den Abschluss der Veranstaltungsreihen bildete eine Barkassenfahrt durch den Hafen. Es sollte auf die besondere Bedeutung und die Gefahr aufmerksam gemacht werden, die auch vielen Hamburgern gar nicht bekannt oder bewusst ist:

Der Hamburger Hafen ist eine internationale Drehscheibe für Atomtransporte. Uranoxide, wie das extrem giftige Uranhexafluorid, Brennelemente oder andere Produkte im Zusammenhang mit der Nutzung der Atomtechnologie werden durch den Hafen und über die Straßen Hamburgs transportiert. Allein 2016 wurden 170 solch gefährlicher Transporte durchgeführt.

Lesen ohne Atomstrom will künftig noch stärker und konkreter zu brisanten politischen Themen Stellung beziehen.

So soll es bereits im Juli parallel zum G 20 Gipfel erneut kritische Lesetage geben.

 

Mehr Informationen zum Thema „Lesen ohne Atomstrom“ sind im Netz nachzulesen unter: www.lesen-ohne-atomstrom.de

 

Magdalena, Ortsgruppe Hamburg

Aktionfahrt gegen Urantransporte

Die Aktionsfahrt gegen Urantransporte am 18.02./19.02.2017 sollte Reisende darauf aufmerksam machen, dass auf derselben Strecke immer wieder Urantransporte fahren. Während der geamten Zugfahrt und bei Aufenthalten an den Bahnhöfen wurden die Flyer, die über die Uranerztransporte informieren, verteilt.

Von Kiel bis nach Trier und zurück von Trier nach Gronau führte die Fahrt.

Einige Mitglieder der Umweltgewerkschaft haben diese Aktion unterstützt, teilweise durch die Mitfahrt, teilweise durch Solidaritätsbekundungen an Umsteigebahnhöfen.

In Hamburg – Harburg , wo ca. alle 3 Wochen ein Urantransport durch den Bahnhof fährt, fand eine Mahnwache statt. Der NDR hat mit einem kleinen Film über uns berichtet. Hier begann für uns Hamburger auch die Fahrt.

Die nächste Station war Bremen, wo wir schon von einigen Mitgliedern der Umweltgewerkschaft mit den Transparent auf dem Bahnsteig empfangen wurden. Große Freude !!

 

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Auf dem Bahnhofsvorplatz begrüßte uns eine Samba-Band.

Eine große Überraschung erwartete uns auf der Weiterfahrt. Nach Bassum , kurz hinter Bremen, waren Anti-Atom-Freunde gekommen, um uns in dem vorbeifahrenden Zug zu begrüßen, Ein an einem Zaum aufgehängtes Transparent, das wir vom Zug aus sehen konnten, wurde mit Beifall zur Kenntnis genommen.

Über Osnabrück ging es weiter nach Münster. Dort hatten wir einen längeren Aufenthalt, sodass wir die Möglichkeit nutzten, um mit der örtlichen Initiative SofA (Sofortiger Atomausstieg Münster), die einen Info-Stand aufgebaut hatten, viele Reisenden über unsere Aktion informieren

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Der kurze Aufenthalt in Köln reichte gerade aus, um noch ein schönes Foto mit dem Dom im Hintergrund zu schießen.

In Bonn hatten wir leider keinen Aufenthalt, sodass uns die Freunde dort nur vom Bahnsteig aus im Vorbeifahren begrüßen konnten. Über Koblenz ging es dann weiter nach Trier, unserem Zielbahnhof für diesen Tag.

Mit 40 Minuten Verspätung – auf der letzten Etappe gab es Probleme mit einem voraus fahrenden Güterzug (Gott sei Dank kein Urantransport)– kamen wir um 22:10 Uhr an. Wir wurden dort schon freudig erwartet.

Umweltfreunde hatten für uns zwei köstliche Suppen bereitet, die uns nach der insgesamt mehr als 12 ½ – stündigen Fahrt gut tat.

Dann wurden die Nachtquartiere bezogen. Wir wollten ja wieder fit sein für den zweiten Teil der Reise.

Am Sonntag, den 19.02.2017 begann unsere Aktionsfahrt um 9:00 Uhr mit einer Soli-Aktion des AntiAtomNetz Trier zu Bure, der französischen Endlagerbaustelle, wo es am Vortag eine große Demo gegeben hat. Steine von der dort niedergerissenen Mauer wurden zu einem Solidaritätsbeitrag verkauft. Die Presse war gekommen, um über diese Aktion zu berichten (SWR).17 utrans trier DSCI7384 640

Um 9:31 Uhr begann die Zugfahrt von Trier in Richtung Koblenz über Duisburg und Münster bis nach Gronau.

Es ist die Strecke, über die Uranhexafluorid aus Frankreich transportiert wird. Uranhexafluorid ist der Stoff, der in Frankreich aus dem Uranerzkonzentrat hergestellt wird, um in Gronau angereichert zu werden, ehe er nach Lingen in die

Atomelemente -Fabrik geliefert wird, zur Herstellung von Brennelementen .

Bei unserem ersten größeren Aufenthalt in Duisburg warteten schon Mitglieder der Umweltgewerkschaft aus Essen und Duisburg auf uns. Aber es gab auch noch eine Begegnung der besonderen Art: Familie Simpson vom AntiAtomBündnis Niederrhein war zu unserer Unterstützung angereist und begleiteten uns auf der Weiterfahrt nach Gronau.17 utrans duisburg img7268 640

Als wir - diesmal pünktlich – um 17:00 Uhr dort ankamen, wurden wir aufs herzlichste vom AKU (Arbeitskreis Umwelt) Gronau begrüßt.

Die Volkxküche hat uns köstlich bewirtet – warme Suppe, selbstgebackenes Brot, Kuchen, Obst und Süßigkeiten sowie warme und kalte Getränke wurden gerne von uns angenommen.

Mit einer Kundgebung beendeten wir diese zweitägige Aktionsfahrt.

 

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Fazit:

Etwa 1200 km und insgesamt 26,5 Stunden auf der Bahn, das ist das Ergebnis der zweitägigen Fahrt. Es war ein beeindruckendes Erlebnis, das gerne wiederholt werden kann. Die große Solidarität im Aktionsbündnis und das offene Miteinander haben mir sehr gut gefallen.

Die Reisenden, an die wir unseren Flyer verteilt hatten, waren aufgeschlossen, weil sie fast ausnahmslos bisher nichts über dieses Thema gehört hatten. Viele waren empört über die Art, wie leichtfertig und sorglos mit der Gesundheit der Menschen umgegangen wird.

Insgesamt eine gelungene Aktion.

Magdalena, Ortsgruppe Hamburg