Die Rechtsentwicklung der Bundesregierung geht einher mit einer verschärften Rationalisierung und Arbeitsverdichtung in vielen Betrieben. Erst recht bei VW – fallen sie doch im internationalen Konkurrenzkampf immer weiter zurück.

Hier wird so mancher sagen: Was? Sie machen doch Traumprofite?
Ihre Traumprofite und Erfolgsmeldungen sind so überschwenglich wie oberflächlich: Wenn die Rede ist von 6,1% Absatzplus im Mai 2018, so muss man das differenziert betrachten. Die EU fällt weit zurück, in Deutschland liegt der Absatz gar bei 2%, in den USA bei 3%. Auch im chinesischen Markt verliert VW an Boden mit einem Plus von nur noch 6,6% - die riesigen Märkte sind Brasilien mit 28% und Russland im zweistelligen Bereich ( keine genauen Zahlen bekannt). In der Ranking Liste der 500 größten Monopole der Welt fallen sie seit 2015 kontinuierlich ab.

Interview mit Herrn Mock, Managing Director der Organisation ICCT ( International Council oft Clean Transportation).
Diese Organisation hat gemeinsam mit der DUH maßgeblich den VW- Dieseskandal mit aufgedeckt.

Ein Interview von Christian Frahm

Spiegel - 22. Juni 2018, 15:28 Uhr

Die Umweltminister der EU-Länder kommen am Montag in Luxemburg zusammen, um über die Abgasvorschriften für Neuwagen nach 2021 zu beraten - dem vielleicht wichtigsten Klimaschutzgesetz für den Straßenverkehr. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht bisher vor, den Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) von Fahrzeugen bis zum Jahr 2025 durchschnittlich um 15 Prozent, bis 2030 um 30 Prozent zu senken. Ausgangspunkt ist der Ausstoß von 95 Gramm CO2 pro Kilometer bei Pkw und 147 Gramm bei leichten Nutzfahrzeugen. Diese Zielwerte gelten noch bis 2021, die neuen Vorgaben bauen darauf auf.

SPIEGEL ONLINE: Herr Mock, halten Sie diese Ziele für angemessen?

Mock: Die Zielwerte der Kommission werden bei Weitem nicht ausreichen, um die Klimaschutzziele der EU für das Jahr 2030 zu erreichen. Diese sehen vor, die Treibhausgasemissionen um mindestens 40 Prozent zu reduzieren, Deutschland strebt sogar 55 Prozent weniger an als im Jahr 1990.

Zum dritten Mal hintereinander nahm die Umweltgewerkschaft die Aktionärsversammlung von VW zum Anlass, ihren gerechtfertigten Protest gegen die Machenschaften von Politik und Autoindustrie öffentlich anzuprangern. VW steht deshalb im Focus, weil dieser teilstaatliche Konzern sich weltweit an Spitze gesetzt hat, um durch technische Manipulation die Schädigung von Mensch und Natur zu kaschieren, als einer der grössten Volumenhersteller für Krankheiten mit Todesfolge infolge der Abgasmanipulationen verantwortlich ist.In dieser Zeit sind drei Spitzenmanager von VW ausgewechselt worden, weil ihre Beschwichtigungslinien dem öffentlichen Protest nicht standhielten. War die Umweltgewerkschaft anfänglich nahezu allein vor Ort, so hat sich auch hier das Blatt gewendet – in Berlin waren Kritische Aktionäre, Greenpeace und Tierschützer mit dabei. Die Umweltgewerkschaft im Kreis befreundeter Organisationen liess mit unterschiedlichen Beiträgen über ihr mitgebrachtes ‚offenes Mikrofon‘ lautstark von sich hören, andere Institutionen nutzten die Anlage mit – Kennzeichen dafür, dass die UG mittlererweile in der Umweltbewegung einen festen Stand erreicht hat!
Auch die Aktionäre nahmen bereitgehaltene Informationen mit – die Kritik am Gebaren des VW-Vorstands lässt auch sie nicht unberührt.
Trotz allem Aufwand: diese Aktion der Umweltgewerkschaft muss als grosser Erfolg gewertet und gewichtet werden. Entscheidend ist nicht die Quantität verteilten Materials, entscheidend ist in der heutigen Mediengesellschaft Profil und Präsenz. Hier wird es noch strukturelle Verbesserungen geben. In der Binnenwirkung erfolgreich, weil die Mitgliedschaft über einen engagierten, einsatzfreudigen Bundesvorstand in Aktion informiert und mitgenommen wird – aber auch in der Aussenwahrnehmung erkämpft sich die Umweltgewerkschaft in Presse und Öffentlichkeit Wahrnehmung und teilweise gar Wertschätzung.

