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Protestaktion gegen Tariferhöhung von durchschnittlich 2,5% im VVS und für Nulltarif bei Bahnen und Bussen

 

220331 stu nulltarif statt Fahrpreiserhoehung b 640Trotz schlechten Wetters haben wir unseren Pavillon am 31.3.22 auf dem Schlossplatz in Stuttgart aufgebaut. Es regnete teilweise und es war kalt. Eigentlich kein Wetter um die Passanten anzusprechen. Das Thema bewegt die Gemüter: alles wird teurer, nur die Gehälter und Renten stagnieren. Und jetzt noch die drohende Weltkriegsgefahr durch den Krieg in der Ukraine.

Die Umweltgewerkschaft hatte es in die Hand genommen. Trotz Krieg müssen wir gegen Teuerungen kämpfen und dürfen auf den Kampf für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt nicht verzichten. Unsere Forderung: Nulltarif statt Fahrpreiserhöhung. Denn eine für alle Kunden komplett kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist sowohl ökologisch wie energietechnisch und auch sozial die richtige Antwort auf drängende aktuelle Fragen. „Wir brauchen Mobilität unabhängig vom Geldbeutel“, sagte UG-Sprecher Peter Vescovi.

Bezahlen sollen dies die Konzernherren, die Hauptnutznießer der täglichen Pendlerströme. Nur mit einem attraktiven, gut ausgebauten unentgeltlichen ÖPNV werden viele Pendler vom eigenen PKW auf Busse und Bahnen umsteigen. Nur so lasse sich der motorisierte Individualverkehr reduzieren. Wir trafen auf viele offene Ohren und hatten sehr viele Gespräche.

Am Mikrofon sprach ein ehemaliger Busfahrer und berichtete, wie stolz die SSB‘ler waren, als die ersten Wasserstoffbusse in Stuttgart fuhren. Nach zwei Jahren erfolgreicher Erprobung wurden die Busse dann aus dem Verkehr gezogen, da maßgebliche Aktionäre von Daimler lieber ihr Geld mit Diesel scheffeln wollten, statt mit Wasserstoff.

Ein Daimler Arbeiter, „auch wenn Autobauen mein Beruf ist, so sind die Forderungen hier genau richtig“, berichtete, dass sie mehr können als Diesel, dass sie mit jeder fortschrittlichen und umweltschonenden Technologie arbeiten könnten, wenn man sie nur lassen würde. Umweltschutz könne hunderttausende Arbeitsplätze schaffen, da muss niemand arbeitslos werden. Im Übrigen sei es wichtig, dass Arbeiter- und Umweltbewegungen sich nicht gegenseitig ausspielen lassen, wie es oft schon gehandhabt wurde.

220331 stu nulltarif statt Fahrpreiserhoehung a 640Ein Schüler von Fridays for future berichtete von ihren Sorgen um die Zukunft und forderte einen „Paradigmenwechsel“. Statt den öffentlichen Nahverkehr schrittweise immer teurer zu machen und den individuellen PKW-Verkehr durch teure Straßenbauprojekte öffentlich immer weiter zu subventionieren, müsse vollkommen umgesteuert werden in Richtung einer echten Verkehrswende.

Der Vertreter der MLPD betonte, dass „system chance - not climate chance“ die richtige Antwort auf viele Probleme ist. Aber wie soll der Systemwechsel aussehen? „Darüber müssen wir uns auseinandersetzen und offen, ohne Vorbehalte oder Denkverbote streiten. Wir haben einen Plan: Das ist eine sozialistische Gesellschaft.“

FÜR Esslingen tritt im Esslinger Gemeinderat seit Jahren für einen Nulltarif ein. Sie freuen sich, dass sie nun auch Unterstützung von der Landeshauptstadt bekommen und auf die Zusammenarbeit.

In einem Quiz mit den gerade anwesenden Passanten wurde unter anderem gefragt, wie viel Busse man als Gegenleistung für einen Panzer Leopard 2 beschaffen könnte. Auf die kaum vorstellbare Anzahl von 55 kam kein Teilnehmer.

Trotz Nieselregen haben sich 33 Personen schriftlich gegen die Tariferhöhung und für die Einführung des Nulltarifs ausgesprochen. Sie möchten regelmäßig informiert und einige davon zu unseren Treffen eingeladen werden bzw. mitarbeiten.

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