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Kundgebung zum Internationalen Umweltkampftag:

Samstag, 14.11.2020, 11:30 Uhr, Hamburg, Ecke Max-Brauer-Allee / Neue Große Bergstraße, gegenüber Bahnhof Altona

Mindestens drei Krisen schütteln in diesem Jahr die unterschiedlichen kapitalistischen Länder durch. Neben einer Gesundheitskrise, Corona als Stichwort für die Pandemie.
Über Kontinente hinweg traf es wieder Arme, Alte und besonders Menschen in Ländern ohne entwickeltes Gesundheitssystem. Am meisten leiden indigene Völker prozentual und müssen eine hohe Todesrate hinnehmen – bezogen auf Länderzahlen führen die USA, Ergebnis einer aus Ignoranz und humanitärer Missachtung bestehenden Politik des abgewählten Reaktioärs Trump.

Krisen zuhauf

Die Wirtschaftskrise setzt die Lebensbedingungen von Arbeitern unter verschärften Druck. „Rette sich wer kann“ als Devise heißt als Reaktion von Konzernen, von Multis, Entlassungen in allen Bereichen, weltweit. Kosten senken heißt Rausschmiss von Kollegen in einer Vielzahl von Branchen, damit Profite nicht angetastet werden, so ist die ‚Rettung‘ zu verstehen!

Einher geht die Krise Nummer 3, die letztlich keine Krise, sondern die handfeste Umweltkatastrophe ist. Trockenheit durch ausbleibenden Regen, Brände durch vertrocknete Wälder, die Bilder sind mittlerweile gegenwärtig aus vielen Erdteilen. Die diesjährige Steigerung sind Extremtemperaturen an den Polen, der Verlust von Eismassen, Tauen von Permafrostböden in gigantischer Größenordnung, nicht löschbare Flächenbrände in Sibirien. In südlichen Ländern, in Meeren verdichtet sich die Plastikbrühe. Das verschlechtert die Lebensbedingungen der Menschen dort, die Natur.

Plötzlich, aber nicht unerwartet, kommen sie daher, um zu beschwichtigen – Politiker aus verschiedenen Ecken, Wissenschaftler, die nochmals rechnen wollen, und politische Farbspielvertreter, von zartrötlich bis hellgrünlich. Neben Reaktionären und Faschisten, die alles abstreiten, grundsätzlich. Die keine wissenschaftlichen Erkenntnisse wahrhaben wollen, ‚fake-news‘ Vertreter, als deren lautester Vertreter der ehemalige US-Präsident gilt – der das Völkerrecht verachtet und zusätzliche Berühmtheit durch aberwitzige Gesundheitstipps erfuhr.

Herausforderung der Jugend

Viel Aufmerksamkeit haben junge Menschen gefunden, die sich ernsthaft Sorgen um unseren Planeten machen. Mittlerweile sind Alt und Jung dabei. Da kommt der internationale Umweltkampftag gerade recht.

Träumereien um 1,5° Grad-Wunschmarken, wie es 2015 das Pariser Klimaabkommen forderte, waren nie ernst gemeint, Wunschdenken hilft nicht weiter. Fragen und Antworten nach den Ursachen um so mehr. Keine Denkverbote. Keine Tabubegriffe. Kein Ausklammern. Und den Verursachern eindeutig gegenübertreten und entsprechende Konsequenzen benennen.
In den zentral wichtigen Feldern wie Verkehr, Bahnen als zentrale Transportachsen, Schwer- und Zement-, Chemie- und Stahlindustrie zum Beispiel lassen sich keine Veränderungen erkennen, bis auf angegrünte Werbung. Kosten sollen nicht entstehen. Dann lieber aus- und verlagern, möglichst weit weg, nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.
Kritiker derartigen Verhaltens bekommen Druck, von Anwälten oder der Staatsgewalt. Oder Sanktionen. Überall auf der Welt. Ob hier zu G 20, bei Protesten gegen Autobahnbau, gegen Kohle- oder Müllpolitik.

Und in Hamburg?

Die Stadtregierung aus Grünen und der SPD kann nichts besser. Verkehrs- und Umweltpolitik ein Chaos. Luft schneidend schlecht, Stillstand auf den Straßen und in der Administration. Eine gigantische Eisenbahnbrücke soll Altona und Eimsbüttel zerschneiden. Gegenwind gibt’s aus der Bevölkerung und von Fachleuten. Der grüne Verkehrssenator will’s durchdrücken.

Wie ehemals das Kohle-Kraftwerk Moorburg? Statt den Verkehr auf der Stresemannstrasse zu reduzieren, eine Spur jeweils dem Bus- und Fahrradverkehr anzudienen, den innerstädtischen Autoverkehr zu reduzieren, den ÖPNV stattdessen auszubauen und die Fahrpreise zu verändern, nach unten! SPD und Grüne verbessern die Lebens- und Arbeitssituationen auch nicht.

Fazit

In den Betrieben hierzulande folgt auf Rationalisierung Entlassung, Verdichtung der Arbeitsabläufe, Ausbau der unteren Lohngruppen. Geschädigt, fortlaufend, wird die Natur. Damit zerstört das herrschende Gesellschaftssystem, der Kapitalismus, das Produktivvermögen der Menschheit. Gründe also, sich nicht nur zum Umweltkampftag Gedanken zu machen, mit Kollegen zu sprechen und sich zusammenzuschließen. Weil: Es gibt Antworten, es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse und Lösungen. Zusammen mit Vielen im Internationalistischen Bündnis, der Umweltgewerkschaft – die anstehenden Aufgaben können nur gemeinschaftlich gelöst werden. Es ist die eine, es ist unsere gemeinsame Kampfaufgabe, die Erde vor der Profitwirtschaft zu retten.

Die Umweltgewerkschaft ist Teil des Internationalistischen Bündnisses www.inter-buendnis.de

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