06.05.2018 Jochen

Dienstag, 17. April, 18.00 Uhr,
im Forum Kunst & Architektur, Kopstadtplatz 12, Essen Innenstadt
Verkehrswende – aber wie?
mit: Heiner Monheim (Prof. em. der Geografie und Verkehrswissenschaftler)


Die Verkehrswende organisieren – aber wie?

180417 verkehrswende mohnheim a 320Die Städte ersticken in Abgasen, Feinstaub und Lärm.
Autos kosten (öffentlichen) Platz, stehen die meiste Zeit des Tages sinnlos herum, sorgen für Gesundheitsgefahren und für mehrere Tausend Verkehrstote im Jahr. Alle Maßnahmen zum Schutz der Menschen, von technischen Nachrüstungen bis hin zu Fahrverboten, sind eher kosmetischer Natur.

Ein gemeinsame Veranstaltung von:
Bündnis 90 Die Grünen Ratsfraktion Essen
Umweltgewerkschaft Essen
DIE LINKE Kreisverband und Linksfraktion Essen

Derzeit werden von Industrie und Politik Elektroautos oder automatische Fahrzeuge propagiert. Doch löst es unsere Verkehrsprobleme, wenn in Zukunft das automatische E-Fahrzeug statt des Dieselstinkers im Stau steht? Der individuell organisierte Verkehr als solcher ist das Problem.

Im Grunde genommen ist allen klar, dass der Verkehr neu organisiert werden muss. Der Öffentliche Personennahverkehr muss ausgebaut werden, häufiger fahren und schneller werden, außerdem an allen Tagen zu allen Zeiten die Menschen zuverlässig ans Ziel bringen.

Aber wie ist das machbar? Wie kann der Umstieg gelingen?

Erst vor kurzem sollte unsere Stadt Essen zur Modellkommune für einen „kostenlosen“ Öffentlichen Personennahverkehr werden. Das Projekt geisterte nur wenige Tage durch die Medien, bevor unser Oberbürgermeister, von Hause aus Autoverkäufer, es sang- und klanglos beerdigte. Wäre so ein Nahverkehr wirklich nicht finanzierbar?

180417 verkehrswende mohnheim b 320Am 17. April diskutieren wir mit dem Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim über die Kosten des öffentlichen und des privaten Verkehrs. Welche Vorschläge hat er, wie ein neu aufgestellter öffentlicher Personenverkehr finanziert werden
kann?

Dienstag, 17. April, 18.00 Uhr, im Forum Kunst & Architektur,
Kopstadtplatz 12, Innenstadt
Verkehrswende – aber wie?
mit: Heiner Monheim
(Prof. em. der Geografie und Verkehrswissenschaftler)

AK Öffentlicher Nahverkehr von Kreisverband und Ratsfraktion DIE LINKE. Essen,
Severinstr. 1, 45127 Essen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (v.i.S.d.P.: Ralf Fischer)

Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Kopstadtplatz 13, 45127 Essen,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Umweltgewerkschaft e.V. Ortsgruppe Essen
c/o C. Stark, Eickenscheidter Fuhr 70, 45139 Essen,
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